Die Historikerin Olga Sparschuh vergleicht die Situation italienischer Arbeitsmigranten in Turin und München zwischen 1950 und 1975 – und erzählt damit ein Stück europäische Geschichte.
Gerade diejenigen, die besonders gefördert werden müssten, gehören zu den großen Verlierern der Bildungspolitik der Bundeshauptstadt. Und die Aussichten sind kaum besser.
Zum Prozess gegen die erste RAF-Generation ist schon viel geschrieben worden. Umso beeindruckender ist, was diese Neuerscheinung leistet. Sie macht erstmals die Protokolle des Verfahrens zugänglich und gibt wüste Einblicke.
Die Häfen der Ukraine sind blockiert. Das Land kann so kein Getreide exportieren. Dem globalen Süden droht Hunger. Das ist Teil der Kriegsstrategie Wladimir Putins.
Die CDU-Führung begegnet den Grünen mit ausgesprochener Freundlichkeit. Zur erklärten Absicht, programmatische Schärfe zu entfalten, will das nicht recht passen. Aber zur Machtperspektive.
Frankreich zieht aus Mali ab, Deutschland will weiter an der dortigen UN-Mission teilnehmen. Die Demokratie von außen zu erzwingen hat allerdings schon in Afghanistan nicht geklappt.
Unter der Fahne der Corona-Proteste rufen linke und rechte Extremisten zum Widerstand gegen das freiheitlich-demokratische System auf. Das ist eine Gefahr für die Freiheit aller Bürger.
Der WHO-Generaldirektor ist nie als Kritiker Chinas aufgefallen. Wenn nun sogar er Pekings Null-Covid-Politik für „nicht nachhaltig“ hält, müsste die Führung hellhörig werden. Aber die hält sich weiter für unfehlbar.
Gab es wirklich keine andere Möglichkeit als die Drosselung des Transits? Die Führung in Kiew riskiert einen wirtschaftlichen Schaden bei ihren wichtigsten Verbündeten in Europa.
Er war fast zwanzig Jahre lang hessischer Ministerpräsident. Der Sozialdemokrat Georg August Zinn hat sowohl das Bundesland geprägt als auch bundespolitisch Pflöcke eingeschlagen. Seine Biographie war überfällig.
Die Vereinten Nationen sollten fast so etwas wie eine Weltregierung zur friedlichen Konfliktbeilegung werden - eigentlich. In der Praxis dominierten schon bald die Gegensätze, zum Beispiel beim Thema Menschenrechte
Wie als Gesellschaft damit umgehen, dass unsere politischen Vertreter zunehmend Opfer von Anfeindungen werden? Das Buch „Unsere gefährdete Demokratie“ beschreibt Hetze gegen Politiker – bleibt dabei aber ziemlich unkonkret.
Nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Prag nabelten sich einige kommunistische Parteien in Westeuropa von Moskau ab. Die SED versuchte Einfluss auf die Genossen zu nehmen.
Der Islamische Staat war militärisch besiegt. Er gewinnt aber wieder an Boden. El Difraoui zeigt, weshalb wir uns noch lange mit dem Dschihadismus beschäftigen müssen und was wir dagegen tun können.
Bedenkenswerte Gedanken wechseln sich ab mit Analysen, die einer ernsthaften Überprüfung nicht standhalten. Klaus von Dohnanyis Definition „nationaler Interessen“.
Es war das berühmte kleine „Zeitfenster“, das die Wiedervereinigung Deutschlands schließlich ermöglichte. Was dafür auf internationaler Bühne alles geschehen musste, zeigt dieses Buch.
Die 1980er Jahre waren politisch höchst turbulent. Dem Westen erwuchs in Person von Michail Gorbatschow ein Gegner, der auch im Wettbewerb um Sympathien der Europäer punkten konnte. Amerikas Informationsoffensive ist Thema dieses Buches.
In der angeblich autonomen Region im Westen Chinas herrscht Unterdrückung. Präsident Xi Jinping will die Region von „Bevölkerungen minderer Qualität“ säubern. Zeugenaussagen dokumentieren die Praktiken.
