Ordentliche Urteile statt willkürliche Rache
Fritz Bauer hat die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen entscheidend geprägt. Die Grundlagen dafür hat er schon im Exil in Schweden zu Papier gebracht.
Ein Jahr vor Kriegsende schrieb Fritz Bauer aus dem schwedischen Exil ein Buch, das für Prozesse gegen deutsche Täter warb, obwohl deren Erfolg völlig ungewiss war. Was trieb ihn an?
Fritz Bauer hat die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen entscheidend geprägt. Die Grundlagen dafür hat er schon im Exil in Schweden zu Papier gebracht.
Im Hochbunker an der Friedberger Anlage in Frankfurt sind zwei neue Ausstellungen zu sehen. Eine berichtet von den Zeugen beim Frankfurter Auschwitzprozess, die andere zeigt Rekonstruktionen der Synagoge in der Unterlindau 23.
Wie wir schwierige Debatten nicht führen sollten: Eine Replik auf die Kritik von Daniel Rotstein am Auftritt von Omer Bartov am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt.
Der Frankfurter Auschwitzprozess, der vor 60 Jahren endete, hat das Land verändert. Und er veränderte Peter Kalb, der als junger Mann damals die Zeugen betreute. Heute warnt der Dreiundachtzigjährige vor einem Aufstieg der AfD.
Vor 60 Jahren wurden im Frankfurter Auschwitzprozess die Urteile gesprochen. Waren sie gerecht? Und konnte der Prozess in der Gesellschaft einen Mentalitätswandel auslösen?
In einem neuen Videogame werden die Spieler zu Mitstreitern von Fritz Bauer: Sie arbeiten in der Rolle der fiktiven Staatsanwältin Ester Katz zwei echte Fälle aus der NS-Zeit auf.
Eine Ausstellung über den Auschwitzprozess ist nun dort zu sehen, wo er im Dezember 1963 begann: im Römer, dem Frankfurter Rathaus. Im Fokus stehen die Zeugen, die mutig von den Gräueln berichteten.
Eine Abordnung des Frankfurter Auschwitzprozesses reiste vor 60 Jahren nach Polen, um in dem Konzentrationslager zu ermitteln. Über die Untersuchung hinter dem „Eisernen Vorhang“ wurde heftig gestritten.
Die rechtsextremen Polizeichats bleiben ohne strafrechtliche Folgen. Unklar ist, wie es nun mit den Beamten weitergeht. Die Frage bleibt: Wer will solche Polizisten im Dienst?
Der Schriftzug „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ wurde am Montag am Gebäude der Frankfurter Staatsanwaltschaft abgenommen. Er soll demnächst in der Paulskirche ausgestellt werden.
Als junger Staatsanwalt kämpfte Gerhard Wiese im Frankfurter Auschwitzprozess um Gerechtigkeit für die Opfer des Holocaust. Die Goethe-Universität hat dem Juristen nun die Ehrendoktorwürde verliehen.
Das OLG Frankfurt arbeitet seine Geschichte in der NS-Zeit weiter auf. Bei der Einweihung einer neuen Tafel erzählt der jüdische Rechtsanwalt Zvi Tirosh von seiner Angst seit dem 7. Oktober.
Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gab dem Mossad die entscheidenden Hinweise auf den Aufenthaltsort des NS-Völkermörders Adolf Eichmann. Der naziverseuchten deutschen Justiz hatte Bauer nicht getraut und sich an die israelischen Behörden gewandt.
Ein Vortrag an der Goethe-Universität macht deutlich: Fritz Bauer war mehr als der bekannte „Nazi-Jäger“.
Es war das wichtigste Justizverfahren der Nachkriegszeit: Am 20. Dezember 1963 begann der Frankfurter Auschwitzprozess. Auf der Anklagebank saßen Mitbürger, die die Mordmaschine am Laufen hielten. Die Erinnerung daran erscheint derzeit nötig.
Bei einer Gedenkstunde im Frankfurter Landgericht wird an den Beginn der Auschwitzprozesse erinnert. Gerhard Wiese, einer der damaligen Ankläger, spricht über den „Jahrhundertprozess“ und seine Begegnungen mit Fritz Bauer, der die Verfolgung der Verbrechen anstieß.
Die Disney-Serie „Deutsches Haus“ über den Auschwitz-Prozess manövriert geschickt zwischen negativer Attraktion ihres Themas und der aufkommenden Befangenheit.
