Die schwere Zeit nach Nigel Farage
Nach dem erfolgreichen Brexit-Referendum ist die britische Anti-EU-Partei Ukip in der Krise. Seit Nigel Farages Rücktritt verliert sie sich in Richtungs- und Nachfolgedebatten. Kommt Farage zurück?
Nach dem erfolgreichen Brexit-Referendum ist die britische Anti-EU-Partei Ukip in der Krise. Seit Nigel Farages Rücktritt verliert sie sich in Richtungs- und Nachfolgedebatten. Kommt Farage zurück?
Vielen Politikern wird nach dem Brexit-Votum vorgeworfen, sich aus der Verantwortung zu stehlen und das sinkende Schiff zu verlassen. Aber ist es so einfach? Ein Kommentar.
Den Menschen in Großbritannien sei es egal, ob es ihnen nach einem Brexit wirtschaftlich besser gehe. Sie wollen vor allem die Unabhängigkeit ihres Landes, ist der Ukip-Chef überzeugt.
Mit Nigel Farage zieht sich nun der zweite Anführer der „Brexiteers“ zurück. Das stürzt auch die drittstärkste Partei Britanniens in Turbulenzen. Derweil greift Boris Johnson aus dem Hintergrund in den Machtkampf der Tories ein.
Der Rücktritt von Ukip-Chef Farage stößt auf harsche Kritik: Grünen-Chef Özdemir ist sauer, SPD-Politiker sehen darin eine Flucht vor der Verantwortung. Applaus bekommt er nur von einer Richtung.
Dass sich nach Boris Johnson auch Ukip-Chef Nigel Farage aus der Verantwortung stiehlt, belegt endgültig, wie egal manchem britischen Politiker das eigene Volk ist.
Der Brexit-Befürworter und Chef der eurokritischen Ukip, Nigel Farage, hat angekündigt, vom Parteivorsitz zurückzutreten. Sein erster Rücktritt wäre das allerdings nicht.
Ein „Handelsblatt“-Korrespondent verkleidet sich als Brexit-Anhänger und ist erbost, dass Agenturen Fotos von ihm machen. Wundern sollte uns aber seine Narretei. Was soll der Quatsch?
Die britische Regierung hat keine andere Wahl als das Brexit-Votum jetzt umzusetzen, glaubt Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des EU-Parlaments. Die Brexit-Wortführer kritisiert er im FAZ.NET-Gespräch scharf – eine schottische EU-Mitgliedschaft hält er für durchaus realistisch.
In Großbritannien wird den EU-Migranten die Schuld gegeben an Missständen, für die sie nicht verantwortlich sind. Das Tragische ist: Der Brexit droht alles noch schlimmer zu machen.
Nach dem Brexit-Entscheid hat Europa keine Wahl: Mittelfristig müssen sich der Binnenmarkt und das Währungsgebiet einander angleichen. Für die Länder an der europäischen Peripherie bedeutet das: Sie müssen prüfen, ob sie dort wirklich bleiben wollen.
David Cameron will den Austrittsprozess nach der Brexit-Entscheidung seinem Nachfolger überlassen. Ein cleverer Schachzug, mit dem die Briten Zeit gewinnen – und am Ende vielleicht doch in der EU bleiben. Ein Gastbeitrag.
Europas Rechtspopulisten feiern den Ausgang des Referendums. In Paris hofft Marine Le Pen auf Rückenwind für die Wahl. Die österreichische FPÖ fordert eine Entmachtung der EU-Institutionen.
So aufregend ist Fernsehen selten: Die BBC überträgt die Wahlnacht und zeigt, wie die Welt in Unordnung gerät. Zuerst sind die Brexit-Befürworter kleinlaut, dann drehen sie mächtig auf.
Ein zentrales Versprechen der Brexit-Befürworter im Wahlkampf war die Ankündigung, Millionen in das staatliche Gesundheitssystem umzuleiten. Ukip-Chef nennt das nun „einen Fehler“.
Der scheidende britische Premierminister sieht keine Notwendigkeit für einen genauen Austritts-Zeitplan. Wie geht es nach dem Referendum und seinem Rücktritt weiter in Großbritannien?
