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Tourismus im Krisengebiet : Hotel hinter Mauern

Hotelier im Krisengebiet: Günther Gutknecht baut in Juba. Bild: Thilo Thielke

Günther Gutknecht und seine Frau Roswitha haben auf Tourismus in Südsudan gesetzt. Sogar die Kriegszeit haben sie im Land verbracht. Nun träumen die beiden vom Frieden.

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          Günther Gutknecht mag dem neuen Frieden noch nicht recht trauen. Zwar haben die Kriegsparteien in Südsudan Ende September in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Abkommen geschlossen, das das Morden im Land beenden soll. Aber beim Ausbau seines Anwesens in der südsudanesischen Hauptstadt Juba geht Gutknecht trotzdem lieber auf Nummer sicher.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Das Tor ist aus schusssicherem Stahl, der Bunker zwei Meter tief, und zur Sicherheit hat der 56 Jahre alte Deutsch-Namibier, ein Hüne in Khakihosen und kurzärmeligem Hemd, noch zwei Mauern gezogen, damit man „während der ersten Angriffswelle genug Zeit hat, sich in Sicherheit zu bringen“. Das Dach wird so gebaut, dass ein Hubschrauber darauf landen kann, um im Notfall die Bewohner abzuholen und aus der Gefahrenzone zu bringen. Gutknecht errichtet hier, nicht weit vom Flughafen entfernt, ein kleines Gästehaus für Entwicklungshelfer und Diplomaten – sieben geräumige Wohnungen mit Bar, Swimmingpool und Fitnessraum.

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