Über Momente der Ablehnung im Ausland und eine große Anhänglichkeit, eine norwegische Erfindung und einen englischen Witz: ein Gespräch mit dem Schauspieler und Kanzlersohn Matthias Brandt.
Wer sich ausgegrenzt fühlt, ist anfälliger für Krankheiten – und für Verschwörungstheorien. Ausgerechnet jene, die am stärksten vernetzt sind, betrifft die Vereinzelung ganz besonders: die Generation Z.
Erst nass, dann polternd: In Locarno schwebt beim diesjährigen Filmfestival die Melancholie mit dem schlechten Wetter davon, dann kommen die Überraschungen.
Aus der fürs Jahr 2024 avisierten Mondlandung der Amerikaner wird nichts. Die Raumanzüge werden nicht fertig. Sie sollten, auch modisch, überarbeitet werden.
Ein Kulturfunktionär in der Vojvodina lehnt Ödön von Horvaths Stück „Kasimir und Karoline“ ab und wünscht sich mehr Märchen auf der Bühne. Eine gute Idee?
Ist die Erinnerungspolitik in Deutschland ein Projekt quasi priesterlicher Meinungskontrolle? Diese Polemik ist überzogen, aber mit der Stolperstein-App des WDR kündigt sich ein Formwandel der Geschichtskultur an.
„Wir sind keine Foto-Sharing-App mehr“: Nachdem Instagram jüngst angekündigt hatte, massiv auf Videoinhalte zu setzen, bekommen Fotografen und Künstler kalte Füße.
Armin Laschet sagt lauter Medien-Auftritte ab und erinnert darin an eine literarische Figur. An Bartleby aus Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung. Der sagt: „Ich möchte lieber nicht“.
Um Kinder und Tiere im Griff zu behalten, selbst wenn sie nicht in physischer Reichweite sind, gibt es immer mehr technische Möglichkeiten. Wo führt dieses Ausspionieren noch hin?
Oft wirkt der Ausnahmefußballer Lionel Messi der Wirklichkeit entrückt. Aber sein offenbar ungewollter Vereinswechsel trägt Züge einer kollektiven Siesta.
Sieg der Volksdiplomatie: Der Sohn eines Wehrmachtoffiziers gibt wertvolle Bücher an die Universität von Woronesch zurück. Sein Vater hatte sie im Zweiten Weltkrieg dort geraubt.
Fingierter Konsens zum Schutz idealisierter Pluralität: Der Karlsruher Beschluss zur Rundfunkgebühr kam nicht überraschend. Gerade darin liegt das Demokratieproblem.
Vor der Kulisse kämpfender Kinder und Jugendlicher im Frankfurter Gallusviertel erklärt der CDU-Spitzenkandidat: „Im Wahlkampf kämpfe auch ich“. Dann zieht er die Boxhandschuhe an.
Lothar Machtan verheißt neue Einsichten in das Verhältnis der Hohenzollern zu den Nazis. Kronprinz Wilhelms Anbiederung an Hitler käme dem „Verkauf seiner Königsseele“ gleich.
Es braucht eine Revision der gängigen Geschlechternormen: Manon Garcia erläutert, warum sogar emanzipierte Frauen oft vom männlichen Blick abhängig sind. Als Gewährsperson ist Simone de Beauvoir dabei stets an ihrer Seite.
Beim Streit um das EuGH-Urteil des Verfassungsgerichts geht es nicht nur um die Machtverteilung in der EU, sondern auch um eine neue Form des Regierens. Der Zentralbankkapitalismus bewirkt eine gigantische Umverteilung von unten nach oben.
Die Illegitimität der Präsidentschaftswahl in Belarus vor einem Jahr wird durch Repressionen kompensiert. Viele müssen wählen zwischen Freiheit und Heimat. Wir schildern einige Schicksale.
Wir sind Bestandteil der Natur. Doch die Menschen heben sich gerne von ihr ab und sehen sich nicht als Teil dieser an. Wie Musik und Mythos zwischen Mensch und Natur vermitteln.
Ein Wahlkampf ohne Kampf. Politiker, die dem Streit aus dem Weg gehen. Kampagnen, die alles und nichts besagen. Kein Wunder, dass die Wähler verdrossen sind.
Sie ist Gründerin, Unternehmerin und gehört zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Ein Gespräch mit Verena Pausder über Bildungspolitik, Digitalisierung in Schulen und Pläne für das kommende Schuljahr.
In diesem Sommer widmen sich gleich mehrere große Ausstellungen und Sonderpublikationen dem paradoxen Verhältnis von Menschen und Tieren. Wie verändert aber die Kunst den Blick auf diese Beziehung?
Die Sklaverei ist in den Niederlanden kein Tabuthema, aber intensiv damit auseinandergesetzt wurde sich bis jetzt nicht damit. Das Rijksmuseum erzählt die Geschichte der Sklaverei in den Niederlanden nun in zehn Kapiteln.
In Belarus wurden wichtige Kultureinrichtungen und Medien geschlossen. Jetzt wirbt Präsident Lukaschenko um die Künstler und Intellektuellen seines Landes, stellt ihnen jedoch harte Bedingungen.
Immer mehr Menschen kiffen und koksen, die Profite der organisierten Kriminalität steigen, die Politik sagt aber: Weiter so! Die Drogengesetzgebung dient einer Ideologie, sagt der Autor Norman Ohler.
In den Hochwassergebieten wird noch ermittelt, welche Schäden entstanden sind. In Rheinland-Pfalz zeichnet sich bereits ab: Die Kultur hat es schwer getroffen.
Die Schauspielerin Verena Altenberger wirft einem Kritiker Sexismus vor. Er habe ihre Salzburger Buhlschaft nach ihrem Brustumfang beurteilt. Deutschlandfunk Kultur macht sich den Vorwurf zueigen, aber er trifft nicht zu.
Die britische Politik lobt das geplante Holocaust-Denkmal in London, doch es gibt auch viele Kritiker. Manche befürchten sogar, es könne den Antisemitismus befördern.
Das Theaterstück „Erstes Brot“ erregte in Moskau Proteste von Patrioten und Nationalisten. Nun wollen Kulturfunktionäre die Spielpläne aller russischen Bühnen kontrollieren.
„Propaganda gegen den Staat“: Seit fünfzehn Jahren pendelte die Architektin Nahid Taghavi zwischen Köln und Teheran. Im Oktober wurde sie in Iran festgenommen und jetzt zu mehr als zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Filmfestival in Locarno : Kippmoment
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Elena Witzeck
Mode fürs Weltall : Was trägt man auf dem Mond?
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Claudius Seidl
Jugendliche auf Instagram : Damit sie nicht zu Zirkusäffchen werden
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Fridtjof Küchemann
Ungarn : Sind Volksmärchen politisch gefällig?
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Tilman Spreckelsen
Stolperstein-App : Geschichtsmoralische Grundversorgung durch den WDR
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Patrick Bahners
Instagram und die Kreativszene : Bling und Bilder
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Axel Weidemann
Der Absagen-Laschet : Ich würde lieber nicht
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Julia Encke
Überwachung mit Wearables : Ich weiß, was du tust
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Melanie Mühl
Messis Vereinswechsel : Alle haben ein bisschen geschlafen
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Paul Ingendaay
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