Nach dem Brexit-Referendum könnte das pro-europäische Schottland ein neues Referendum über seinen Verbleib in Großbritannien einleiten. Und auch in Nordirland wollen sich manche mit dem Ergebnis nicht abfinden.
Es geht nicht nur um die EU. Hinter der Brexit-Entscheidung steht ein drängendes Problem, das auch viele andere Länder betrifft.
Das Ergebnis der Volksabstimmung ist eine Niederlage für Großbritanniens Premierminister David Cameron. Was kommt danach?
Der Deutsche Markus Dächsel ist Historiker an der Universität in London. Seit 23 Jahren lebt er in Großbritannien. Dass die Briten aus der EU aussteigen könnten, macht ihm aus mehrerlei Gründen Angst.
Der lange und erbittert geführte Kampf um den Verbleib Britanniens in der EU ist zu Ende. Zum Abschluss zeigte das Königreich die Brillanz seiner Debattenkultur.
Eine EU-Mitgliedschaft Großbritanniens ist kein Widerspruch zu seiner Souveränität: Es gibt ein Verlangen nach Aufteilung der staatlichen Gewalt.
Kommt er oder kommt er nicht, der Brexit? Die Populisten erzeugen schrille Töne, während Europas Eliten mit Verdruckstheit und überschwänglichem Pathos für einen Verbleib werben.
Was sollen die Briten tun? Zeitungen im Vereinigten Königreich wissen es genau: Die einen wollen unbedingt raus aus der EU, die anderen bleiben. Die Presse ist gespalten wie das Land.
Was geschieht, wenn die Briten sich für einen Austritt aus der Europäischen Union entscheiden? Der britische Politikwissenschaftler Ben Worthy hat darauf eine überraschende Antwort.
Die Briten ticken anders als das kontinentale Europa. Das nutzt beiden Seiten. Ein Brexit hieße: Zurück zur Provinzialität – und eine Schwächung aller Beteiligten. Eine Analyse.
Wir Briten sind keine Freunde von politischen Ideen, und als alte Krämernation betrachten wir die EU ohnehin nur unter pekuniären Aspekten – eine krasse Fehleinschätzung. Ein Gastbeitrag.
Nicht erst seit dem Mord an Jo Cox ist klar: Großbritannien hat sich dramatisch verändert. Unser Korrespondent Marcus Theurer ist von London nach Edinburgh gefahren und hat mit den Leuten gesprochen. Dies ist seine Bilanz.
Der populistische Spuk hat in Großbritannien seinen Schrecken verloren. Die Conservative Party hat Antworten auf den Angriff der Anti-Establishment-Kräfte gefunden - das Referendum ist nur eine davon.
Spanier, Polen, Portugiesen: Viele Menschen aus Süd- und Osteuropa bescherten Großbritannien zuletzt eine regelrechte Einwanderungswelle. Das Thema wird zum Wahlkampfschlager der Brexit-Befürworter.
In einer Fernsehdebatte trifft Großbritanniens Premierminister Cameron auf EU-Gegner Farage. Die Fronten sind verhärtet. Cameron warnt vor Bedeutungsverlust, Farage appelliert an den Nationalstolz.
Das britische Referendum kommt ins Kino: Mit „Brexit: The Movie“ wollen die EU-Ablehner die Wähler für den Austritt gewinnen. Ausgewogenheit ist unerwünscht.
Der Labour-Politiker Sadiq Khan ist der erste muslimische Bürgermeister Londons. Der Sohn pakistanischer Einwanderer gewann deutlich. Ein Gegenkandidat demonstrierte seine Abneigung.
Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien kann die EU-kritische Ukip-Partei in Wales erstmals Sitze im Regionalparlament gewinnen. In Schottland bleibt die Unabhängigkeitspartei SNP stärkste Kraft – die Einbußen für Labour fallen bei den Wahlen milder aus als erwartet.
Auf dem AfD-Parteitag wird um die Zukunft der Partei gerungen. Der nach rechts hin offene Saar-Landesverband wird kein Teil mehr davon sein. Einige proben schon den Schulterschluss mit dem Front National.
Die AfD nähert sich anderen europäischen Rechtspopulisten an. Vor einiger Zeit distanzierte sich die Partei noch eher von FPÖ und Front National. Was steckt dahinter?