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Flackernde Intelligenz, grollendes Temperament: Karl Heinz Bohrer 2013 in Darmstadt

Habermas über Bohrer : Literatur und Leben als Lebensthema

In Frankfurt, der damals wohl intellektuell beweglichsten Stadt Deutschlands, fand Karl Heinz Bohrer sein Thema. Vom Literaturkritiker wurde er zum Literaturtheoretiker, dessen Überzeugung, Kunst und Leben seien unvereinbar, auch Konsequenzen für sein Leben haben musste.
Männer und Frauen in einer geschäftlichen Besprechung

Geschlechterungleichheit : Haben wir Ihr Interesse an dem Job geweckt?

Es gibt immer noch deutlich mehr Männer in Führungspositionen als Frauen. Warum? Da kann schon ein Blick in die Stellenanzeigen helfen – die verraten einiges über die Gründe für Geschlechterungleichheit am Arbeitsplatz.
„Einstweilen ist für die Kunst so viel gewonnen, dass man wenigstens wieder Fassaden baut.“ (Jacob Burckhardt, 6. August 1879)

Das Humboldt Forum : Bodenlose Fenster

Der Palast der Republik wurde abgerissen, weil er zu preußisch wirkte. Das Museum, das ihn ersetzt, braucht keine Exponate. Im Kultur-Schloss namens Humboldt Forum vollendet sich die Weltanschauung des deutschen Bürgertums.
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F.A.Z. Wissen – der Podcast : Was bedeutet Delta für uns?

Die neuen Virusvarianten sorgen für viele Fragen und einige Verwirrung. Wie sicher können sich Geimpfte fühlen? Können sie zu Überträgern werden? Mittlerweile gibt es viele Studien, die Auskunft liefern.
Das Glück ungehinderter Mobilität: Verkehrsstau in Nordrhein-Westfalen

Mobilität nach der Pandemie : Das Glück in der Bewegung

Werden wir die Pandemie nutzen können, um eine Mobilitätswende einzuläuten? Eine Fraunhofer-Befragung spricht nicht dafür: Die Reisesehnsucht scheint größer als zuvor.
Es kann vernünftig sein, sich so schnell wie möglich testen zu lassen. Sollte die philosophische Zeitanalyse ebenfalls so schnell wie möglich ans Werk gehen?

Nachdenken über Corona : Zu spät, aber noch früh genug

Die Gesellschaft für Analytische Philosophie veranstaltete einen Essaywettbewerb zur Pandemie. Im Vorwort berufen sich die Herausgeber auf Hegel. Wie sieht die Flugbahn einer analytischen Eule aus?

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  • Die Leute verlieren ja so viel: Ist lebensgeschichtlicher Stoff Strandgut, den die glückliche Finderin sich aneignen darf? – Kristen Roupenian.

    Neue Debatte um „Cat Person" : Ich bin nicht so, wie alle Welt vermutet

    Darf eine Autorin mit ihren Figuren Katz und Maus spielen? Zum zweiten Mal löst die Erzählung „Cat Person“ von Kristen Roupenian eine Debatte über das Verhältnis von biographischen Fakten und literarischer Fiktion aus.
  • Die Teilnehmer der Londoner Pride Parade setzen sich für Diversität ein – und haben dabei vermutlich eine demographische Lesart im Sinn.

    Diversität : Wie Liberale und Konservative aneinander vorbeireden

    Wer von Diversität spricht, meint nicht immer dasselbe. Dass das, was gemeint ist, auch von der politischen Einstellung abhängt, behaupten nun amerikanische Psychologen.
  • Hoffentlich gibt es hier wirklich jemanden, der mein Signal hört und versteht: Vom Dach der 1957 eingeweihten Fazle-Omar-Moschee in der Wieckstraße im Hamburger Stadtteil Stellingen rief ein Muezzin schon im Mai 1961.

    Theologie des Muezzinrufs : Bei diesem Tönen

    Nicht auf die Melodie oder den Text kommt es an, sondern nur auf das Ereignis der Schwingung. Wie der Glockenschall kann der Muezzinruf nicht auf eine objektive religiöse Bedeutung festgelegt werden.
  • Eine Gruppe Freunde feiert abends mit Kuchen, Wein und Wunderkerzen.

