Große Koalition
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Eine Partei erreicht nach demokratischen Wahlen selten die absolute Mehrheit. Zur Regierungsbildung schließen sich daher mindestens zwei Parteien zu einer Koalition zusammen. Bei unklaren Mehrheitsverhältnissen bilden die beiden stärksten Fraktionen im Parlament eine „Große Koalition“. Diese Regierungskonstellation besitzt eine breite Mehrheit für Beschlüsse. Allerdings kontrolliert lediglich eine kleine Opposition die Regierungsarbeit. Daher gelten große Koalitionen als Notlösung.

CDU/CSU und SPD dominieren gemeinsam die Opposition
In der Bundesrepublik Deutschland bestanden große Koalitionen bislang aus der CDU/CSU-Fraktion und der SPD. Das erste derartige Bündnis regierte nach der Bundestagswahl 1966 unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU). CDU/CSU und SPD hatten zusammen 450 Sitze im Bundestag. Die Opposition stellte die FDP mit 49 Abgeordneten. Angela Merkel (CDU) war nach den Bundestagswahlen 2005 und 2013 Bundeskanzlerin großer Koalitionen. 2005 hatte die Opposition aus FDP, Linke und Bündnis 90/Die Grünen rund 27 Prozent der Bundestagsmandate. 2013 bildeten Linke und Bündnis 90/Die Grünen mit knapp 20 Prozent der Sitze die Opposition.

Bundestagswahl 2017: 399 Sitze für die beiden stärksten Fraktionen
Nach der Bundestagswahl 2017 legte sich die SPD mit 20,5 Prozent der Stimmen zunächst auf die Rolle des Oppositionsführers fest. Gescheiterte Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU (33 Prozent), FDP (10,7 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen (8,9 Prozent) brachten die Große Koalition wieder ins Spiel. Die beiden stärksten Fraktionen im Parlament haben zusammen 399 von 709 Sitzen.

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Quelle: Reuters
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