Prozess gegen Riek Machar : Ist der Machtkampf in Südsudan entschieden?

In Südsudan werden Vizepräsident Machar schwerste Verbrechen vorgeworfen. Präsident Kiir hat den Rivalen kaltgestellt – riskiert aber den Frieden in dem Land.
Die Vorwürfe sind massiv: Verrat, Mord und Kriegsverbrechen gehören zu den Anklagepunkten gegen Südsudans Ersten Vizepräsidenten, Riek Machar, und zwanzig weitere Personen. Seit zwei Wochen wird acht Hauptangeklagten vor einem eigens gegründeten Sondergerichtshof in der Hauptstadt Juba der Prozess gemacht. Der Auftakt wurde im Fernsehen übertragen. In einem großen Käfig verfolgten Machar und die übrigen Angeklagten, unter ihnen ein Minister, die Verhandlung. Es war auch das erste Mal seit einem halben Jahr, dass der 72 Jahre alte, mittlerweile suspendierte Vizepräsident in der Öffentlichkeit zu sehen war. Er war im März auf Geheiß von Präsident Salva Kiir unter Hausarrest gestellt worden.
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