Die Speerspitzen des amerikanischen Kulturkampfes
Viele rechtsextreme Milizen wähnten sich bisher im Kampf gegen den Staat. Nun rüsten sie sich gegen die Antifa – an der Seite Trumps.
Viele rechtsextreme Milizen wähnten sich bisher im Kampf gegen den Staat. Nun rüsten sie sich gegen die Antifa – an der Seite Trumps.
Amerikanische Sportmedien halten sich traditionell zurück, was Politik angeht. Die jüngsten antirassistischen Streiks und Spielausfälle in den Profiligen aber könnten das ändern – weil sie populär sind.
Die „Lost Colony“ ist Teil der amerikanischen Ursprungslegende. Jetzt haben Archäologen neue Erkenntnisse über den Verbleib der 118 Engländer, die im 16. Jahrhundert eine Insel in North Carolina besiedeln wollten und verschwanden.
Schwarze waren in den Hochglanzmagazinen lange unterrepräsentiert. Umso prominenter zeigen diese nun, dass „Black Lives Matter“ auch bei ihnen gilt. Ist das nur schöner Schein?
Bei den Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staate bröckeln alte Sicherheiten. Auch das scheinbar allmächtige System der weißen Dominanz. Ein Gastbeitrag.
Für viele Amerikaner bedeutet der falsche Polizist Lebensgefahr: In den Vereinigten Staaten gewinnt die Bewegung gegen die strukturelle weiße Vorherrschaft immer mehr Unterstützer.
In Washington wurden schon Black Hawks eingesetzt, um Randalierer im Tiefflug einzuschüchtern. Können anderswo die Gouverneure einen Armeeeinsatz verhindern? Und warum nennt Trump die Antifa eine Terrororganisation? Die wichtigsten Antworten.
Die Galerien in der Hauptstadt öffnen wieder. Aber die Zeitgenossen-Szene ist beunruhigt über die Kulturpolitik des Senats.
Warum tut sich Frankreich gegen Corona schwer? Für Chinas Botschafter in Paris ist die Antwort klar: Weil im Westen Egoismus und Individualismus regierten. Auch auf schwedischem Boden tobt die „Schlacht der Narrative“.
Gegen die Vorherrschaft der Farbe Weiß in Kunst und Kultur: Das Frankfurter Liebieghaus setzt seine Untersuchung der bunten Götterwelt der Griechen, Römer und Ägypter fort.
Großbritannien wählt. Wie geht es den Iren? Ein Gespräch mit der irischen Musikerin Wallis Bird – über Protestsongs, starke Symbole und die Verpflichtung zum Widerstand.
Mit einem aufsehenerregenden Experiment hinterfragte die Dichterin Claudia Rankine die Privilegien weißer Männer. In Berlin erklärt sie nun, was es mit dem Weißsein auf sich hat.
Jill Lepore und ihr wegweisendes Buch „Diese Wahrheiten“ zeigen: Die Vereinigten Staaten sind auf Menschenrechte gegründet. Aber auch auf den Verstoß dagegen. Das muss man wissen, wenn man Amerikas Gegenwart verstehen will.
Renaissance des Nylons: Mit ungewöhnlichen Materialien widersetzte sich die schwarze Künstlerin Senga Nengudi der White Supremacy. Das Münchner Lenbachhaus holt die Avantgardistin wieder in den Fokus.
Googles Quantenchip „Sycamore“ kann eine Aufgabe schneller lösen als eine Halle voller Hochleistungsrechner. Mit ihm kündigt sich ein neues, wenn auch vielleicht noch fernes Zeitalter der Datenverarbeitung an.
Politiker und Medien in Israel kommentieren den Anschlag auf die Synagoge in Halle. Vom „Mythos“ eines besseren Deutschlands ist die Rede. Juden seien „wieder einmal leichte Beute geworden“.
Von der „arischen Göttin“ zur LGBTIQ-Aktivistin: Auf ihrem neuen Album „Lover“ wird Taylor Swift politisch. Dabei wollte sie sich doch eigentlich nur noch auf positive Dinge konzentrieren.
Seit dem Frühjahr sitzt die rechtsradikale Ekre-Partei in der estnischen Regierung und provoziert ständig aufs Neue. Ihre Feindbilder: Migranten, die Europäische Union und die Nato.
