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Chronologie : Frei – nach zehn Jahren

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Die Festnahme und spätere Verurteilung des russischen Ölmilliardärs und Kremlkritikers Michail Chodorkowskij wurde zum Sinnbild eines Landes zwischen Demokratie und Despotismus. Eine Chronologie.

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          11. Juli 2003: Razzien in der Konzernzentrale von Yukos. Kurz zuvor war Chodorkowskijs Geschäftspartner Platon Lebedew wegen Unterschlagungsvorwürfen verhaftet worden.

          25. Oktober 2003: Chodorkowskij wird in Nowosibirsk festgenommen.

          16. Juni 2004: Der Prozess gegen Chodorkowskij und Lebedew wird eröffnet.

          2. Juli 2004: Die Geschäftskonten von Yukos werden eingefroren. Die größte Yukos-Produktionstochter wird in der Folge Eigentum des staatlich kontrollierten Rosneft-Konzerns.

          31. Mai 2005: Chodorkowskij und Lebedew werden zu je neun Jahren Lagerhaft verurteilt. Die Strafe wird im Berufungsverfahren auf acht Jahre reduziert.

          2006: Yukos wird nach einer Steuernachforderung über 27 Milliarden Dollar aufgelöst.

          2007: Gegen Chodorkowskij und Lebedew werden neue Vorwürfe der Geldwäsche und Unterschlagung erhoben.

          3. März 2009: Beginn des zweiten Prozesses gegen Chodorkowskij und Lebedew wegen angeblicher Unterschlagung und illegalen Weiterverkaufs von 218 Millionen Tonnen Öl.

          30. Dezember 2010: Chodorkowskij und Lebedew werden zu je 14 Jahren Lagerhaft verurteilt, ihre Freiheitsstrafe verlängert sich damit nach Anrechnung ihrer bisherigen Haftzeit bis 2017. Das Strafmaß wird indes in Berufungsverfahren verringert, so dass beide schließlich im August 2014 freikommen sollen.

          6. Dezember 2013: Die russischen Justizbehörden prüfen weitere Strafsachen gegen Chodorkowskij.

          19. Dezember 2013: Präsident Putin kündigt überraschend an, einem Gnadengesuch Chodorkowskijs „sehr bald“ zuzustimmen; das geschieht tags darauf; Chodorkowskij verlässt Russland.

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