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Umweltschutzorganisation : Greenpeace darf nicht für Vattenfalls Braunkohle bieten

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Braunkohlekraftwerk von Vattenfall bei Gießen Bild: dpa

Die amerikanische Citibank wirft der Umweltschutzorganisation mangelnde Ernsthaftigkeit vor und schließt sie aus dem Bieterverfahren aus. Greenpeace wehrt sich.

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          Der unerwartete Kaufinteressent für die deutsche Braunkohlesparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall ist aus dem Rennen geflogen. Die amerikanische Bank Citigroup, die von Vattenfall mit dem Verkauf des Braunkohlegeschäfts beauftragt wurde, hatte Greenpeace Schweden am Freitagabend schriftlich über die Entscheidung informiert. Das erklärte Greenpeace am Montag in Hamburg. Begründet habe die Citigroup dies damit, dass Greenpeace „nicht beabsichtigt, als Bieter aufzutreten“. Die Umweltschutzorganisation kritisierte diese Entscheidung scharf und sandte einen Brief an den für Vattenfall zuständigen schwedischen Wirtschaftsminister.

          Vattenfall hatte am 22. September den Verkauf seines deutschen Braunkohlegeschäfts gestartet. Der Energiekonzern ist zu hundert Prozent im Staatsbesitz und soll nach dem Regierungswechsel in Schweden vor rund einem Jahr neu ausgerichtet werden. Sozialdemokraten und Grüne bilden eine Minderheitsregierung.

          Greenpeace: Umweltaspekte müssen im Bieterverfahren berücksichtigt werden

          Greenpeace Schweden teilte Anfang Oktober mit, das Braunkohlegeschäft von Vattenfall in Deutschland übernehmen zu wollen. Dazu gehören die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg, Boxberg und Block R der Anlage Lippendorf in Sachsen sowie die dazugehörigen Braunkohl-Tagebaubetriebe in der Lausitz.

          Der Plan war, den Firmenzweig in ein Ökounternehmen umzuwandeln. Er sollte nach dem Kauf in eine gemeinnützige Stiftung überführt werden, deren Zweck der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2030 und der Umbau des Konzerns zu einem Erneuerbare-Energien-Unternehmen sein sollte. Zahlen wollte Greenpeace allerdings nichts: Die Organisation bezifferte den „wahren Wert“ der Vattenfall-Sparte wegen der Folgekosten des Kohleabbaus auf mehr als minus zwei Milliarden Euro.

          Aus den Unterlagen der Citigroup gehe hervor, dass Vattenfall den Verkauf ausschließlich an der Wertmaximierung orientiere, erklärte Greenpeace Schweden am Montag. Diese Orientierung stehe im Widerspruch zur Entscheidung der schwedischen Regierung dafür zu sorgen, dass keine weiteren Braunkohletagebaue geöffnet werden sollen. Greenpeace forderte Wirtschaftsminister Mikael Damberg auf, durchzusetzen, dass Umweltaspekte im Bieterverfahren berücksichtigt werden. Vattenfall Deutschland wollte am Montag keine Stellung zu der Entscheidung der Citigroup nehmen.

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