Der Midas-Effekt
Als Stalin seinen titanischen Industrialisierungsplan in Angriff nahm, waren die Staatskassen leer. Deswegen entstanden staatliche Valutaläden, die der Bevölkerung die „goldene Sahneschicht“ ihrer Ersparnisse abnahmen.
Als Stalin seinen titanischen Industrialisierungsplan in Angriff nahm, waren die Staatskassen leer. Deswegen entstanden staatliche Valutaläden, die der Bevölkerung die „goldene Sahneschicht“ ihrer Ersparnisse abnahmen.
Der Fall der Mauer war letztlich keine Überraschung. Der Druck wurde immer größer, die Menschen kämpften auf der Straße für ihre Freiheit. Und nicht zu vergessen: Manche haben immer an die Einheit geglaubt.
Die oppositionelle Labour Party will die Steuern für Wohlhabende und Unternehmen erhöhen. Der Premierminister warnt vor den Folgen – und wirft der Partei vor, bereitwillig die Grundlage des britischen Wohlstands zu zerstören.
Ist Freiheit eine körperliche Erfahrung? Und was geschah im Oktober vor dreißig Jahren in der DDR? Eine Fragestunde mit Durs Grünbein.
Moscheen, Medresen, Mausoleen: Das märchenschöne Usbekistan öffnet sich dem Tourismus, springt mit seiner Geschichte aber nicht gerade sanft um.
Ich dachte immer, die Ostdeutschen sind Exoten. Es war ein Irrtum. Wirklich exotisch sind die Wessis.
Auch ohne die Anwesenheit des Regisseurs sorgt Roman Polanskis neuer Film „J’Accuse“ in Venedig für Aufsehen. Polanski selbst äußert sich in einem Video – und macht unter anderem der Presse Vorwürfe.
Zwei Diktatoren verständigen sich über ihr nächstes Opfer: Claudia Weber erzählt die Geschichte des Hitler-Stalin-Pakts, der heute vor achtzig Jahren geschlossen wurde. Manche von Webers Schlüssen sind zweifelhaft.
Was ist da los? Ganz Paris wartet auf DAU, das Großkunstwerk von Ilya Khrzhanovsky. Gestern wurde die Weltpremiere des Spektakels erst einmal abgeblasen. Zugleich wird Protest laut.
Aus der Perspektive eines echten Linken sind Konservative, Reaktionäre, Traditionalisten, Rechtspopulisten und Faschisten hochproblematische Figuren. Doch Corey Robin wirft in seinem Buch „Der reaktionäre Geist“ jede Unterscheidung über Bord.
Der Verfassungsschutz prüft jetzt die AfD auf ihre verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Das ändert leider nichts an der Hilflosigkeit im Umgang mit dieser Partei, wie bei Sandra Maischberger deutlich wurde.
Der britische Historiker Mark Galeotti über die Wurzeln krimineller Strukturen in Russland, über Diebe im Zarenreich, Kollaborateure aus dem GULag und Profiteure der Krim-Krise.
Der frühere F.A.Z.-Herausgeber Johann Georg Reißmüller ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren in Frankfurt am Main. Sein journalistisches Lebensthema war das Schicksal Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
Vor 25 Jahren rollten im Herbst Panzer durch Moskau. Wie spiegelt sich diese Zeit in der Literatur wider? Und was wurde aus dem Homo sovieticus?
Beatrix von Storch will liberale Muslime für die AfD gewinnen. Anhängern des rechten Flügels in der Partei ist das ein Dorn im Auge. Ein früheres AfD-Mitglied hält die Strategie hingegen für erfolgversprechend – und für gefährlich.
Zwangsgemeinschaft der Hochbegabten: Lewan Berdsenischwili schreibt mit seinen GULag-Erinnerungen „Heiliges Dunkel“ eine erstaunliche Gefängniskomödie.
Der König der schwäbischen Küchenkultur: Vincent Klink hütet in der „Wielandshöhe“ in Stuttgart das kulinarische Erbe seiner Heimat und verbessert nebenbei die Welt.
