Yukos-Urteil : Ein Sieg mit Tücken

Kurz nach dem Den Haager Urteil ist klar: Russland wird die Summe von gut 50 Milliarden Dollar nicht freiwillig an die Kläger zahlen. Für die Yukos-Aktionäre wird es schwierig, den Schiedsspruch durchzusetzen.
Es verstehe sich von selbst, dass sein Land „alle rechtlichen Möglichkeiten“ nutzen werde, um seine Position zu verteidigen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Damit war kurz nach Veröffentlichung des Den Haager Schiedsspruches schon klar: Russland wird die Summe von gut 50 Milliarden Dollar an die Kläger nicht freiwillig bezahlen. Die Anteilseigner des russischen Unternehmens Yukos, Töchter der Mehrheitsaktionärin GML in Zypern und auf der Isle of Man, müssen sich also auf eine Fortsetzung der rechtlichen Auseinandersetzungen mit Moskau einstellen. Das Schiedsverfahren über die Zerschlagung des Ölkonzerns dauerte schon neun Jahre.





