Mehr Schutz für ungeborenes Leben?
Die Diskussion um den „schonenden“ Blutschwangerschaftstest geht weiter. Sollte die Verwendung via Gesetz eingeschränkt werden, um allzu leichtfertige Abbrüche zu verhindern?
Die Diskussion um den „schonenden“ Blutschwangerschaftstest geht weiter. Sollte die Verwendung via Gesetz eingeschränkt werden, um allzu leichtfertige Abbrüche zu verhindern?
Sollen Ethik- oder Wissenschaftsräte vorgeben, wo es lang geht in der Forschung? Sind die Förderer Weichensteller, ist das Parlament letzte Instanz - oder sollen Forscher maximal unabhängig agieren?
Als der Deutsche Ethikrat vor wenigen Tagen seine Stellungnahme zur „Zukunft der genetischen Diagnostik“ vorlegte, war vor allem eins klargeworden: Das
Ratlos in Berlin: In seiner Stellungnahme zur Zukunft von Gentests kommt der Ethikrat einfach nicht auf einen Nenner. Er skizziert die Probleme, aber den brisanten Fragen weicht er aus.
Täuscht es, oder kollidiert der wissenschaftliche Fortschritt wirklich immer öfter mit unseren Normen und Wertvorstellungen? Sollten wir unsere Werte an die Forschungsparadigmen anpassen? Eine europäische Umfrage.
Ein Video zeigt, wie ein winziger Junge beschnitten wird. In einem anderen Film ist zu sehen, wie einem kleinen Mädchen Ohrlöcher geschossen werden. Beide Videos zeigte der Arzt Latasch auf einer Sitzung des Ethikrates. Die Reaktionen waren unerwartet.
Die Mitglieder des Ethikrates fordern bei der Durchführung einer Bescheidung nach einer möglichst schonenden Praxis. Zudem sollen Eltern aufgeklärt werden.
Wie überraschend: Juden und Muslime halten auch im Deutschen Ethikrat die Beschneidung für eine zwingende religiöse Vorgabe, auch Vertreter des Christentums
Rechts oder links wählen - das ist auch Sache unsere Gene. Seit Jahren wird die Biologie für solche Possen missbraucht. Endlich wird sie dafür bloßgestellt.
Der Deutsche Ethikrat vermag nicht die Nation in Ethikfragen zu einen. Er ist ein Debattierclub, weil seine Voten unverbindlich sind. Ausschließlich die Beschlüsse des Parlaments und Urteile des Verfassungsgerichts können Verbindlichkeit beanspruchen.
Intersexuelle loben, dass der Ethikrat sich mit ihrer Situation befasst hat. Sie wünschen sich aber, dass sie künftig Ehen mit einem Mann oder einer Frau eingehen können.
Wer mit einem nicht eindeutigen Geschlecht geboren wird, dem wird eins zugewiesen. Kinder müssen dafür schwerwiegende Operationen überstehen. Jetzt legt der Ethikrat eine Stellungsnahme vor, greift damit jedoch zu kurz.
Bei der grünen Gentechnik gehen mit dem Rückzug der BASF weitere Lichter aus: Was wird aus den Visionen von Europas Bioingenieuren? Auch der Ethikrat berät.
Der Deutsche Ethikrat hat seine Empfehlungen zum Umgang mit Mischwesen in der Forschung vorgestellt. Das Gremium spricht sich für eine klare Grenzziehung zwischen Mensch und Tier aus und stellte seine Empfehlungen am Dienstag in Berlin vor.
Im Mai 2001 richtete der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder per Kabinettsbeschluss den Nationalen Ethikrat ein. 2007 wurde dieses Gremium durch den Deutschen Ethikrat ersetzt, der auf gesetzlicher Grundlage ruht.