Mit dem geheimen Sender „Moldau“ versuchte das DDR-Regime, die politischen Reformbewegungen im Nachbarland zu stoppen. Er zählte zu den am besten gehüteten Geheimnissen.
Europas Linke begeht einen Fehler, wenn sie dem Führer der Labour Party folgen möchte. Ein Gastbeitrag.
Im Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades wird die Partnerschaft mit Amerika neu begründet. Das Irrationale darf nicht siegen. Eine Rede des Bundespräsidenten.
In Anca Miruna Lazarescus Spielfilmdebüt „Die Reise mit Vater“ kollidieren altlinke Phantastereien mit der Sehnsucht der Opfer des Sozialismus nach Freiheit und einem besseren Leben.
Zwischen Kriegsberichterstattung und Reportage: In der Redaktion der F.A.Z. fanden die Ereignisse des Jahres 1968 ein ebenso lebhaftes wie geteiltes Echo. Auch intern wurde die Machtfrage gestellt. Ein Gastbeitrag.
„Hart aber Fair“ will die 68er erklären und lädt Rainer Langhans ein. Die Ansichten des APO-Veterans sind teilweise peinlich – aber hilfreich, um die 68er besser zu verstehen.
Unter Wladimir Putin wird russische Geschichte nur selektiv erzählt. Das bedeutet schwierige Zeiten für Menschen- und Bürgerrechtler.
Eine Ausstellung in Hohenschönhausen beleuchtet den Stalin-Kult in Deutschland. Fotografien und Filme veranschaulichen das Wirken des Politikers, der das Land nicht weniger als dreißig Jahre lang beschäftigte.
Wo „Europa zerstören“ inszeniert wird: Vor den Präsidentenwahlen in Russland sprechen die Schriftsteller Viktor Jerofejew und Peter Schneider über deutsche Putin-Freunde, die Gegenkandidaten und darüber, warum alle nur dem Regime nützen.
Er gilt als einer der schlimmsten Diktatoren der Weltgeschichte. Doch in der frühen DDR wurde er verehrt. Eine Ausstellung in Berlin beleuchtet den bizarren Stalin-Kult.
Heute entscheidet, ob sie sich auf Sondierungsgespräche einlässt. Pünktlich dazu poltert die CSU gegen eines der Kernanliegen der Sozialdemokraten – und flirtet mit einem ehemaligen Lieblingsfeind.
Hunderte Menschen gedenken in Russlands Hauptstadt Menschen, die in der Sowjetzeit ermordet worden - und fordern die Freilassung eines Inhaftierten.
Jean Touitou ist Gründer der Pariser Modemarke A.P.C. Im Interview spricht er über seine trotzkistische Vergangenheit, emanzipatorische Kleidung und politische Rückschritte in der Mode.
Einige Grüne kritisieren das Verbot der Internetseite linksunten.indymedia, die seit Jahren Gewalt verherrlicht. Spitzenkandidat Özdemir distanziert sich nun von seiner eigenen Parteijugend – ganz vorsichtig.
Die Alten machen die Jungen fertig: Hohe Lebenserwartung, Vermögen, Egoismus und abgebrühter Zynismus sind die Waffen, vor denen sich nachfolgende Generationen besser in Acht nehmen sollten.
Bis zuletzt verteidigte er die Politik seines Großvaters, wenn es sein musste auch vor Gericht. Nun ist der Enkel von Stalin gestorben.
Wer die DDR liebte, wird die Google-Aktion „Nichtegal“ mögen: Mit Hilfe der Familienministerin will der Konzern Minderjährigen an deutschen Schulen erklären, was Meinungsfreiheit noch sein darf.
Die Worte des republikanischen Präsidentschaftskandidaten sind Musik in den Ohren der Progressiven, denen die „amerikanische Einzigartigkeit“ zuwider ist. Ein Gastbeitrag.
Das war zu subversiv für die Sowjetunion: Ilja Ehrenburgs satirischer Roman „Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz“ wird endlich wieder aufgelegt.