Buch „Der reaktionäre Geist“ : Musterbeispiel für Diskursverweigerung

Aus der Perspektive eines echten Linken sind Konservative, Reaktionäre, Traditionalisten, Rechtspopulisten und Faschisten hochproblematische Figuren. Doch Corey Robin wirft in seinem Buch „Der reaktionäre Geist“ jede Unterscheidung über Bord.
Es gibt Bücher, die sind schlecht, regen aber immerhin zum Nachdenken an, und es gibt Bücher, die einfach nur schlecht sind. Das vorliegende Werk zählt zur letzteren Kategorie. Wenn es in irgendeiner Weise für die intellektuelle Situation der amerikanischen Linken kennzeichnend sein sollte, dann befindet sich diese in einem geistigen Sinkflug, der sich mehr an den Twitterorgien des regierenden Präsidenten als an den theoretischen und methodischen Diskussionen der progressiv-kritischen Traditionen des Landes orientiert. Corey Robins Buch ist ärgerlich, weil es gar zu simpel, gar zu uninformiert und gar zu wenig reflexiv angelegt ist.





