Aus dem Wörterbuch der Diktatur
Die Yukos-Methode: Das System der Repression in Russland ist perfide. Das ganze Ausmaß zeigt der Fall von Sergej Sujew, dem inhaftierten Rektor der Universität „Schaninka“.
Zehn Jahre lang hat sich die russische Regierung gegen die Vollstreckung eines Schiedsspruchs gewehrt. Nach der unrechtmäßigen Enteignung muss Moskau nun eine Milliardensumme an die ehemaligen Yukos-Aktionäre zahlen.
Die Yukos-Methode: Das System der Repression in Russland ist perfide. Das ganze Ausmaß zeigt der Fall von Sergej Sujew, dem inhaftierten Rektor der Universität „Schaninka“.
Das Berufungsgericht Den Haag hat bestätigt, dass die Enteignung des russischen Unternehmens Yukos Oil rechtswidrig war. Der Vorgang ist symptomatisch für Russlands politische und wirtschaftliche Entwicklung unter Vladimir Putin.
Rosneft gilt als der größte Erdölproduzent der Welt. Der russische Staatskonzern ist mitnichten ein ganz normales Unternehmen. Was verspricht er sich von Gerhard Schröder?
Es war die höchste Entschädigung, die ein Schiedsgericht je beschlossen hatte. Doch nun soll den Altaktionären des zerschlagenen Ölkonzerns nichts bleiben - Moskau wurde vorerst freigesprochen.
Vor zwei Jahren ist der frühere Oligarch Michail Chodorkowskij aus einem russischen Arbeitslager entlassen worden. Jetzt gibt es einen neuen Haftbefehl gegen ihn.
Russische Ermittler haben die Stiftung von Michail Chodorkowskij und die Wohnungen mehrerer seiner Mitarbeiter durchsucht. Warum wird wieder gegen den einstigen Oligarchen ermittelt?
Im Streit um die Entschädigung früherer Aktionäre des Ölkonzerns Yukos hatte Belgien russische Konten sperren lassen. Nach Drohungen aus Moskau will die Regierung in Brüssel das Geld nun wieder freigeben.
Weil Russland sich weigert, rund 44 Milliarden Euro Entschädigung für ehemalige Yukos-Aktionäre zu zahlen, haben mehrere EU-Staaten russische Konten eingefroren. Putin hat jetzt juristische Konsequenzen angekündigt.
Russland weigert sich, ehemalige Aktionäre des zerschlagenen Yukos-Konzerns zu entschädigen. Ländern wie Belgien, die deshalb russische Vermögen eingefroren haben, droht Moskau nun: Man werde „spiegelbildlich antworten“.
Wladimir Putin hat die Macht der Oligarchen gebrochen. Geschäfte machen darf nur noch, wer nach seiner Pfeife tanzt.
Bevor Kreml-Kritiker Chodorkowskij aus der Haft entlassen worden war, hatte er versprochen, sich aus der Politik zurückzuziehen. Nun hat er seine Meinung geändert.
Die Zerschlagung des Erdölkonzerns Yukos kommt Russland teuer zu stehen: Abermals wird das Land zu einer Milliardenbuße verurteilt. Und das neue Urteil hat mehr Sprengkraft.
Kurz nach dem Den Haager Urteil ist klar: Russland wird die Summe von gut 50 Milliarden Dollar nicht freiwillig an die Kläger zahlen. Für die Yukos-Aktionäre wird es schwierig, den Schiedsspruch durchzusetzen.
Als der damalige Yukos-Chef Michail Chodorkowskij vor rund zehn Jahren Wladimir Putin unangenehm wurde, nahm die russische Justiz den Ölkonzern auseinander. Bis heute setzt der Kreml die Regeln, nicht der Rechtsstaat.
Ein Gericht hat den alten Aktionären des Ölkonzerns Yukos 50 Milliarden Dollar zugesprochen. Ob Russland wirklich zahlen muss, ist noch längst nicht ausgemacht. Schon am Dienstag könnte ein weiteres Urteil fallen.
Der Schuldspruch im Falle Yukos ist ein vernichtendes Urteil über den russischen Staat. Er beleuchtet ein System, in dem staatliche Institutionen nur noch Instrumente in den Händen einiger weniger Mächtiger sind.
50 Milliarden Dollar muss Russland an die früheren Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukon zahlen - so hat es ein Gericht entschieden. Der ehemalige Besitzer lobt das Urteil.
