Josef Mengele : Der KZ-Arzt und Frankfurt

Der Mann, der später „Todesengel von Auschwitz“ genannt wurde, hat im Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene der Goethe-Universität seinen Doktor gemacht. Von Frankfurt aus hat später Generalstaatsanwalt Fritz Bauer die Suche nach dem in Südamerika untergetauchten Mengele geleitet.
Im Sommer 1964 hat die Universität Frankfurt Josef Mengele, dem berüchtigten SS-Arzt von Auschwitz, seinen Doktortitel aberkannt. Vor diesem Schritt hatten die Frankfurter Professoren aber dem in Frankfurt promovierten Mediziner und Anthropologen die Möglichkeit gegeben, zu den von der Staatsanwaltschaft Freiburg erhobenen Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner Arzt-Tätigkeit in Auschwitz Stellung zu nehmen. Das war ein etwas absurdes Ansinnen. Denn Mengele war damals längst abgetaucht, um einer Verfolgung in Deutschland zu entgehen. Außer seiner Familie und wenigen Helfern in Südamerika wusste niemand, wo sich der „Todesengel“ von Auschwitz versteckt hielt.
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