Frankreich allein im Antiterroreinsatz
Die Bundesregierung lehnt den Wunsch aus Paris nach einer Beteiligung an der militärischen Anti-Terrormission in der Sahel-Zone ab. Berlin setzt dort lieber auf mehr zivile Projekte.
Die Bundesregierung lehnt den Wunsch aus Paris nach einer Beteiligung an der militärischen Anti-Terrormission in der Sahel-Zone ab. Berlin setzt dort lieber auf mehr zivile Projekte.
In Frankreich sinkt die Zustimmung für den Militäreinsatz im Sahel. Die Regierung in Paris dringt daher auf eine gerechtere Lastenteilung. Doch Deutschland hält sich zurück.
Die Dschihadisten terrorisieren mit ihren Angriffen vor allem den Nordosten Nigerias. Doch ihr Einfluss reicht inzwischen in die ganze Sahelzone.
Tschad verhandelt mit Ölfirmen um Gebiete rund um den Tschadsee. Die Ausbeutung gefährdet seine Aufnahme ins Weltkulturerbe.
Ein Goldrausch hat die Sahara erfasst: Die Goldsucher riskieren Leben und Gesundheit, die ökologischen Schäden sind irreparabel. Und die Profite gehen an Milizen, kriminelle Netzwerke – und an korrupte Beamte und Politiker.
Bei einem Armeeeinsatz am Tschadsee sind Ende März Dutzende Dschihadisten festgenommen worden. Nun ist der Großteil von ihnen tot.
Im Sahel-Gebiet sind viele Staaten mit der Abwehr der Corona-Pandemie beschäftigt. Dschihadisten nutzen die Gunst der Stunde – selbst das militärisch starke Tschad wird nun attackiert.
Am frühen Morgen haben Kämpfer einen Armeestützpunkt angegriffen. Auch Verstärkungen wurden attackiert. Die Islamisten haben unter anderem auch Waffen geraubt und mit Schnellbooten weggeschafft.
Frankreichs Staatschef Macron lobt im Tschad Fortschritte beim Antiterror-Kampf in der Region. Über den Rückzug des mächtigen Verbündeten Amerika aus Syrien zeigt er sich dagegen enttäuscht.
In der Region am Tschadsee spiele sich „eines der größten humanitären Dramen unserer Zeit“ ab, warnt Bundesaußenminister Heiko Maas. Das Gebiet wird von Terror und Klimawandel bedroht. Nun will die Bundesregierung die Entwicklungshilfe deutlich aufstocken.
Die Lage in Tschad ist verheerend. Dennoch helfen die Menschen bereitwillig den Flüchtlingen. Hilfsorganisationen wollen dafür sorgen, dass das so bleibt.
Auf effektive und europäische Zusammenarbeit kommt es an, sagt Pascal Brice, Leiter der französischen Asylbehörde Ofpra. Im Interview erklärt er, wie dem „Dublin-Versagen“ begegnet werden muss.
Artenschützer haben sechs Nashörner aus Südafrika über 5000 Kilometer per Flugzeug nach Tschad geflogen, um dort eine neue Population aufzubauen. In Tschad wurden die Tiere vor 50 Jahren ausgerottet.
Erst ging es um Sexpartys in Haiti, dann um ähnliche Vorwürfe im Tschad. Die Hilfsorganisation Oxfam will die Anschuldigungen prüfen. Und die britische Regierung droht, ihr die Zuwendungen zu streichen.
Berichte über Sklaverei in Flüchtlingslagern haben die afrikanische Politik aufgeschreckt. Deutschland und Frankreich nutzen den Schock für einen Aktionsplan zur Verteilung der Migranten.
Präsident Macron hat die Eröffnung von Büros im Niger und dem Tschad angekündigt, wo Ausreisewillige Asyl beantragen können. Insgesamt will Frankreich 10.000 Flüchtlinge aus einem Programm der Vereinten Nationen aufnehmen.
In Italien kommen weniger Migranten an, doch die Herausforderungen im Mittelmeerraum bleiben. Was der Flüchtlingsstrom mit dem Kalten Krieg zu tun hat, erklärt Historiker Tobias Bütow im Gespräch mit FAZ.NET.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in Paris, wichtig sei eine „klare Unterscheidung“ zwischen Flüchtlingen und Menschen, die aus „wirtschaftlichen Gründen“ nach Europa gelangen wollten.
