Die deutschen Auktionshäuser erlangen internationale Aufmerksamkeit. Der Grund sind ihre guten Ergebnisse – Tendenz steigend. Ein Blick auf 2020 und die Bilanz des ersten Halbjahres 2021.
In der Corona-Krise schlug die Stunde von Erich Reichs Online-Plattform „Studentenkunstmarkt“. Sie hilft jungen Künstlern, sich zu etablieren – auch wenn sie die klassischen Rundgänge an den Hochschulen nicht ersetzen kann.
Spitzenzuschläge für einheimische Künstler und ein mysteriöses Bild von Edouard Vuillard: Ergebnisse der Auktionen von moderner und zeitgenössischer Kunst bei Koller in Zürich.
Erst nass, dann polternd: In Locarno schwebt beim diesjährigen Filmfestival die Melancholie mit dem schlechten Wetter davon, dann kommen die Überraschungen.
Aus der fürs Jahr 2024 avisierten Mondlandung der Amerikaner wird nichts. Die Raumanzüge werden nicht fertig. Sie sollten, auch modisch, überarbeitet werden.
Ein Kulturfunktionär in der Vojvodina lehnt Ödön von Horvaths Stück „Kasimir und Karoline“ ab und wünscht sich mehr Märchen auf der Bühne. Eine gute Idee?
Ist die Erinnerungspolitik in Deutschland ein Projekt quasi priesterlicher Meinungskontrolle? Diese Polemik ist überzogen, aber mit der Stolperstein-App des WDR kündigt sich ein Formwandel der Geschichtskultur an.
„Wir sind keine Foto-Sharing-App mehr“: Nachdem Instagram jüngst angekündigt hatte, massiv auf Videoinhalte zu setzen, bekommen Fotografen und Künstler kalte Füße.
Armin Laschet sagt lauter Medien-Auftritte ab und erinnert darin an eine literarische Figur. An Bartleby aus Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung. Der sagt: „Ich möchte lieber nicht“.
Um Kinder und Tiere im Griff zu behalten, selbst wenn sie nicht in physischer Reichweite sind, gibt es immer mehr technische Möglichkeiten. Wo führt dieses Ausspionieren noch hin?
Oft wirkt der Ausnahmefußballer Lionel Messi der Wirklichkeit entrückt. Aber sein offenbar ungewollter Vereinswechsel trägt Züge einer kollektiven Siesta.
In der einzigartigen Bamberger Altstadt bleiben die 26. Kunst- und Antiquitätenwochen ihrem gewohnt hohen Anspruch treu und präsentieren ein exquisites Angebot aus Silber, Möbeln und Gemälden.
Die junge Londoner Galerie Saatchi Yates will ihre Künstler zu internationalen Stars machen. Jetzt sind dort Werke des äthiopischen Malers Tesfaye Urgessa zu sehen.
Thomas Florschuetz hat in Dahlem die ethnologische Sammlung fotografiert, die in den Schlossneubau umgezogen ist. Seine Bilder entlarven Widersprüchliches. In der Berliner Galerie Diehl stehen sie zum Verkauf.
In Frankreich gibt es heftigen Streit um eine auf 15 Millionen Euro geschätzte Altmeister-Zeichnung. Weil ihr die Ausfuhrgenehmigung entzogen wurde, musste die Versteigerung abgesagt werden. Jetzt verklagt der Besitzer den Staat und das Auktionshaus.
Zahlreiche Rückgänge bei Sotheby’s sorgen für einen Erlös, der weit hinter Christie’s liegt. Ein genauer Blick auf die Ergebnisse zeigt allerdings, dass die einen nicht ganz so gut und die anderen nicht ganz so schlecht abgeschnitten haben, wie es scheint.
Yves Klein entfacht ein Bietergefecht, und eine Waschgarnitur für eine königliche Mätresse findet neue Liebhaber: Die Ergebnisse der Sommerauktionen bei Lempertz in Köln.
Lovis Corinth fertigte zum vierzigsten Geburtstag Alfred Kerrs ein Porträt des Berliner Kritikers an. Die Erben des jüdischen Vorbesitzers Robert Graetz wollen das Bild zurück. Die Limbach-Kommission lehnt das ab.
Hunter Biden, der Sohn des amerikanischen Präsidenten, malt und verkauft seine Bilder. Ob das ein Korruptionsrisiko darstelle, wird das Weiße Haus gefragt. Die Antwort fällt ausweichend aus.
Der Kunsthändler Bernard De Leye gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Gold- und Silberobjekte. Jetzt kommt seine bedeutende Privatsammlung bei Lempertz zum Aufruf.
Es muss nicht immer gegen Putin sein: Die Moskauer Galerie „Triumph“ zeigt, dass die russische Kunstszene mehr als politischen Aktionismus zu bieten hat.
Mit neuem Konzept begannen die Abendauktionen bei Christie’s und Sotheby’s bereits am Nachmittag. So konnte aus Asien und Amerika live mitgeboten werden. Ein Blick auf die Ergebnisse des Sommers.
Sprezzatura als Stilideal auf dem grünen Rasen: Eine Fotografie von Herbert List zeigt die Eleganz des Fußballs. Seine Straßenszenen aus Italien sind jetzt in einer Ausstellung der Galerie Karsten Greve in Köln zu sehen.
Klein, aber fein: Leonardo da Vincis Zeichnung eines Bärenkopfes bleibt in Privatbesitz. Bei einer Auktion in London zahlt ein ungenannter Käufer knapp 9 Millionen Pfund für die Studie.
Ein neues „Mahlzeitenbild“ für das Frankfurter Städel: Das Museum ersteigert ein Stillleben von Gottfried von Wedig bei Bassenge. Die Ergebnisse der Auktion.
Ein leuchtendes Aquarell von Friedensreich Hundertwasser steht an der Spitze der „Großen Sommerauktion“ im Kinsky in Wien. Bei der Klassischen Moderne gibt es Skizzen von Egon Schiele und Gustav Klimt.
Treffen der Giganten: Im Jahr 2002 malte Lucian Freud ein Porträt seines Malerkollegen David Hockney. Nun wurde das Bild bei Sotheby’s in London versteigert – und bleibt in Großbritannien.
Filmfestival in Locarno : Kippmoment
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Jugendliche auf Instagram : Damit sie nicht zu Zirkusäffchen werden
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Ungarn : Sind Volksmärchen politisch gefällig?
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Stolperstein-App : Geschichtsmoralische Grundversorgung durch den WDR
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Instagram und die Kreativszene : Bling und Bilder
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