Wegen der dramatischen Entwicklung verlegt Washington Truppen an den Flughafen von Kabul. Daraus spricht Panik. Erinnerungen an Saigon 1975 werden wach.
Ohne Rücksicht auf Verluste haben Union und SPD eine Reform des Wahlrechts durchgesetzt. Den Bundestag verkleinern werden sie damit nicht. Aber sie setzen die Legitimität des Wahlsystems aufs Spiel.
Panik in Washington: Wenigstens das eigene Personal soll Afghanistan sicher verlassen können, bevor die Islamisten auch Kabul kontrollieren. Die Vietnam-Vergleiche muss Amerikas Präsident aushalten.
Der Rückzug aus Afghanistan ist für den Westen eine Demütigung – und für die internationale Politik eine Zäsur. Anders als Donald Trump wird Joe Biden von niemandem gezähmt.
Polens Opposition hat sich verkalkuliert. Die Koalition ist zwar zerbrochen, aber das Mediengesetz wurde gebilligt. PiS-Chef Kaczynski könnte sich aber auch verkalkuliert haben. Amerika ist verärgert.
Es herrscht Ratlosigkeit, ob und wie verhindert werden kann, dass die Taliban eine radikalislamische Herrschaft errichten. Man sollte Vorkehrungen treffen.
Sollen die Bürger wegen des Klimawandels ihre Gewohnheiten ändern? In Wahlkampfzeiten werden da selbst die Grünen schweigsam. Bestes Beispiel: Der Umgang mit Autofahrern.
Am Dienstag wollte Bundesinnenminister Seehofer von einer Aussetzung der Abschiebungen nach Afghanistan noch nichts wissen. Am Mittwoch hat er so entschieden.
Die Unruhe über Rechtsextremisten in Sicherheitsbehörden wächst. Dirk Laabs hat ein Buch über sie geschrieben. Es liest sich so beruhigend wie eine Krebsdiagnose.
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