    Sozialforschung : Die Soziologie des politischen Faultiers

    Offenbar bestimmt auch der Freundeskreis, wie politisch man ist. Denn Gleichgesinnte sind lieber unter sich und können sie es nicht sein, dämpft das durchaus die Bereitschaft zur Gesinnung.
  • Soweit die Tröpfchen fliegen: Strömungsmechaniker der TU Berlin vermessen Husten und Niesen

    Soziologie der Pandemie : Heterodoxe Aerosole

    Schlag nach bei Bourdieu: Die Entzifferung der Covid-19-Pandemie ist auch ein Lehrstück über die Dynamik der Forschung.
  • Im Herbst 2020 publizierte Wolfgang Benz sein Buch „Vom Vorurteil zur Gewalt“.

    Wolfgang Benz zum Achtzigsten : Instanz für Zeitgeschichte

    Der Antisemitismus wurde ihm allmählich zum Lebensthema: Wolfgang Benz verkörpert den Wandel des deutschen Geschichtsbewusstseins. Zum achtzigsten Geburtstag des ungeheuer produktiven Historikers.
  • Oswald Spengler: „Aber die seit Napoleon ins Riesenhafte wachsende Maschinentechnik Westeuropas mit ihren Fabrikstädten, Eisenbahnen und Dampfschiffen zwang endlich dazu, das Problem ernstlich zu stellen. Was bedeutet Technik?“ - 2009 besuchte Monika Maron mit ihrem Hund Momo das Gelände der alten Filmfabrik in Wolfen.

    Maron und Spengler : Wir gehen vorüber, und etwas anderes kommt

    Monika Maron zitiert in ihrem Roman „Artur Lanz“ den „Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler. In den Kritiken wurde der Verweis politisch interpretiert. Er wirft aber auch literaturtheoretische Fragen auf.
  • Die ideale Rollenverteilung: Der eine macht das, was er besser kann als der andere.

    Soziologie im Haushalt : Wenn der Liebste es halt nicht kann

    Gleichheitsideale in Fragen der Verteilung der Hausarbeit erscheinen offenbar auch Frauen nur bedingt praxistauglich. Es dominiert der Pragmatismus. Der eine macht eben das, was er besser kann.
  • Psychotherapie : Zeige uns doch bitte, was ist!

    Systemische Aufstellungen mit menschlichen Stellvertretern sollen helfen, Probleme zu lösen – in der Familie, im Beruf oder im Körper. Auch in der Wissenschaft wird aufgestellt. Um Wahrheit geht es dabei allerdings nicht.
  • Chinas Präsident Xi Jinping (Porträt Mitte) sieht sich selbst in der Nachfolge Mao Tse-tungs und dessen Erbes verpflichtet.

    Archivforschung in China : Es bindet der Geist der Revolution

    Die historische Wahrheit wird unter Xi Jinping wieder instrumentell verstanden. Was nicht ins Bild passt wird zensiert oder für den Zugriff gesperrt: Der Freiburger Sinologe Daniel Leese berichtet über die Archivforschung in China.
  • So wohnt natürlich kein Soziologie-Professor: „Problemhaus“ in Duisburg.

    Gesellschaftskritik : Neue Mittelklasse? Das wären ja wir!

    Gibt es eine neue Mittelklasse in unserer Gesellschaft? Ein deutscher Soziologe wirft seinen Kollegen vor, die Augen vor den Realitäten der Gegenwartsgesellschaft zu verschließen.
  • Das war`s dann wohl: Dr. Giffey

    Nach Giffeys Rücktritt : Mach es wie die Baerbock

    Warum soll man eigentlich nebenher promovieren dürfen? Nur um sich dann mit dem begehrten Titel schmücken zu können? Das ist kein ausreichender Grund.
  • Redliche Rücksichtslosigkeit kann sich ein Literaturkritiker wie Marcel Reich-Ranicki (1920 bis 2013) leisten.

    Soziale Systeme : Die Schonung aller durch alle

    Schriftsteller sind selbst meist keine ehrlichen Rezensenten der Werke anderer Literaten. Jedenfalls nicht in den Fällen, wo das wichtig wäre.