Michail Chodorkowskijs früherer Geschäftspartner Platon Lebedjews ist Medienberichten zufolge aus dem Straflager entlassen worden. Ein russisches Gericht hatte seine Strafe für verbüßt erklärt.
Michail Chodorkowskij war vom russischen Präsidenten Putin begnadigt worden. Platon Lebedjews Strafe erklärte ein Gericht schlicht für verbüßt. Die Opposition in Russland begrüßt die bevorstehende Freilassung dennoch „uneingeschränkt“.
Die Finanzen des einst reichsten Russen sind undurchsichtig. Was vom Yukos-Vermögen übrig geblieben ist, bleibt verborgen. Der Finanzplatz Schweiz für seinen Ölkonzern einst von großer Bedeutung.
Der Vorsitzende des Obersten Gerichts in Russland will die beiden Strafverfahren gegen den früheren Vorsitzenden des Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, überprüfen lassen. Es gebe „neue Umstände“, teilte ein Sprecher am Mittwoch in Moskau mit.
Die drohende dritte Anklage Michail Chodorkowskij in Russland bleibt aus. Indirekt zielte sie wohl auch auf Medwedjew. Vielleicht war die Freilassung daher ein Signal Putins nach innen.
Nach eineinhalb Tagen in Freiheit tritt Chodorkowskij gefasst und eloquent auf. Er möchte Gefangenen helfen und sich von Politik fernhalten. Und Putin danken will er nicht.
Die Festnahme und spätere Verurteilung des russischen Ölmilliardärs und Kremlkritikers Michail Chodorkowskij wurde zum Sinnbild eines Landes zwischen Demokratie und Despotismus. Eine Chronologie.
Michail Chodorkowskij bediente sich einst geschickt aus der Konkursmasse eines zerfallenen Staates und wurde mit seinem Ölkonzern zum reichsten Mann des Landes. Der Traum währte nur kurz. Ein Porträt.
Im dritten Verfahren gegen den früheren Oligarchen nehmen die russischen Behörden auch den deutschen Professor Otto Luchterhand ins Visier. Der Jurist traut sich nun nicht mehr nach Russland.
Über Jahre hat Igor Setschin für Russlands Präsident Wladimir Putin den staatlichen Ölkonzern Rosneft zu einem Giganten ausgebaut. Mit dem Kauf der TNK-BP sind die Besitzverhältnisse in Russlands Ölbranche wieder auf dem Stand von 1993 - vor den großen Privatisierungen.
Die Übernahme des britisch-russischen Konsortiums TNK-BP durch den staatlich kontrollierten russischen Ölkonzern Rosneft ist nur der Form nach ein Handel
Der Kauf von TNK-BP durch Rosneft stärkt eine Vermutung: Der Kreml will im Erdölsektor eine zweite Gazprom aufbauen, aber besser als die alte.
bet. MOSKAU, 22. Oktober. Am russischen Erdölmarkt kommt es zur größten Konsolidierung seit der Zerschlagung des Yukos-Konzerns vor rund acht Jahren.
Der russische Präsident Medwedjew will Begnadigungen von politischen Gefangenen prüfen. Unter ihnen befindet sich auch Michail Chodorkowskij, der frühere Vorstandsvorsitzende des Ölkonzerns Yukos.
In seinen „Briefen aus dem Gefängnis“ gibt Michail Chodorkowski längst nicht alles über sich preis, was der Adressat gerne über den Geschäftsmann wissen möchte.
F.A.Z. Frankfurt, 20. September. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg sieht die Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos durch den russischen Staat nicht als politisch motiviert an. Das Unternehmen des inhaftierten Michail ...
Mü. Frankfurt, 20. September. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hält die Auflösung des russischen Ölkonzerns Yukos nicht für politisch motiviert. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Steuerverfahren, die zur Zahlungsunfähigkeit ...
MOSKAU, 20. September. Das Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs in Straßburg vom Dienstag wird Yukos, den einst bedeutendsten russischen Ölkonzern, nicht wiedererstehen lassen, und dem eingesperrten Michail Chodorkowskij, ...
Moskau habe keine „versteckte Enteignung“ oder „absichtliche Zerstörung“ des Erdölkonzerns Yukos vorgenommen, urteilt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Zugleich beanstandeten die Richter allerdings Grundrechtsverletzungen bei den Steuerverfahren gegen Chodorkowski.