Das Ende von Rot-Grün : Schröders Neuwahl-Coup

Am Nachmittag des 22. Mai 2005 war die SPD-Niederlage in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen sicher. Noch am Abend verkündete Kanzler Schröder seine Neuwahlpläne. Es war das Ende von Rot-Grün - eine szenische Rekonstruktion.
Sonntag, 22. Mai 2005, gegen 18.15 Uhr. Ein Aufzug im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Zentrale. Franz Müntefering gemeinsam mit Klaus-Uwe Benneter, dem Generalsekretär, und Manfred Stolpe, dem Bundesverkehrsminister. Ein Wissender mit zwei Ahnungslosen. Der Parteivorsitzende bittet um Entschuldigung. „Wundert euch bitte nicht.“ Und: „Gleich werde ich Neuwahlen verkünden.“ Benneter wunderte sich schon lange nicht mehr. Regelmäßig war er von Müntefering übergangen worden. Doch Benneter war ein Freund Gerhard Schröders. Der sollte sich später entschuldigen.
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