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Rechte nach Pittsburgh : „Sonst werden sie sich durch Gewalt ausdrücken“

Polizeieinsatz in Pittsburgh nach dem Massaker in der Synagoge Bild: AP

Nach dem Attentat von Pittsburgh soll ein bei Rechtsradikalen beliebtes Internetportal offline gehen. Die Betreiber wollen das nicht akzeptieren – und drohen zwischen den Zeilen mit Gewalt. Deutlicher werden die Nutzer.

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          Der populärste Beitrag auf Gab.com war am Sonntagmorgen eine Kampfansage von einem der Gründer der umstrittenen Online-Plattform: „GAB GEHT NIRGENDWOHIN“, schrieb Andrew Torba. „Wenn es sein muss, werden wir alles von Grund auf neu aufbauen.“ Vorher hatten die Betreiber der Seite, die bei Antisemiten und Mitgliedern der rassistischen Alt-Right-Bewegung beliebt ist, auf Twitter erklärt, dass ihr Provider von Montag an seine Dienste aussetzen werde: „Sie haben uns bis 9 Uhr am Montag gegeben, um eine Lösung zu finden. Gab wird deswegen wahrscheinlich wochenlang ausfallen. Wir arbeiten an Lösungen. Wir werden die Verteidigung der Redefreiheit für alle Menschen niemals aufgeben.“ Auch der Online-Bezahldienst Paypal beendete am Samstagabend laut Gab die Zusammenarbeit mit der Plattform.

          Sebastian Eder

          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Wenige Stunden vorher waren auf Twitter die ersten Screenshots von Beiträgen auf Gab.com aufgetaucht, in denen der mutmaßliche Attentäter von Pittsburgh sein Massaker in einer Synagoge angedeutet und gegen Juden gehetzt hatte. Noch kurz vor dem Attentat veröffentlichte er offenbar einen Beitrag, in dem er die jüdische Flüchtlingshilfeorganisation Hias attackierte: „Hias holt gerne Eindringlinge, die unsere Leute töten. Ich kann nicht sitzen bleiben und zusehen, wie meine Leute abgeschlachtet werden. Scheiß auf Eure Sichtweise, ich gehe rein.“ Während einer Taufzeremonie erschoss er dann elf Menschen und verletzte sechs weitere. „Alle Juden müssen sterben“, soll er vorher gerufen haben.

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