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Medienschau : Deutsche Post erhöht Gewinnprognose

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Bild: FAZ Helfert

Eons Gewinne schrumpfen, auch Henkel und Hannover Rück machen weniger davon. Eine schwache Nachfrage belastet Symrise und Klöckner & Co. Kuka übertrifft die Markterwartungen, Grammer macht mehr Gewinn. Fannie Mae braucht neue Milliardenhilfen, EnBW dementiert Gerüchte über Liquiditätsengpässe. Die Sachverständigen rechnen 2012 mit 0,9 Prozent Wachstum und der IWF warnt vor einem verlorenen Jahrzehnt für die Weltwirtschaft. Chinas Inflation ist zurückgegangen und Brasilien bietet Finanzhilfen für die Eurozone an.

          Unternehmensnachrichten

          Deutsche Post erhöht Gewinnprognose

          Nach einem überraschend starken dritten Quartal erhöht die Deutsche Post die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr. Dank eines boomenden Paket- und Expressgeschäfts soll der Betriebsgewinn nun die Marke von 2,4 Milliarden Euro überschreiten. Im dritten Quartal stieg dieser um 19 Prozent auf 646 Millionen Euro. Der Überschuss legte, getrieben von Bilanzierungseffekten im Zuge des Postbank-Verkaufs, sogar um 70 Prozent auf 385 Millionen Euro zu. Dabei schnitt das Unternehmen durchweg besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz wuchs lediglich um rund drei Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Rechnet man Währungseinflüsse und den Verkauf von Beteiligungen heraus, wäre das Wachstum rund doppelt so stark ausgefallen. (dpa-AFX)

          Atomausstieg und Gashandelsgechäft belasten Eon weiter

          Deutschlands größter Energiekonzern Eon verdaut weiter die Folgen des Atomausstiegs und des verschärften Wettbewerbs. Die Abschaltung mehrere Atomkraftwerke, ein schwächeres Gashandelsgeschäft sowie Belastungen in Großbritannien belasten in den ersten neun Monaten den Konzern, bei dem derzeit 11.000 Arbeitsplätze vor dem Aus stehen. Wie die im Dax notierte Gesellschaft am Mittwoch mitteilte, stieg zwar der Umsatz um 21 Prozent auf 77,506 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigten operative Ergebnis sank aber um 39 Prozent auf 6,553 Milliarden Euro.

          Der unter anderem um Bewertungseffekte bereinigte Überschuss fiel gar um 64 Prozent auf 1,585 Milliarden Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten waren jedoch von noch stärkeren Rückgängen ausgegangen. Die im Sommer zurechtgestutzte Prognose für das Gesamtjahr beließ Eon unverändert. Das bereinigte operative Ergebnis soll demnach 2011 bei 9,1 bis 9,8 Milliarden Euro liegen - im vergangenen Jahr erzielte der Konzern noch 13,35 Milliarden Euro. Der bereinigte Überschuss soll mit 2,1 bis 2,6 Milliarden höchstens die Hälfte des Vorjahreswertes erreichen. Eon bestätigte auch Dividendenpläne, die für 2011 eine Ausschüttung von einem Euro je Aktie vorsehen. (dpa-AFX)

          Henkel mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

          Der Konsumgüterhersteller Henkel hat im dritten Quartal seinen Umsatz gesteigert, unter dem Strich aber weniger verdient. In den Monaten Juli bis September stiegen die Erlöse um 1,7 Prozent auf 4,028 Milliarden Euro, wie Henkel am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Höhere Restrukturierungsaufwendungen belasteten aber den Gewinn. Der Quartalsüberschuss nach Minderheiten sank von 337 Millionen Euro auf 307 Millionen Euro. Bereinigt um Einmalaufwendungen legte er zu.

          Neben dem intensiven Wettbewerb und den hohen Rohstoffpreisen bringe die Schuldenkrise im Euroraum zusätzliche Unsicherheit in die Märkte. Seine Umsatzprognose hob der Konzern dennoch leicht an und erwartet jetzt 5 bis 6 Prozent organisches Wachstum. Die Erwartungen an die Ebit-Marge und das Ergebnis wurden bestätigt. (dpa)

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