Der langjährige hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer war Wegbereiter der Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Die Bestrafung der Nazi-Verbrecher und die Stärkung der Demokratie in Deutschland wurden zu seinen Lebensaufgaben.
Im Nationalsozialismus sollten Behörden „erbkranke“ Menschen aussortieren. Das Frankfurter Gesundheitsamt erfasste dafür große Teile der Bevölkerung. Eine Studie zeigt nun: Die Daten wurden noch lange Zeit genutzt.
Frankfurt feiert den 175. Jahrestag der Nationalversammlung - mit einer Kunstaktion, die Videotelefonie mit Robert Blum und anderen historischen Personen ermöglicht.
Vor 60 Jahren erhob die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen 23 frühere SS-Angehörige aus Auschwitz. Gerhard Wiese war damals der Jüngste unter den Anklägern. Heute ist er 94 Jahre alt und als Zeitzeuge gefragt.
Der Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“ läuft seit dem 1. Dezember 2022 im Kino.
Gerhard Wiese, 94 Jahre alt, war einer der Ankläger im ersten Frankfurter Auschwitzprozess. Heute ist er der einzige Prozessbeteiligte, der noch von diesem Jahrhundertprozess berichten kann.
Der hessische Regierungschef und CDU-Vorsitzende pflegt Kontakte zu Sozialdemokraten und FDP. Aber die Koalition mit den Grünen soll stabil bleiben.
Die „Kritische Justiz“ untersucht ihre NS-Vergangenheit.
Zu seinen Lebzeiten waren viele der Meinung, er sei zu weit gegangen. 54 Jahre nach seinem Tod wird Auschwitz-Ankläger Fritz Bauer nun ungeteilte Anerkennung gezollt: Er wird vom Land Hessen mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille geehrt.
Fritz Bauer wird posthum die Wilhelm-Leuscher-Medaille verliehen. Hessens Digitalministerin spricht sich gegen neue gesetzliche Auflagen für Rechenzentren aus. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Der Wissenschaftsrat hat das Frankfurter Fritz Bauer Institut begutachtet. Sein Fazit: Es leistet gute Arbeit, könnte aber mehr Personal gebrauchen
Boris Rhein hat in dem Buch „Politik kann die Welt verändern“ Auskunft gegeben über seinen politischen Werdegang, seine Prägungen und seine Pläne als Ministerpräsident. Hier lesen sie einen Auszug aus dem ersten Kapitel.
„Warum hat es so lange gedauert?“ ist eine brutale Frage angesichts all der Mittäter im Nationalsozialismus. Drei Filmemacherinnen haben für „Fritz Bauers Erbe“ Prozesse gegen hochbetagte KZ-Aufseher, als auch deren Opfer begleitet.
Der Mann, der später „Todesengel von Auschwitz“ genannt wurde, hat im Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene der Goethe-Universität seinen Doktor gemacht. Von Frankfurt aus hat später Generalstaatsanwalt Fritz Bauer die Suche nach dem in Südamerika untergetauchten Mengele geleitet.
Die Mainmetropole stand zwar häufig im Schatten von Berlin, Wien und sogar Bonn. Doch als politischer Ort des Streits, der Demokratie und Aufarbeitung können ihr nur wenige Städte das Wasser reichen. Fünf politische Orte beweisen das.
Was die Israelis nach der Festnahme Adolf Eichmanns nicht preisgaben, stand am 2. Juni 1960 im Aufmacher der F.A.Z.: Fritz Otto Ehlert, ein in Buenos Aires lebender Korrespondent, hatte Eichmanns Leben in Argentinien rekonstruiert.
Das Oberlandesgericht wird 75 Jahre alt. Am 8. März 1946 war es wiedereröffnet worden. Seitdem steht es für Demokratie und Menschenrechte.
Bodo Ramelow will die DDR nicht „Unrechtsstaat“ nennen. Dafür spricht er von der „Menschenvernichtung“ in einem „Unrechtssystem“. Wie der Linke es schafft, zugleich Bürgertum und frühere Stasi-Leute anzusprechen.
Eintracht Frankfurt erkennt Rudolf Gramlich posthum die Ehrenpräsidentschaft ab. In einem Gastbeitrag erläutert der Geschäftsführer des Eintracht-Museums die Lebensgeschichte des ehemaligen Präsidenten des Klubs.