Beim schwarzen Kino und Kino mit Schwarzen geht es nicht nur um Rassismus: Die Retrospektive „Black Light“ beim Filmfestival in Locarno weitet und verändert den Blick auf die Geschichte.
Nach dem Amoklauf von El Paso lässt es sich nicht mehr kleinreden: Von rechtsradikalem Terror geht die größte Gefahr in den Vereinigten Staaten aus. Wie hält man ihn auf? Und wie hält der Präsident es mit „White Supremacism“?
Eine Reihe von Internetseiten boten den rechten Attentätern von El Paso, Christchurch und Pittsburgh ein Forum. Ihre Propaganda ist jedoch auch in Amerika älter als das Internet.
Bis auf wenige Ausnahmen beziehen Amerikas Republikaner kaum Stellung zu möglichen Konsequenzen aus den Massakern in Texas und Ohio. Von der Rede des Präsidenten ist sowieso kaum jemand im Land beeindruckt.
Facebook beschließt, Gruppen und Personen zu verbannen, die weißem Nationalismus und Überlegenheitsdenken huldigen. Offenbar hat man diese endlich als eine Quelle des Hasses identifiziert.
Bei den Regionalwahlen in den Niederlanden wurde eine neue rechtspopulistische Gruppierung stärkste Kraft. Das hat viel mit ihrem Spitzenkandidaten zu tun – einem charismatischen Medienliebling, der den „Nexit“ anstrebt.
Kurz vor seinem Attentat in Christchurch hatte Brenton Tarrant seinen Plan im Netz angekündigt – und bekam begeisterten Zuspruch. Der islamfeindliche Terrorist in Neuseeland wurde durch die Trollkultur im Internet beeinflusst.
Die Demokratische Partei in Amerika zerbröselt – sie droht, ein Magnet für extreme Positionen zu werden. Sie fragen sich, was dann aus der Partei wird? Ein Blick auf die britische Labour-Partei mit Anführer Jeremy Corbyn weist den Weg. Ein Gastbeitrag.
Auf den ersten Blick könnte der Rechtspopulismus als Manifestation des altbekannten Autoritarismus durchgehen. Begreift man den Populismus indes als grundsätzlich misstrauende und paranoide, vor allem aber tendenziell antiautoritäre Bewegung, lassen sich viele Phänomene viel besser erklären.
In Italien verlassen die Zisterzienser ein Kloster. Der neue Pächter: Ein Freund von Steve Bannon. Dieser möchte in dem Kloster „den Salvini von morgen“ heranziehen – doch nicht ohne Widerstand der umliegenden Bevölkerung.
Die „Alt-Right“-Bewegung ist in Amerika derzeit aus der Öffentlichkeit verschwunden. Das könnte jedoch beabsichtigt sein – und entschärft die gefährlichen Ideen der Rechten keineswegs.
Nach dem Attentat von Pittsburgh soll ein bei Rechtsradikalen beliebtes Internetportal offline gehen. Die Betreiber wollen das nicht akzeptieren – und drohen zwischen den Zeilen mit Gewalt. Deutlicher werden die Nutzer.
Auf Instagram positioniert sich Taylor Swift klar gegen eine republikanische Senatskandidatin. Bislang hatte die Sängerin über ihre politische Einstellung geschwiegen – und sich so auch von Rechten vereinnahmen lassen.
Im Interview erklärt die Grünen-Politikerin Renate Künast, warum sie Horst Seehofer nicht mehr ernst nehmen kann, und Deutschland gerade an einer Wegscheide steht – zwischen Rechtsradikalismus und demokratischen Prinzipien.
Barack Obama ist Geschichte. Der Nachfolger weckt Sehnsüchte. Aber nicht alles war früher besser.
Auf den ersten Blick sind die Rechtsradikalen in Amerika ein Jahr nach der Gewalt in Charlottesville geschwächt. Doch unter Trump können sie ihre Ansichten erfolgreich in die politische Debatte einspeisen – und gewinnen bei den Republikanern an Einfluss.
Bei Veranstaltungen von Donald Trump halten Anhänger neuerdings Schilder mit dem Buchstaben „Q“ hoch. Dahinter steckt eine absurde Verschwörungstheorie – die zeigt, wie irrational der politische Diskurs in Amerika werden kann.
In einer Kolumne hat der ehemalige britische Außenminister vollverschleierte Frauen mit Briefkästen und Bankräubern verglichen. Selbst seine Parteikollegen fordern nun Konsequenzen.