György Dalos beleuchtet vor der ungarischen Wahl am Sonntag das „System Orbán“. Er bietet interessante Innenansichten. Wichtige außenpolitische Aspekte streift er leider nur.
Sie wollten den „neuen Menschen“ für den Sozialismus schaffen - mit buchstäblich allen Mitteln. Brachialpädagogik gab es zwar nicht nur in der DDR, aber dort war es zum Teil besonders grausam, wie das Buch dokumentiert.
Die Europäische Union hat sich, als Folge der Einrichtung des Binnenmarkts und der damit verbundenen Grenzöffnung, nach außen immer intensiver abgeschlossen. Ausführendes Organ hier ist Frontex.
Die Länder des afrikanischen Kontinents tragen zur globalen Erderwärmung zwar vergleichsweise wenig bei – werden von ihren Konsequenzen aber am härtesten getroffen. Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate will dem globalen Süden deshalb größeres Gehör in der Klimakrise verschaffen.
Die Richter am Obersten Gericht werden in jüngster Zeit vor allem politisch verortet. Dass es bei den Entscheidungen um mehr geht als politisch-ideologische Überzeugungen, zeigt dieses dünne Buch.
Das Phänomen ist nicht neu, wird aber durch „soziale“ Medien verschärft. Markus Schreiber zeigt, wo die Grenzen des Strafrechts sind und wie man doch die bestehende „Strafbarkeitslücke“ füllen kann.
Das Buch wurde vor dem russischen Überfall auf die Ukraine abgeschlossen. Aber es liest sich im Licht der neuen Entwicklung wie eine gerade noch rechtzeitige Mahnung zur Umkehr.
Israelis und Palästinenser sind seit Jahrzehnten in einem scheinbar unlösbaren Konflikt gegeneinander verstrickt. Was seit 1948 geschah, nicht geschah und besser geschehen wäre, zeigt dieses Buch.
Erst sympathisiert er mit den Attentätern vom 11. September, dann kämpft er gegen Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen. Über den langen Weg zum Bundesverdienstkreuz.
Die Nachrüstung haben sie nicht verhindert, die schließliche Abrüstung nicht herbeigeführt. Aber der Friedensbewegung der 1980er Jahre wird in diesem Buch ein Denkmal gesetzt, das sie so nicht verdient hat.
Kritik an den Verbrechen entgegnet die Kommunistische Partei mit Desinformationskampagnen. Die "China-Protokolle" bündeln nun die Erlebnisse von Menschen, die die Hölle der Lager überlebt haben.
Neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der afghanischen Stammesgesellschaft. Taliban-Anführer Mullah Omar tritt uns als zuweilen durchaus freundlicher Mensch gegenüber.
Mit wachsendem zeitlichen Abstand scheint der Rechtfertigungsdruck bei einigen zu schwinden. Das tut diesem Erinnerungsband an die Zeit der Wiedervereinigung sehr gut.
In Belarus gibt es mehr als 950 politische Gefangene. Sie werden systematisch misshandelt. Der Blogger Mikola Dziadok schildert in einem Essayband die Haftbedingungen in den Lagern und Gefängnissen des Landes.
Getreide-Weltmarkt : Putin setzt Hunger als Waffe ein
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Peter Sturm
Eklat bei Scholz-Auftritt : Stresstest für die Ampel
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Thomas Holl
Signale der CDU : Schwarz lobt Grün
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Jasper von Altenbockum
Bundeswehreinsatz in Mali : Ist Berlin klüger als Paris?
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Nikolas Busse
Zeitenwende im Norden : Putin treibt die Neutralen in die NATO
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Berthold Kohler
Neuer Präsident Südkoreas : Ein fester Anker des Westens vor Chinas Haustür
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Patrick Welter, Tokio
Mehr politischer Extremismus : Flagge zeigen gegen Unfreiheit
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Reinhard Müller
Null-Covid-Politik : China sitzt in der selbst gestellten Falle
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Peter Sturm
Lieferungen gehen zurück : Die Ukraine dreht am Gashahn
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Nikolas Busse
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