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Sahel-Mission ohne Deutsche : Frankreich allein im Antiterroreinsatz

Gefallen in Mali: Verteidigungsministerin Florence Parly ehrt drei Ende Dezember getötete französische Soldaten. Bild: AFP

Die Bundesregierung lehnt den Wunsch aus Paris nach einer Beteiligung an der militärischen Anti-Terrormission in der Sahel-Zone ab. Berlin setzt dort lieber auf mehr zivile Projekte.

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          Die deutsche Regierung hat auf dem Sahel-Gipfeltreffen, das die Regierung des Tschad in Njamena ausrichtete, ihre Führungsrolle bei der zivilen Stabilisierung der Region geltend gemacht. Außenminister Heiko Maas (SPD), der an dem Treffen ebenso wie der französische Präsident Emanuel Macron per Videoschaltung teilnahm, sagte anschließend, Deutschland werde sich nicht, wie von Frankreich gewünscht, an der aktiven militärischen Antiterrormission Takuba beteiligen, welche die schon seit Jahren von Frankreich geführte Militärmission Barkhane ergänzen soll.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Maas argumentierte, die Bundeswehr sei schon seit Jahren „mit einer Vielzahl von Kräften“ vor allem in Mali in militärischen Ausbildungs- und Stabilisierungseinsätzen aktiv. „Wir müssen uns arbeitsteilig aufstellen“, sagte Maas. Er sicherte zu, Deutschland werde seine Anstrengungen „weiter verstärken“, in der Region zivile Verwaltungs- und Sicherheitsstrukturen zu stärken und das Gewaltmonopol des Staates auszudehnen.

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