Zwischen Hillbilly-Psychopathen und Meth-Süchtigen: S.A. Cosby schickt in seinem Thriller „Blacktop Wasteland“ einen Familienvater mit Benzin im Blut auf Raubtour.
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Wie eine ganze Generation junger Menschen traumatisiert wurde: Der Roman „Was von Dora blieb“ taucht spannungsvoll und lebensnah in die Abstürze und Höhenflüge einer Familie ein.
Warum wird es bei Dante in der Hölle eigentlich immer kälter? Die Commedia gleicht viel mehr der nordischen Unterwelt als den gängigen Vorstellungen vom Höllenfeuer.
Am 27. Februar 1961 trug Theodor W. Adorno in Frankfurt seinen „Versuch, das 'Endspiel' zu verstehen“ vor, in Anwesenheit von Samuel Beckett. Vom geselligen Nachspiel hat sich ein Foto erhalten.
Rache ist ewig: Wendy Law-Yone erzählt von ihrer Begeisterung als burmesische Schriftstellerin für Friedrich Dürrenmatt. Das Buch ist ein Lehrstück darüber, wie Literatur die Welt erschließen kann.
Was freies Wort bedeutet, hat niemand so gut gewusst wie Ludwig Börne. Den nach ihm benannten Preis hat in diesem Jahr Christoph Ransmayr bekommen und dazu diese fulminante Dankesrede gehalten.
Noch ein Sportroman von Martina Wildner: „Der Himmel über dem Platz“ vereint Drama mit Humor – und zeigt die charakteristische Erzählkunst der Autorin: echt, stilsicher, unangestrengt, unaufgeregt und jammerfrei.
Es braucht eine Revision der gängigen Geschlechternormen: Manon Garcia erläutert, warum sogar emanzipierte Frauen oft vom männlichen Blick abhängig sind. Als Gewährsperson ist Simone de Beauvoir dabei stets an ihrer Seite.
Armin Laschet sagt lauter Medien-Auftritte ab und erinnert darin an eine literarische Figur. An Bartleby aus Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung. Der sagt: „Ich möchte lieber nicht“.
Die Commedia gilt als Buch der ständigen Verdammnis, weil vor allem das Inferno die Leser beeindruckt, doch das wird Dante nicht gerecht. Es gibt bei ihm wunderbare Momente der Erlösung.
Was wäre gestillte Begierde? Nicht mehr dieselbe. Das wusste schon Dante und entfaltete deshalb ein literarisches Spiel des sich entziehenden Objekts des Begehrens.
Ein kleines Wort ist im Italienischen ganz groß: „ma“, zu Deutsch „aber“. In der Commedia ist es besonders auffällig. Dante lässt das „ma“ sogar in den Schlussversen auftauchen.
Carl Schmitt schrieb 1950 in ein Buch, das er Ernst Jünger widmete, ein auf Papst Gregor VII. zurückgehendes Zitat in zwei Varianten. Was hat das zu bedeuten?
In Frankfurt, der damals wohl intellektuell beweglichsten Stadt Deutschlands, fand Karl Heinz Bohrer sein Thema. Vom Literaturkritiker wurde er zum Literaturtheoretiker, dessen Überzeugung, Kunst und Leben seien unvereinbar, auch Konsequenzen für sein Leben haben musste.
Ferienzeit, Reisezeit, Zeit enttäuschter Erwartungen und Sehnsüchte: Dieser Zweizeiler zerstört die letzten Hoffnungen auf authentische Urlaubserlebnisse.
Lothar Machtan verheißt neue Einsichten in das Verhältnis der Hohenzollern zu den Nazis. Kronprinz Wilhelms Anbiederung an Hitler käme dem „Verkauf seiner Königsseele“ gleich.
Nichts wie raus aus der spätkapitalistischen Einöde: Jenny Odell plädiert für mehr Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsökonomie. Denn digitale Zerstreuung und permanente Selbstoptimierung gefährden unser politisches Bewusstsein.
Vulgär und radikal nennt sie die Dinge beim Wort: In ihrem Romandebüt voller Wut und Witz beschreibt Katharina Volckmer Versuche radikaler Eingriffe in die sexuelle Identität und deutsche Geschichte.
Zwischen Pädagogik und Leselust: Während Bücher für junge Leser auf dem Markt überaus erfolgreich sind, wird darüber gestritten, wie sie unsere Gegenwart vermitteln sollen.
Pia Volk erkundet deutsche Orte, die von den meisten Einheimischen als Reiseziele ignoriert werden. Dabei haben auch Oppenheim und das Outback Sachsen-Anhalts einen gewissen Charme.
Übungen in Entdramatisierung: Ein altes und ein neues Buch beschreiben, was passiert, wenn nichts passiert. Über Peter Seebergs „Am Meer“ und Jürgen Hosemanns „Das Meer am 31. August“.