Störfeuer im Braunkohlerevier
Greenpeace hält den Käufer der Kohle-Tagebaue in der Lausitz für einen „windigen Investor“. Sachsens Regierung wirft der Umweltorganisation im Gegenzug Zynismus vor.
Greenpeace hält den Käufer der Kohle-Tagebaue in der Lausitz für einen „windigen Investor“. Sachsens Regierung wirft der Umweltorganisation im Gegenzug Zynismus vor.
Die bis zu 2000 Aktivisten haben ihre Protestaktion in der Lausitz beendet. Während sie ihren Erfolg feiern, hat Vattenfalls als Betreiber des blockierten Kohlekraftwerks Anzeige erstattet.
Der Energiekonzern hat einen Käufer für sein Kohlegeschäft gefunden. In Zukunft sind vier Tagebaue und drei Kraftwerke in tschechischer Hand. Rund 8000 Arbeitsplätze hängen daran.
Der Rückbau von Braunkohle-Anlagen in Deutschland könnte für die Steuerzahler teuer werden, fürchtet die zuständige Gewerkschaft. Und will einen Braunkohle-Fonds durchsetzen.
Im Streit um den Betrieb eines mit Braunkohlestaub betriebenen Kraftwerks im Frankfurt-Fechenheim hat der BUND eine weitere Niederlage erlitten. Der Verwaltungsgerichtshof erklärte den Betrieb für rechtens.
Erstmals gibt es im Braunkohlebergbau mehr Arbeiter als im Steinkohlebergbau. Denn immer mehr Steinkohle-Zechen machen dicht.
Die nationalen Klimaziele für 2020 sind in Gefahr. Deshalb sollen bald Braunkohle-Meiler abgeschaltet werden. Die Betreiber kommen trotzdem gut weg – zahlen müssen die Verbraucher.
Die amerikanische Citibank wirft der Umweltschutzorganisation mangelnde Ernsthaftigkeit vor und schließt sie aus dem Bieterverfahren aus. Greenpeace wehrt sich.
Die Stromkunden müssen den Einstieg in den Braunkohle-Ausstieg bezahlen. Die Energiekonzerne müssen Stellen abbauen.
Monatelang haben sich Energiekonzerne und Länder mit der Bundesregierung über die vorgezogene Stilllegung von Braunkohlekraftwerken als Beitrag zum Klimaschutz gestritten. Jetzt gibt es eine Einigung, die viel Geld kostet.
Die Umweltschutzorganisation hält wenig von Braunkohlekraftwerken. Damit andere das Geschäft nicht weiter ausbauen, will Greenpeace nun selbst für das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall bieten.
Der Tagebau Garzweiler soll verkleinert werden. Mit dieser Absicht hatte die rot-grüne Landesregierung 2014 überrascht. Nun trifft das Kabinett dafür eine zentrale landesplanerische Entscheidung.
In Deutschland sollen Braunkohlekraftwerke ausrangiert, aber trotzdem noch bereitgehalten werden. Für den Notfall. Ist das eine unerlaubte Beihilfe? Die EU ist sich nicht sicher.
Erst dämpft Hessens Umweltministerin die Aufregung um eine Braunkohlestaub-Anlage, nun kommt Zuspruch von Frankfurts Wirtschaftsdezernent für die Pläne von Weylchem. Doch die Umweltdezernentin bleibt skeptisch.
Die große Koalition beendet den Streit in der Energiepolitik: Union und SPD einigen sich auf eine Stilllegung von Braunkohlekraftwerken, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Auch beim Netzausbau gibt es offenbar einen Durchbruch.
Die Kohle-Abgabe ist politisch tot. Jetzt muss Sigmar Gabriel seine CO2-Einsparungen anders zusammenbringen.
Straßenbeleuchtung ökologisch effizienter zu gestalten, ist eigentlich ein guter Gedanke. Doch Berlin setzt an der falschen Stelle an und modernisiert ein Stück kulturelles Erbe der Hauptstadt. Ein Gastbeitrag.
Das Unternehmen Weylchem will künftig in Frankfurt-Griesheim mit Braunkohlestaub Dampf erzeugen. Geschäftsführer Rafael Reiser versteht die Aufregung darum nicht, im Interview verteidigt er das Vorhaben.
