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FAZ Plus Artikel Stalin ist wieder da : Wie die Deutschen den roten Gott verehrten

Kalter Blick: In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wird die Stalin-Ausstellung vorbereitet. Bild: Andreas Pein

Er gilt als einer der schlimmsten Diktatoren der Weltgeschichte. Doch in der frühen DDR wurde er verehrt. Eine Ausstellung in Berlin beleuchtet den bizarren Stalin-Kult.

          Stalin ist wieder da. Er ist viereinhalb Meter hoch und mehr als zwei Tonnen schwer. Einst stand er in Berlin auf der Allee, die seinen Namen trug. Nun ist er zurückgekehrt. Aus der Mongolei. Es ist freilich nicht der Berliner Stalin, sondern sein Zwillingsbruder. Die Mitarbeiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, wo sich einst das berüchtigte Stasi-Gefängnis befand, haben das Double der Statue in Ulan Bator entdeckt. Dort hatte sie bis 1990 auf einem zentralen Platz gestanden. Später war sie in einer Diskothek gelandet, bis sie ihre Heimat auf dem Werksgelände eines reichen Unternehmers in der mongolischen Hauptstadt fand. Weil der Mann bereit war, seinen Bronze-Diktator nach Berlin auszuleihen, wird der Koloss am Dienstag mit einem Schwerlaster auf den Hof des Geländes gebracht, auf dem in der Frühzeit der DDR viele politische Gegner Stalins in Gefängniszellen litten.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Die Statue ist der Blickfang für eine Ausstellung, die sich mit dem Personenkult um Stalin in der DDR beschäftigt. Denn der „Rote Gott“, so der Titel, wurde auch unter dem SED-Regime abgöttisch verehrt. Die ersten großformatigen Stalin-Plakate tauchten gleich zu Kriegsende etwa am Brandenburger Tor auf. Sie waren zunächst gedacht für die Rotarmisten, in deren Heimat der Stalin-Kult schon 15Jahre zuvor installiert worden war. Doch schon 1945 wurden der Osten Berlins und zunehmend andere Städte der sowjetischen besetzten Zone mit Porträts des Generalissimus ausgestattet. Sie trugen auf deutsch Zitate aus seinem Mund, von denen eines besonders berühmt wurde: „Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk und der deutsche Staat bleibt.“ Dem deutschen Volk blieb freilich auch nichts anderes übrig. Nach und nach musste es sich im Osten des Landes damit abfinden, dass es nun einem anderen „größten Feldherrn“ zu huldigen galt, dem „weisen Führer und Lehrer“ Josef Stalin.

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