25 Jahre nach seiner Flucht ist Hissène Habré zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein außerordentlicher Gerichtshof in Dakar befand den früheren Diktator Tschads unter anderem der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig.
Bei drei Selbstmord-Anschlägen auf einem Markt in Tschad sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Bislang ist unklar, wer hinter den Attentaten steckt, doch die Spur führt zu einer Gruppe.
Die Armeen Afrikas sind für den Kampf gegen islamistische Extremisten unterfinanziert. Es fehlt an Ausrüstung, Fahrzeugen und nicht zuletzt an Sold. Mitverantwortlich dafür sind auch die Geberländer.
Bei insgesamt drei Explosionen in der am Tschadsee gelegenen Stadt Baga Sola sind am Samstag mindestens 37 Menschen getötet worden. Die Sicherheitskräfte vermuten die Islamistengruppe Boko Haram hinter den Anschlägen.
25 Jahre nach seiner Flucht steht Tschads Diktator Hissène Habré vor Gericht – in Senegal. Zum ersten Mal wird ein Despot in einem afrikanischen Land zur Rechenschaft gezogen.
Die nigerianische Armee hat im Kampf gegen Boko Haram zusehends an Terrain verloren. Nun zieht Präsident Muhammadu Buhari Konsequenzen - und entlässt die gesamte Führung der Armee sowie den nationalen Sicherheitsberater.
Boko Haram hat in Nigeria Tausende massakriert. Sie ermorden die Männer, vergewaltigen die Frauen und zwingen die Söhne in ihre eigenen Reihen. Auch in den Nachbarländern ist niemand sicher. Eine Reportage aus dem Tschad.
Sie waren 50 Kilometer zu Fuß unterwegs, sind erschöpft, hungrig, durstig - Tausende Menschen sind von den Inseln im Tschadsee geflohen. Sie fürchten die heranrückende Terrorgruppe Boko Haram.
Soldaten aus Niger und Tschad haben in den vergangenen Tagen 228 Boko-Haram-Kämpfer in Nigeria getötet. Nach eigenen Angaben versuchen die Truppen den Grenzort Damask von der Islamisten-Miliz zurückzuerobern.
Nach dem Treueeid auf den Islamischen Staat haben Nigerias Nachbarländer Niger und Tschad eine neue Offensive gegen die Terrormiliz Boko Haram begonnen. Auch sonst steigt der militärische Druck auf die Islamisten immer weiter.
Die Afrikanische Union will Boko Haram mit einer Eingreiftruppe besiegen. In Nigeria, wo die Islamistenmiliz am schlimmsten wütet, sollen die bis zu 10.000 Soldaten aber gar nicht eingesetzt werden.
Die islamistische Terrormiliz Boko Haram hat die Wirtschaft von Afrikas bevölkerungsreichstem Land zum Erliegen gebracht. Viele Industriebetriebe haben geschlossen.
Im Nordosten Nigerias hat die islamistische Terrorgruppe Boko Haram die Stadt Gombe angegriffen. Die Soldaten, die die Stadt verteidigen sollten, seien geflohen, berichten Anwohner.
Erstmals haben Islamisten von Boko Haram ein Dorf in Tschad angegriffen und dort mehrere Menschen getötet. Mutmaßlich handelt es sich um eine Vergeltungsaktion für das militärische Eingreifen der tschadischen Armee in Nigeria.
Im Krieg gegen Boko Haram greift Tschad jetzt offen in Nigeria ein. Ob das abgesprochen wurde, darf bezweifelt werden. Paris allerdings ist bestens informiert.
Die Strategie von Boko Haram ist an menschenverachtender Schlichtheit kaum zu übertreffen: Wenn ein einzelner Dorfbewohner mit der nigerianischen Armee kooperiert, muss das ganze Dorf sterben. Im Nordosten des Landes traf die Rache der Islamisten nun eine Garnisonstadt.
Boko Haram ist nicht zu stoppen. Die Bedrohung durch die islamistische Terrorgruppe hat inzwischen eine völlig neue Dimension angenommen. Sie kontrolliert inzwischen die Grenzen nach Niger, Kamerun und Tschad.
Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram schlägt auch in Tschad und Kamerun zu. Außerhalb Nigerias steht unter französischer Führung eine Eingreiftruppe bereit. Aber eine Allianz gegen Boko Haram steht in weiter Ferne.