Seit Wochen kämpft Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erfolglos mit der Kohlelobby: Zugeständnisse einerseits, Klimaziele andererseits. Nun schaltet sich Kanzlerin Angela Merkel ein. Kann sie diesen schwierigen Konflikt lösen?
Über Jahrzehnte stand die SPD an der Seite der Kumpel im Braunkohlerevier. Nun protestieren die Bergbauer gegen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel - mit Unterstützung der CDU.
Nach Protesten aus Union, Gewerkschaften und Teilen der SPD will Wirtschaftsminister Gabriel seine Pläne für eine Klimaabgabe auf alte Braunkohlekraftwerke noch einmal überarbeiten. Deren Höhe soll sich nach dem Strompreis rechnen.
In Griesheim hat sich eine Initiative formiert, um die geplante Braunkohlestaub-Anlage zu verhindern. Sie fürchtet, dass das Werk gesundheitsschädliche Abgase in die Luft pustet.
Die Weyl-Chem will im Industriepark Frankfurt-Griesheim ein Kraftwerk bauen. Das soll mit Braunkohlestaub befeuert werden, kommt aber ohne Schadstofffilter aus. Anwohner zeigen sich dennoch besorgt - Weyl-Chem geht nun auf sie zu.
Die Erde ist aufgerissen. Riesige Kraftwerke, wohin das Auge sieht – doch in der selbsternannten „Bundeshauptstadt der Energie“ Grevenbroich regt sich kaum Protest.
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall stellt schon länger Geschäftsteile zum Verkauf. Nun geht es mit der ostdeutschen Braunkohle auch ums Kerngeschäft. Auch wegen Schwedens neuer Regierung.
Das Land Brandenburg steht treu zur Braunkohleverstromung - auch weil sie viele Arbeitsplätze schafft. Die Linkspartei hat damit nicht nur im Wahlkampf ihre Probleme. In Widersprüche verstrickt sie sich auch auf Bundesebene.
Der Braunkohletagebau in Garzweiler II soll um gut ein Viertel verkleinert werden. Die Grünen bezeichnen die Entscheidung der Düsseldorfer Landesregierung als Zäsur - dabei ist sie vor allem ein schlechtes Tauschgeschäft.
Jahrzehntelang war es Streitthema in Nordrhein-Westfalen. Jetzt haben sich SPD und Grüne geeinigt: Für den Braunkohletagebau Garzweiler II sollen weniger Dörfer abgebaggert werden als bislang geplant - und er soll schon 2035 auslaufen.
Keine neuen Steuern: Das gelte auch für den Klimaschutz, stellte die Ministerin klar. Deutsche Braunkohle wird derweil verstromt wie selten zuvor.
Deutschlands Energieversorger produzieren so viel Braunkohlestrom wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Der rentiert sich einfach für die Unternehmen - und sticht Steinkohle, Gas und sogar Atomkraft aus.
Die Energiewende ist bisher auch eine Kohlewende: Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland soviel Braunkohle-Strom produziert wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Das Bundesverfassungsgericht hat den nordrhein-westfälischen Braunkohletagebau Garzweiler II gebilligt – manch einer in der Landesregierung atmet auf. Doch aus Brüssel droht weiteres Ungemach.
Das Bundesverfassungsgericht stärkt in seinem Urteil zum Braunkohletagebau Garzweiler II aber gleichzeitig den Rechtsschutz von Bürgern, die von Enteignung und Umsiedlung bedroht sind.
Angela Merkel wird aller Wahrscheinlichkeit nach zur Bundeskanzlerin gewählt, das Bundesverfassungsgericht will sein Urteil zum „Braunkohletagebau Garzweiler“ verkünden und aus Mannheim kommen die Konjunkturerwartungen des ZEW für Dezember.
Braunkohle ist noch immer ein wichtiger Energieträger. Doch im rheinischen Revier müssen ihr viele Dörfer weichen. Ein Bürger klagt auf sein Recht auf Heimat. Am Dienstag will Karlsruhe sein Garzweiler-Urteil verkünden.
Der „Immerather Dom“ soll dem Braunkohletagebau weichen. Auch Engel und Heilige suchen eine neue Heimat. Versteigert wird aber nichts – auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält.