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Schlacht der Narrative : Wie China die europäischen Demokratien verhöhnt

Maskendiplomatie: Kartons mit Atemschutzmasken aus China in einem Militärdepot im ostfranzösischen Marolles Bild: EPA

Warum tut sich Frankreich gegen Corona schwer? Für Chinas Botschafter in Paris ist die Antwort klar: Weil im Westen Egoismus und Individualismus regierten. Auch auf schwedischem Boden tobt die „Schlacht der Narrative“.

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          Während französische Krankenhäuser angesichts der Flut schwerkranker Covid-19-Patienten vor dem Kollaps stehen, versendet Botschafter Lu Shaye „Betrachtungen eines chinesischen Diplomaten in Paris“. „Warum schaffen es alte Demokratien in Europa und Amerika nicht, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen?“, fragt er scheinbar besorgt, um dann sofort im „Individualismus“ und „Egoismus des Westens“ die Erklärung dafür zu präsentieren. Die asiatischen Staaten seien „besonders leistungsstark“ im Kampf gegen Covid-19, weil sie über Gemeinschaftsgeist und Bürgersinn verfügten, der den westlichen Demokratien abhandengekommen sei. Südkorea, Japan und Singapur hätten sich gut geschlagen, schreibt der Botschafter, aber wirklich herausragend sei die Leistung der Volksrepublik China, deren Regime sich bewährt habe.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          „Viele bewundern den Erfolg der chinesischen Regierungskunst sehr. Sie beneiden die Effizienz unseres politischen Systems und hassen die Unfähigkeit ihres eigenen Landes, es genauso zu schaffen“, führt er aus. So sei China „das Etikett Diktatur angeheftet“ worden, nur um sich nicht die Frage stellen zu müssen, warum ihr eigenes Land versagt habe. Im Gegensatz zum vorgeblichen „Leuchtturm der Demokratie“, den Vereinigten Staaten, sei es aber China, das achtzig Ländern bei der Krisenbewältigung helfe. Die „Betrachtungen“ versendete die chinesische Botschaft in Frankreich zehntausendfach über den Nachrichtendienst Twitter.

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