Übergangszeiten sind gefährlich
Eine gespaltene Gesellschaft ist ein Risikofaktor. Eine amerikanische Politologin analysiert, unter welchen Umständen normale politische Konflikte in Gewalt umschlagen können.
Eine gespaltene Gesellschaft ist ein Risikofaktor. Eine amerikanische Politologin analysiert, unter welchen Umständen normale politische Konflikte in Gewalt umschlagen können.
Der Touristenort Alice Springs wird von einer Kriminalitätswelle heimgesucht. Dafür werden Aborigines verantwortlich gemacht. Der Bürgermeister ruft nach der Armee.
Juli Zeh hat ihren neuen Roman „Zwischen Welten“ mit einem Co-Autor geschrieben: Simon Urban. Die Gesellschaft, sagen sie, polarisiert sich mehr und mehr – und lassen kein Reizthema aus.
Der wegen Antisemitismus umstrittene Rapper deutet eine Präsidentschaftskandidatur an – und berichtet von einer empörten Reaktion Donald Trumps beim Abendessen. Dieser hat das Treffen offenbar anders in Erinnerung.
Hunter Biden ist das schwarze Schaf der Familie des US-Präsidenten. Sein Leben ist skandalträchtig. Der Film „My Son Hunter“ nutzt das aus. Man merkt, wer ihn vertreibt: das Rechtsaußen-Portal Breitbart.
Als Cornelius Johnson 1936 in Berlin eine Goldmedaille gewann, schenkten ihm die Nazis eine Eiche. Sie steht noch heute in Los Angeles und ist ein Symbolort des Triumphs über weißen Rassenhass. Ein Besuch.
Andrew Callaghan hat fast zwei Millionen Follower auf Youtube. Dort macht der 25-Jährige seit ein paar Jahren eine ganz eigene Art von Journalismus. Auch den besseren?
Es war kein Einzelereignis: Was erzählen die Anhörungen zum Angriff auf das Kapitol in Washington über das heutige Amerika?
Am Staatstheater Darmstadt macht Regisseurin Salome Dastmalchi aus Mithu Sanyals Roman „Identitti“ flottes Diskurstheater.
Beim „AmericaFest“ zelebriert die Rechte sich und ihre Feindbilder. Ihr Stargast ist Kyle Rittenhouse, der frei gesprochene Teenager, der in Kenosha zwei Männer erschoss.
Weiße Frauen sind die neuen amerikanischen Wechselwähler: In Virginia wählten sie knapp Biden und verhalfen jetzt dem Republikaner Youngkin zum Sieg. Anhänger der Demokraten sind konsterniert – und reagieren mit Beschimpfungen.
Lausche dem Wind in den Wiesen und halte dein Ohr an den Hefeteig: Beim Internet-Trend „Cottagecore“ ist die Welt nicht nur in Ordnung, man entkommt ihr Bild für Bild ein kleines bisschen.
Lehren aus der Katastrophe +++ Sichtweise der Opfer +++ Vergessenes Extremwetter +++ Dag Solstad zum Geburtstag +++ Berliner Stadtschloss
Einst war die politische Linke die wichtigste Kraft gegen religiöse Eiferer und Bewahrer einer imaginierten Vergangenheit. Heute gerieren sich Teile der Linken als Speerspitze einer kruden Identitätspolitik, die die Welt in geistige Verbotszonen einteilt. Ein Gastbeitrag.
In den USA tobt ein Streit um die Behandlung von Rassismus an Schulen. Dabei geht es um gesellschaftliche Macht und ein wissenschaftliches Konzept, das den Konservativen als neu entdecktes Feindbild dient.
Unter Präsident Trump schien sich unser Verständnis von Realität fast aufzulösen. Wir dürfen nicht glauben, dass wir auf den wahren Weg zurückgefunden haben. Ein Gastbeitrag.
In Großbritannien wird heiß darüber gestritten, ob es im Land einen systemischen Rassismus gibt. Aktivisten stellen berechtigte Fragen – schießen jedoch manchmal über das Ziel hinaus.
Wieso ist es nötig, die Wissenschaften vom Altertum zu „dekolonisieren“? Weil die Frustration über Wissenschaftspraktiken das Misstrauen der nichtweißen Bevölkerung gegenüber dem politischen System verstärkt.
