Auch Südsudan droht ein Bürgerkrieg
Der 2018 geschlossene Frieden in Südsudan steht auf der Kippe. Der Bürgerkrieg im Nachbarland Sudan destabilisiert die gesamte Region.
In Südsudan werden Vizepräsident Machar schwerste Verbrechen vorgeworfen. Präsident Kiir hat den Rivalen kaltgestellt – riskiert aber den Frieden in dem Land.
Der 2018 geschlossene Frieden in Südsudan steht auf der Kippe. Der Bürgerkrieg im Nachbarland Sudan destabilisiert die gesamte Region.
Die einstigen Bürgerkriegsgegner Salva Kiir und Riek Machar stehen heute an der Spitze Südsudans. Spannungen gab es trotzdem – jetzt eskalieren sie.
Ende des Jahres wird in Südsudan zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit gewählt. Aber der Alltag in der Hauptstadt Juba zeigt eine Zivilgesellschaft in Agonie.
Unter Vermittlung von Südsudan einigen sich die sudanesische Armee und die paramilitärische RSF abermals auf eine Feuerpause. In der Vergangenheit wurden entsprechende Übereinkünfte allerdings nicht eingehalten.
Kurz nach seinem Treffen mit Franziskus hat Präsident Salva Kiir Mayardit Dutzende Gefangene begnadete, darunter auch zum Tode verurteilte. Der Papst rief zum Eintreten für Grundrechte in Südsudan auf.
Kurz nach seinem Treffen mit Franziskus hat Präsident Salva Kiir Mayardit Dutzende Gefangene begnadete, darunter auch zum Tode verurteilte. Der Papst rief zum Eintreten für Grundrechte in Südsudan auf.
Vor zehn Jahren wurde der jüngste Staat der Welt geboren: Südsudan. Der Jubel über die Unabhängigkeit wich bald Konflikten und einem verheerenden Bürgerkrieg. Bilder aus einem der ärmsten Länder der Welt.
Die Physiotherapeutin Birgit Schönharting hilft Menschen in armen Ländern wieder auf die Beine. Für Ärzte ohne Grenzen war sie im Südsudan – und sieht ihre Heimat nun mit anderen Augen.
Die Übergangsregierung will den früheren Machthaber an den Internationalen Strafgerichtshof ausliefern. Dem 2019 gestürzten Omar al-Baschir werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Günther Gutknecht und seine Frau Roswitha haben auf Tourismus in Südsudan gesetzt. Sogar die Kriegszeit haben sie im Land verbracht. Nun träumen die beiden vom Frieden.
Nach dem jüngsten Friedensabkommen hat Südsudan sich vorgenommen, mitten im Busch eine neue Hauptstadt zu bauen. Was noch fehlt, ist Geld – und eine bessere Sicherheitslage.
In einem Bericht verurteilen die Vereinten Nationen das Verhalten ihrer Truppe. Die Soldaten seien selbst bei Vergewaltigungen nicht eingeschritten, offenbar auch aus Feigheit.
Soldaten der Vereinten Nationen sollen zugesehen haben, wie im Südsudan Hunderte Frauen vergewaltigt worden sind. Die Uno untersucht die Vorwürfe, ihr Chef ist besorgt.
Die Kämpfe der jüngsten Tage in Südsudan haben die Bundesregierung zum Handeln gewzungen. Die Bundeswehr fliegt rund 200 Menschen aus, darunter auch Deutsche. 15 Bundeswehr-Soldaten bleiben.
Der Konflikt im Südsudan eskaliert: Angesichts heftiger Kämpfe in der ganzen Stadt räumen die Vereinigten Staaten ihre Botschaft in Juba. Die Vereinten Nationen erwägen eine Entsendung weiterer Blauhelme.
Im Südsudan gehen wegen des anhaltenden Bürgerkriegs die Lebensmittel aus. Die Vereinten Nationen warnen, dass rund 250.000 Kinder vom Hungertod bedroht seien. Den internationalen Helfern fehlt mehr als eine Milliarde Euro.
Der amerikanische Außenminister Kerry ist zu einer Reise nach Südsudan, Äthiopien, Kongo und Angola aufgebrochen. In der südsudanesischen Hauptstadt Juba warnte er vor einem Völkermord: „Die Gefahr ist real.“
Nachdem Soldaten der Präsidentengarde kein Sold ausgezahlt worden war, haben diese ein Gefecht in ihrer Kaserne angezettelt, bei dem mehrere Dutzend Menschen getötet wurden.
