Schlechte Stimmung am Frankfurter Museum für Moderne Kunst: Zum zweiten Mal schreibt eine Mehrheit der Mitarbeiter einen Brief an die Direktorin, mit Vorwürfen – aber auch der Hoffnung auf gemeinsame Verbesserungen.
Um das Leistungsschutzrecht für die Presse wurde lange gekämpft. Inzwischen ist es da. Doch Facebook ignoriert es, Google zahlt Kleingeld. Die Verlage sehen alt aus. Und was macht das Bundeskartellamt?
Wo ist hier der Blick von außen? Die Documenta-Kuratoren des indonesischen Kollektivs Ruangrupa kommentieren die Antisemitismusvorwürfe in perfektem Bürokratendeutsch.
Hier hatte sich einst Puschkin unsterblich verliebt, und Sergej Eisenstein drehte „Panzerkreuzer Potemkin“. Putin hat Odessa als einzige Stadt in seiner Rede vom 9. Mai erwähnt. Eine Abendstimmung.
Elon Musk findet es „moralisch falsch und einfach nur dumm“, dass Donald Trump auf Twitter gesperrt wurde. Wirklich dumm aber wäre, Trump zurückzuholen. Denn der ist eine Gefahr für die Demokratie.
Für eine Handvoll Dollar: Eine Frau erwarb für sehr wenig Geld einen unschätzbaren römischen Marmorkopf in einem Secondhand-Laden im texanischen Austin. Der aber stellte sich als Beutekunst aus der Alten Welt heraus.
Auf deutschsprachigen Telegram-Kanälen dichtet die russische Propaganda Mitgliedern der Bundesregierung Nazi-Vorfahren an. Sie nimmt damit ein populäres Selbstbild der heutigen Deutschen auf, auf das sich auch Harald Welzer bei „Anne Will“ berief.
Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, greift Elon Musk an, weil der mit seinem Starlink-Internet die Ukraine unterstützt. Musk reagiert mit einem Scherz. Das ist schon etwas anderes als die „German Angst“.
Wer darf die böseste aller Shakespeare-Figuren spielen? Und wer darf es nicht? Warum nicht nur körperlich beeinträchtigte Menschen körperlich beeinträchtigte Figuren darstellen dürfen.
Er war neben Friedrich dem Großen der meistporträtierte Preuße seiner Zeit: Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin ehrt den Philosophen Moses Mendelssohn.
Warum ein kleines Eiland vor Menorca zum Kunst-Hotspot wird – und entlegene Inseln weltweit als besonders exklusive Ausstellungsplätze so beliebt sind.
Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt wird saniert und geht deshalb auf Wanderschaft. Die Ausstellung „Schön hier“ macht sich um die Rettung der Dörfer verdient, ausgerechnet im Hessenpark.
Eigenwillig in der Extremadura: die deutschstämmige Sammlerin Helga de Alvear hat sich ein Museum in Cáceres errichtet. Der mitten in der Stadt entstandene Bau setzt nicht auf Show, sondern dient der Kunst und der Stadt.
Zeitreise durch Jahrhunderte: Im Schloss Erbach im Odenwald sind Meisterstücke der Porzellankunst zu sehen. Der Besuch der Ausstellung gleicht einer Zeitreise.
Das Deutsche Historische Museum zeigt Herlinde Koelbls Porträts von Angela Merkel aus dreißig Jahren. Dabei taucht man tief in eine vergangene Zeit ein.
Was wir heute unter japanischer Kunst verstehen, geht ästhetisch auf eine sehr bestimmte und alte Krieger- und Kulturkaste zurück: Am Sonntag eröffnet ein den Samurai gewidmetes Museum in Berlin.
Radikaler Kubofuturismus: Eine Ausstellung im Tschechischen Kulturzentrum von Berlin widmet sich Erbauung und Rezeption der vor einem halben Jahrhundert errichteten Botschaft der ČSSR.
Schon wartet das nächste heiße Eisen: Das Rijksmuseum widmet dem indonesischen Unabhängigkeitskrieg gegen die niederländische Kolonialmacht eine Ausstellung.
Das Haus Hohenzollern wollte seine Entschädigungs- und Rückgabeansprüche für enteignete Schlösser und Kunstschätze im Rahmen einer außergerichtlichen Lösung klären. Das haben Bund und Länder jetzt zurückgewiesen.
Die Documenta setzt ihre für das Wochenende geplante Gesprächsreihe „We need to talk“ zu Antisemitismus und Kunstfreiheit ab. Grund ist die Kritik des Zentralrats der Juden.
Sie verwob Bäume und Kinder zu großer Kunst: Die Retrospektive von Lygia Pape ist in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zu sehen. Es ist die hierzulande erste monographische Schau der 1927 geborenen und 2004 gestorbenen Künstlerin.
Im spanischen Málaga zeigt das Petersburger Russische Museum glorreiche Historiengemälde von „Krieg und Frieden“. Wie kann das sein in Zeiten des Ukrainekriegs?
Von wegen überwiegend abstrakte US-Nachkriegskunst: Frankfurts Städel überrascht in „Into the New“ mit figurativer amerikanischer Graphik von Jackson Pollock bis Kara Walker.
Wegen der unbeantworteten Antisemitismusvorwürfe hat der Zentralrat der Juden in Deutschland nun einen Brandbrief an die Documenta XV in Kassel gerichtet. Er fordert ein klares Bekenntnis.
Als sich kein Investor fand, wurden die Architekten Grüntuch & Ernst kurzerhand zum eigenen Bauherrn: Im ehemaligen Gerichtsgefängnis an der Berliner Kantstraße ist ihnen der Umbau zu einem Hotel- und Ausstellungszentrum fulminant gelungen.
Papier braucht Zuwendung: Gute 34 Jahre lang arbeitet Ruth Schmutzler als Papier-Restauratorin im Städel-Museum. Jetzt hat sie ihr letztes Blatt in Arbeit.
Leistungsschutzrecht : Google gibt der Presse ein paar Almosen
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Offener Brief von Ruangrupa : Die schlechtesten deutschen Sitten
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Eine Stadt und ihre Zukunft : In Odessa
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Elon Musk und Twitter : Wer Trump hofiert, ist dumm
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Römerbüste in der Wüste : Austin, we have a problem!
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Russische Propaganda : Fingierter Nazihintergrund
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Russische Drohung : Elon Musk bleibt cool
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Royal Shakespeare Company : Wer darf Richard III. spielen?
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Russischer Kunstbetrug : Fakes für Waffen
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