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Hessens Ministerpräsident Rhein : „Ich glaube nicht, dass ich Dinge besser kann als andere“

  • -Aktualisiert am

Nicht sein Vater: Boris Rhein im Gespräch mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch auf dem CDU-Landesparteitag in Rotenburg an der Fulda Bild: dpa

Boris Rhein hat in dem Buch „Politik kann die Welt verändern“ Auskunft gegeben über seinen politischen Werdegang, seine Prägungen und seine Pläne als Ministerpräsident. Hier lesen sie einen Auszug aus dem ersten Kapitel.

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          Herr Rhein, wenn Sie sich mit drei Eigenschaften beschreiben sollten, welche wären das?

          Schwierige Frage. Ich sage mal: loyal, zuverlässig, diszipliniert.

          Sie sind mit 14 in die Junge Union eingetreten, waren mit 27 Landtagsabgeordneter, mit 36 Frankfurter CDU-Vorsitzender, mit 37 Staatssekretär, mit 38 hessischer Innenminister, mit 42 Wissenschaftsminister. Mit 47 Landtagspräsident, der mit Abstand jüngste in der hessischen Landesgeschichte, einstimmig gewählt, mit 50 Ministerpräsident. Welche Eigenschaften braucht man für eine solche Karriere?

          Zunächst darf man auf keinen Fall einen Karriereplan entwerfen – das würde nie klappen. Bei mir gab es einen solchen Plan schon gar nicht. Mein Berufsziel war Strafverteidiger, und mein größter politischer Ehrgeiz zielte auf ein Mandat als Stadtverordneter. Aber das war in den damaligen Machtstrukturen der CDU nicht möglich, junge Leute blieben da noch chancenlos. Erst Markus Frank, Uwe Becker, Thomas Schäfer, Peter Beuth, ich und andere haben dann in der Jungen Union dafür gesorgt, dass Vertreter der JU aussichtsreiche Plätze auf den CDU-Listen zur Kommunalwahl bekamen und bis heute bekommen.

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