Schon lange wird gerätselt, wer der Kopf von „QAnon“ ist. Nun hat sich einer der Verschwörungstheoretiker verplappert. Der entscheidende Beweis fehlt aber weiter – und die Bewegung ist längst größer als eine Person.
In den Vereinigten Staaten soll Mathematik nicht mehr rein objektiv, sondern ein Zeichen „weißer Vorherrschaft“ sein. Nichtweiße Schüler würden in Mathematik benachteiligt, da sich das Fach auf westliche Werte stütze, lautet die These.
„Wo zur Hölle sind wir, Jill?“ In seiner ersten „Town Hall“-Sendung macht Joe Biden Scherze, spricht den Bürgern Mut zu und appelliert an moralische Werte. Seinen Vorgänger kritisiert er nur indirekt – und hofft auf eine neue Corona-Lage bis Weihnachten.
Mit den Enthüllungen von Edward Snowden wurde das Netzmagazin „The Intercept“ groß. Die Mitgründer Laura Poitras und Glenn Greenwald sind von Bord. Sie machen der Redaktion schwere Vorwürfe.
Revolutionäre Justiz bei der „New York Times“: Der Wissenschaftsredakteur Donald McNeil wird entlassen, weil er rassistisch geredet haben soll. Eine böse Absicht wird ihm nicht unterstellt. Der Fall ist bizarr.
Vorerst widerstehen die Republikaner dem Druck von Rechtsaußen und stellen sich hinter Trump-Kritikerin Liz Cheney. Doch auch mit einer Anhängerin von Verschwörungsmythen gehen sie sanft um.
Joe Biden macht den christlichen Anhängern Donald Trumps ein Angebot. Doch ein großer Teil von ihnen sind Nationalisten, die das Land für die weißen Christen zurückholen wollen. Biden sehen sie da nur als Feind.
Nicht nur Donald Trump und seine Berater mobilisierten seit Monaten zum „Widerstand“ gegen das Wahlergebnis, sondern auch viele rechte Aktivisten. Dass die Gewalt eskalierte, verbuchen sie als Erfolg – und wollen wiederkommen.
„Wir sind nicht so“: Das sagte der gewählte amerikanische Präsident zu den Bildern aus Washington. Was meinte er damit, entgegen jedem Augenschein?
Im Prozess zum Halle-Attentat nutzt der Angeklagte auch die letzte Gelegenheit, sein Weltbild auszubreiten. Sein Anwalt spricht vom schwierigsten Mandat seiner Laufbahn.
Trump-Fans ist der Sender Fox News plötzlich zu links, Twitter sowieso. Wo gehen sie hin? Zu „Parler“ und „One America News“. Dort werden sie bedient.
Bei einer Kundgebung in Washington protestierten am Samstagnachmittag Tausende Anhänger gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Auch Donald Trump ließ sich blicken, hatte dann aber Besseres zu tun.
Die amerikanische Verfassung barg lange die Hoffnung, das Land sei besser, als es scheint. Das ist vorbei, erklärt die Historikerin Jill Lepore im Interview: Leute stimmten aus Verzweiflung für Trump, obwohl er nie etwas für sie getan habe.
John Aloszka und Jack Rowan kommen aus einem Wahlbezirk in Florida, der für die Wahl mitentscheidend sein könnte. Beide haben Joe Biden ihre Stimme gegeben. Beide mit Bauchschmerzen.
Schwarze Amerikaner könnten die Wahl entscheiden. „Was zum Teufel habt ihr zu verlieren?“, fragte sie Donald Trump noch vor vier Jahren. „Unser Leben“, sagt eine Aktivistin heute. Ein Ortsbesuch in Cleveland und Detroit.
In Florida und Pennsylvania stellten sich Donald Trump und Joe Biden im Fernsehen den Fragen der Wähler. Statt einer zweiten TV-Debatte waren zwei sehr unterschiedliche Wahlwerbesendungen zu sehen.
Sie verbreiten nicht nur rechte Parolen, sie schlagen auch öfter mal Gegner zusammen. Durch Donald Trumps Auftritt bei der TV-Debatte gegen Joe Biden sind die „Proud Boys“ nun in den Schlagzeilen.
Henry Louis Gates hat eine Menge zu sagen: Zu den Wurzeln des Schwarzen Amerikas und über die Präsidentschaft Donald Trumps. Dem Erforscher schwarzer Kultur, zum siebzigsten Geburtstag.