Der Waffenstillstand in Südsudan wird nur sporadisch eingehalten. Der jüngste Staat der Welt steht nur zweieinhalb Jahre nach Erlangen der Unabhängigkeit wieder am Abgrund.
Die Regierung und die Rebellen in Südsudan haben einen Waffenstillstand unterzeichnet. Das Abkommen sieht vor, die Gefechte innerhalb von 24 Stunden einzustellen.
Der Konflikt in Südsudan wird weiter mit brutaler Härte geführt. Regierungstruppen nahmen die strategisch bedeutsame Stadt Bor ein. Die UN berichten derweil von Massenerschießungen von Zivilisten.
Sudans Präsident Baschir schaltet sich in den Konflikt im südlichen Nachbarland ein. Bei einem Besuch in Juba verhandelte er mit Südsudans Präsident Kiir über die Aufstellung gemeinsamer Armeeeinheiten, um die Ölfelder zurückzuerobern.
Während in Addis Abeba zaghafte Versuche beginnen, über einen Waffenstillstand in Südsudan zu verhandeln, dringt Washington auf eine Feuerpause. Die Gefechte aber gehen vorerst weiter.
Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, ihren konsularischen Dienst in Südsudan einzustellen. Ihre Bürger forderte Washington auf, aus Südsudan angesichts der Kämpfe auszureisen.
In Äthiopien haben die Friedensgespräche für Südsudan begonnen - direkt aber verhandeln die Kriegsparteien nicht miteinander. Die Kämpfe gehen unterdessen weiter.
Ein Bürgerkrieg in Südsudan könnte noch abgewendet werden: Regierung und Rebellen kündigten an, Delegationen zu Friedensgesprächen nach Äthiopien zu entsenden.
In Südsudan eskaliert die Gewalt; es gibt hunderte Tote. Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen Krisenstab eingerichtet, um deutsche Staatsbürger aus dem Land zu holen. Transall-Maschinen der Bundeswehr sind auf dem Weg.
Nach dem angeblichen Putschversuch in Südsudan sind nach Angaben der UN bis zu 500 Menschen getötet worden. Mehr als 15.000 Menschen suchten Zuflucht bei den UN-Truppen.
Die südsudanesische Regierung hat offenbar einen Putschversuch vereitelt. Präsident Kiir sagte, sein ehemaliger Kampfgefährte und Stellvertreter Riek Machar habe ihn stürzen wollen.
Südsudan hat dem Norden eine Eskalation des Konflikts um Grenz- und Rohstofffragen vorgeworfen. Juba beschuldigt Khartum des Einmarsches auf eigenes Territorium. Sudan droht mit der Schließung von Ölpipelines aus Südsudan.
Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton genießt überall hohes Ansehen. Doch bewirken kann sie kaum etwas - trotz ihres unermüdlichen Einsatzes rund um den Globus. Nach einer vierjährigen Ochsentour will sie im Januar aufhören - und von einer Präsidentschaftskandidatur 2016 offiziell nichts wissen.
Die EU und die Vereinigten Staaten haben die Einigung Sudans und Südsudans über die Verwendung der Öleinnahmen als ermutigend begrüßt. Die seit Januar ausgesetzte Ölförderung soll nun wieder aufgenommen werden.
Der Export südsudanesischen Öls steht vor der Wiederaufnahme. Laut Angaben der Afrikanischen Union erzielten Vertreter des Staates mit dem Sudan nach langen Verhandlungen ein Abkommen über Transitgebühren.
stah. Frankfurt, 3. August. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat Sudan und Südsudan zu einer raschen Beilegung ihrer Konflikte aufgerufen.
Südsudan hat Sudan ein neues Angebot für die Nutzung der sudanesischen Ölinfrastruktur und zur Klärung von Grenzfragen unterbreitet. Die Delegation aus Khartum hält es für „nicht seriös“.
Im Konflikt zwischen Sudan und Südsudan verlieren beide Länder ihre Öleinnahmen. Inzwischen fordern die Parlamente beider Länder eine allgemeine Mobilmachung.