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Peter Doherty, April 2015

Peter Doherty zum Achtzigsten : Entschlüsselte Immunabwehr

Die Forschungen Peter Dohertys brachten Licht in den komplexen Mechanismus der körpereigenen Immunantwort auf Virus-Infektionen. Heute wird der australische Immunologe und Medizin-Nobelpreisträger 80 Jahre alt.

Nobelpreis für Gen-Schere : Entdeckung mit Sprengkraft

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung der Gen-Schere markiert einen historischen Schnitt: Der Griff ins Erbgut wird Routine. Das weckt Hoffnungen und Erinnerungen. Einige davon sind zwiespältig.

Entgleister Klimawandel : Die Kurven der globalen Krise

Die Nachrichten über die Erderwärmung wurden zuletzt immer schriller. Unsere Grafiken, die aus den jüngsten Forschungsstudien erzeugt wurden, bezeugen den beschleunigten Wandel im Eis, in den Böden und in den Ozeanen.

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  • Schrumpfende Biodiversität : Die Arithmetik des Artentods

    Biodiversitätsforscher sind auf der Suche nach einer griffigen Formel, um das anthropozäne Massensterben zu stoppen. Zwei deutlich verschiedene Wege werden derzeit debattiert.
  • Mit 62 noch Mutter – das geht beim Königspython

    Skurriler Nachwuchs : Die hohe Kunst der Zeugung

    Hier die greise Schlange, da das liebe Vieh: Wenn es um den Nachwuchs geht, hat die Natur schon Phantastisches zu bieten, aber der Mensch erst sprengt mit seinen Reproduktionskonzepten alle Grenzen. Eine Glosse.
  • Im Bild leuchtet die embryonale Flosse eines Australischen Lungenfisches: rot das innere Skelett, grün spezifische externe Strukturen. Fluoreszierende Marker ermöglichen diese Visualisierung unter dem Mikroskop.

    Evolution : Erst war die Flosse, dann kam die Hand

    Was muss geschehen, damit Land das Wasser als Lebensraum ersetzen kann und Fische zu Vierfüßern werden? Ein Gespräch mit dem Evolutionsbiologen Joost Woltering von der Universität Konstanz.
  • Weibchen oder Männchen? Das ist am einfachsten zu erkennen, wenn ein Vater seine Brut austrägt, denn
das übernimmt nicht die Mutter.

    Seepferdchen : Bei den Rössern des Poseidon

    In der Nordsee werden wieder Seepferdchen gesichtet. Kehren die Meerestiere in unsere Gewässer zurück?
  • Wilde Waldheidelbeeren sind kleiner, dunkler und viel empfindlicher (links) als die auf Größe und Festigkeit getrimmten Züchtungen (rechts).

    Superfrucht : Das Geheimnis des Blaubeer-Booms

    Exportschlager und Geheimwaffe der Gesundheitsapostel: Von den prallen Blaubeeren werden allein in Deutschland 66.000 Tonnen im Jahr verzehrt. Was ist dran an der Superfrucht?
  • Eine grüne Meereschildkröteschwimmt über ein Korallenriff vor den Malediven.

    Verpeilte Meeresschildkröten : Zielstrebig in die falsche Richtung

    Meeresschildkröten legen oft weite Wege zurück, um ihre Eier an altbewährten Nistplätzen abzulegen. Doch die Tiere können über große Distanzen nur schwer den Kurs halten. Deshalb brauchen sie große Schutzräume.
  • Grüne Metropolen : Die Würze der Wildnis in der Stadt

    Noch sind es Experimente, doch die Bereitschaft der Großstädte wächst, spontane Begrünung zuzulassen – Urwüchsigkeit in drei Dimensionen gewissermaßen. So entstehen urbane Milieus, die neu zu entdecken sind.
  • Ein weiblicher Schwarzangler-Fisch, Melanocetus johnsonii, der etwa sieben Zentimeter misst. Das nicht einmal zweieinhalb Zentimeter lange Männchen haftet am Bauch des Weibchens.

    Immunsystem von Tiefseefischen : Bis dass der Tod sie scheidet

    Tiefsee-Anglerfische stellen möglicherweise die Grundfesten der Immunabwehr in Frage: Um sich zu paaren, verschmelzen sie ihre Körper und verzichten so auf einen wichtigen Teil des Immunsystems.
  • Verspielt wie ein Otter: Die neue Studie zeigt, dass Spermien sich während der Fortbewegung drehen.

    Bewegung von Spermien : Otter statt Aale

    Manchmal halten sich falsche Vorstellungen erstaunlich lange: Nach mehr als 300 Jahren konnten Forscher nun zeigen, dass sich menschliche Spermien ganz anders fortbewegen als gedacht.
  • Glühwürmchen senden in der Paarungszeit Leuchtsignale aus, aufgenommen im mexikanischen Naturschutzgebiet „Santuario de las luciernagas“ (“Heiligtum der Glühwürmchen“) bei Nanacamilpa.

    Lichtverschmutzung : Störendes Licht für Glühwürmchen

    Die Lichtverschmutzung macht auch den Leuchtkäfern zunehmend zu schaffen. Die Partnersuche wird zunehmend schwieriger. Das könnte den Insekten zum Verhängnis werden.
  • Verkannt, verhöhnt und doch vielfach bewundert: DNA-Pionierin Rosalind Franklin starb 1958 im Alter von nur 37 Jahren.

    Rosalind Franklin : Geistvoll genug für zwei Nobelpreise

    Die Mitentdeckerin der DNA-Doppelhelix, Rosalind Franklin, war nicht die tragische Heldin und übergangene Frau, für die sie viele halten. Eine Richtigstellung zu ihrem 100. Geburtstag.
  • Nicht nur die Färbung ist aggressiv: dominantes (links) und untergeordnetes (recht)  Männchen der Buntbarschart Astatotilapia Burtoni.

    Verhaltensbiologie : Starke Führung

    Zeichnen sich starke, aggressive Führer in Krisenzeiten auch durch starke Führung aus? Ein Blick in die Welt der Buntbarsche liefert interessante Anregungen zur Beantwortung dieser Frage.
  • Kooperatives Insekt: der Aaskäfer Nicrophorus vespilloides

    Konkurrenz oder Kooperation? : Wie die Evolution das Teamwork fördert

    Die Evolution fördert offenkundig die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Das lässt sich gut bei Aaskäfern beobachten. Elternlose Insekten zeigen sich in einigen Generationen sogar kooperativer als ihre Artgenossen, die von Eltern umsorgt werden.