Auschwitzprozess : „Die Zeugen haben Geschichte geschrieben“

Eine Ausstellung über den Auschwitzprozess ist nun dort zu sehen, wo er im Dezember 1963 begann: im Römer, dem Frankfurter Rathaus. Im Fokus stehen die Zeugen, die mutig von den Gräueln berichteten.
Es ist viel über den Frankfurter Auschwitzprozess geschrieben und geforscht worden. Es gibt die Reportagen aus dem Gerichtssaal, es gibt Dokumentar- und Spielfilme über den Prozess und seinen Initiator, den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, es gibt das Theaterstück von Peter Weiss und Tonaufnahmen der Aussagen. Dass die Verhandlung, die die unvergleichliche Grausamkeit des Lagers in die Öffentlichkeit und ins Bewusstsein brachte, die ein Land zum Nachdenken zwang, eine historische Zäsur darstellte, stellt kaum jemand in Frage. Die immense Bedeutung des Prozesses ist längst anerkannt.
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