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Amerikas Ursprungslegende : Was wurde aus den ersten Siedlern?

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Bald Head, eine Insel in North Carolina, heute Bild: Picture-Alliance

Die „Lost Colony“ ist Teil der amerikanischen Ursprungslegende. Jetzt haben Archäologen neue Erkenntnisse über den Verbleib der 118 Engländer, die im 16. Jahrhundert eine Insel in North Carolina besiedeln wollten und verschwanden.

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          Wer auf die Outer Banks vor der Ostküste der Vereinigten Staaten fährt, findet kilometerlange Strände, haushohe Dünen und unberührtes Marschland. Heute ist die Inselkette ein beliebtes Ziel für Touristen, die Ruhe und Einsamkeit suchen. Den 118 Engländern, die 1587 die Insel Roanoke im heutigen North Carolina kolonisieren wollten, muss die Natur eher unwirtlich als idyllisch erschienen sein. Zwanzig Jahre bevor die Briten die Kolonie Jamestown in Virginia gründeten, sollte die Expedition der siebzehn Frauen, elf Kinder und neunzig Männer spektakulär scheitern – so schien es jedenfalls jahrhundertelang. Die Siedler galten in der amerikanischen Geschichtsschreibung als verschollen – die „Lost Colony“, die verlorene Kolonie, wurde Teil der Gründungsmythologie der Vereinigten Staaten.

          Nun meint ein Team von Archäologen, dass die einst verschwundenen Siedler sich in Wahrheit mit Ureinwohnern auf der nahe gelegenen Insel Hatteras angefreundet und in deren Gesellschaft integriert haben könnten. Zehn Jahre lang buddelten die Wissenschaftler im sandigen Untergrund – und Tausende Gegenstände von Engländern und Ureinwohnern sollen den Beweis erbracht haben, dass die „verschollenen“ Kolonisten sich schlicht assimilierten.

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