Bremsung im Nebel
In der Debatte um die Impfpflicht zeichnet sich ein Muster ab: Der Ethikrat spiegelt die schwankende Haltung der Politik wider. Wer braucht ihn dann noch?
In der Debatte um die Impfpflicht zeichnet sich ein Muster ab: Der Ethikrat spiegelt die schwankende Haltung der Politik wider. Wer braucht ihn dann noch?
Der Bonner Staatsrechtler Klaus Ferdinand Gärditz entgegnet den Dissentierenden im Deutschen Ethikrat in der Impfpflicht-Debatte.
Es gibt bald ein neues Medikament gegen Covid-19: eine Pille für zu Hause. Wissenschaftler diskutieren, ob es eine allgemeine Impfpflicht überflüssig machen könnte.
Der Ethikrat hat sich dafür ausgesprochen, dass Deutschland ein Impfregister einführt, sollte es alle Bürger zur Corona-Immunisierung verpflichten. Juristen sind sich uneins, ob eine solche Datenbank rechtlich möglich wäre.
Der Deutsche Ethikrat tritt – wenn auch nicht geschlossen - für die Impfpflicht gegen Covid 19 ein. Ohne zentrales Register der Geimpften ergibt eine Impfpflicht wenig Sinn.
Vier der 24 Mitglieder des Deutschen Ethikrats stimmten gegen die Empfehlung für eine weitreichende Impfpflicht. Sie halten die Voraussetzungen derzeit nicht für erfüllt und warnen vor Eile. Hier erklären sie, warum.
Der Ethikrat kann sich nun eine Ausweitung der Impfpflicht vorstellen, ist sich aber bei der Ausgestaltung uneinig. Lässt sich Omikron mit den neuen Regeln in Schach halten? Und „Matrix 4“ kommt ins Kino.
Keine Zwangsimpfung und nur als Teil einer Strategie: Der Ethikrat spricht sich per Mehrheitsbeschluss für die Impfpflicht aus. Er stellt aber hohe Anforderungen an die Politik.
Bei der Frage nach einer allgemeinen Impfpflicht hatte sich der Ethikrat bislang zurückgehalten. Das ändert sich nun. Man könne nicht ignorieren, dass sich die pandemische Lage massiv zuspitze, so die stellvertretende Vorsitzende des Gremiums.
Es hat Monate gedauert, doch der dramatische Verlauf der vierten Coronawelle bringt auch Skeptiker zum Umdenken. Selbst Hubert Aiwanger.
In Berufsgruppen, die „besonders vulnerable Menschen“ versorgen, solle der Gesetzgeber eine Impfpflicht prüfen, rät das unabhängige Gremium. Die Inzidenz war davor abermals auf einen Rekordwert gestiegen.
Kommt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen? Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält die Diskussion für schädlich - und verlangt von der Bundesregierung, dass sie Position bezieht. Der Ethikrat soll dabei helfen.
Seit Beginn der Pandemie wimmelt es von Experten. Doch als Bestätiger der herrschenden Politik brauchen wir Wissenschaftler nicht.
Deutschland wird immer dicker: Wer ist schuld daran? Der Deutsche Ethikrat diskutiert über verantwortungsvolle Ernährung und darüber, was sich ändern muss.
Marktgetrieben und systemdienlich: Die Grünen wollen Deutschland verändern. Hinter der Klimarettung zeichnet sich eine geistig-moralische Wende ab.
Die Siedlungsaktivitäten im Westjordanland hält der Ethikrat des größten Staatsfonds der Welt für ein Anlagerisiko. Dort tätige Unternehmen schließt er nun aus.
„Kinder und Jugendliche haben viel zurückgesteckt“: Der Vorsitzende des Hausärzteverband spricht sich für eine frühere Impfung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus. Unter ihnen sind die Inzidenzen besonders hoch.
Niemand weiß mehr genau, was wo warum gilt in Sachen Corona. Der Appell an die Eigenverantwortung der Bürger verfängt nicht mehr. Ratgeber der Politik fordern, es müsse endlich eine Gesamtstrategie her.
In der Diskussion über die Pandemie-Politik wechseln Einschätzungen und Standpunkte stetig. Nun hat der Ethikrat über besondere Regeln für Geimpfte nachgedacht, ist aber in seiner Empfehlung so rigoros wie vage.
Der Deutsche Ethikrat sprach sich am Donnerstag gegen staatliche Sonderregeln für Corona-Geimpfte aus. Ein Einschätzung, die eine Straßenumfrage in Berlin mehr oder weniger bestätigt.
Sollen Athleten bevorzugt geimpft werden? Sollen geimpfte Zuschauer früher wieder in Stadien zurückkehren? Die nahenden Großereignisse könnten die Ungeduld steigern.
Der Deutsche Ethikrat lehnt derzeit die individuelle Rücknahme staatlicher Freiheitsbeschränkungen für Corona-Geimpfte ab.
Der Ethikrat spricht sich dagegen aus, dass staatliche Freiheitsbeschränkungen zum aktuellen Zeitpunkt individuell zurückgenommen werden. Sobald dem Gesundheitssystem kein Kollaps mehr drohe, müssten die Einschränkungen für alle aufgehoben werden.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Politiker fordert, der deutsche Ethikrat solle eine Impfpflicht für bestimmte Gruppen prüfen. Arbeitsminister Heil (SPD) weist das zurück, die FDP protestiert scharf.
Viele Schulen bleiben zu, eine Pflicht zum Homeoffice gibt es aber nicht. Das könnte sich rächen, fürchtet Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Ein Interview über die ethischen Herausforderungen der Pandemie.
In your face: Wolfram Henn, Mitglied des Ethikrats, liest Corona-Leugnern und Impfgegnern öffentlich die Leviten. Dabei wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Gang herunterzuschalten.
Der Deutsche Ethikrat hat mehr Mitbestimmung für Pflegeheimbewohner bei Besuchsregeln während der Corona-Pandemie gefordert.
Die Corona-Impfung kommt, aber sie gibt keine Antwort auf die virulente Frage der Solidarität – und der Impfstoff-Nationalismus ist hartnäckig. Zeit für eine ehrliche Debatte.
Der Deutsche Ethikrat, die Ständige Impfkommission und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sind gegen eine generelle Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus in Deutschland.
Die Sterbehilfe soll reformiert werden. Aber was heißt es eigentlich, sich frei verantwortlich für den Suizid zu entscheiden? Die Diskussion darüber läuft – auch im Ethikrat.
Der Lockdown war konsequent und wirksam. Dennoch gilt es, Maßnahmen immer wieder auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Ein Gespräch mit Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrats, über den Schutz von Rechten und Freiheiten sowie die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie.
Sind Bescheinigungen über eine Immunität gegen das Coronavirus sinnvoll? Zum jetzigen Zeitpunkt nicht, sagt der Ethikrat – auch, weil deren Aussagekraft noch zu unklar ist.
Geschredderte Küken und schlechte Haltungsbedingungen: Der Ethikrat hat untersucht, inwiefern Massentierhaltung vertretbar ist. Er macht Vorschläge, was sich ändern sollte.
Der Profifußball werde „doch sehr gehätschelt“, sagt ein Mitglied des Deutschen Ethikrats, der Regierung und Parlament berät. Bundesligaspiele hätten weder eine besondere wirtschaftliche Bedeutung, noch seien sie für die Gesamtbevölkerung relevant.
Jetzt sind auch die Sozialwissenschaftler gefragt, wenn es darum geht, die Risiken von Lockdown und Lockerung gegeneinander abzuwägen. Bisher sind sie damit nicht weit gekommen.