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Ethiker zu Corona-Politik : Ein Königreich für eine durchdachte Strategie

Der Unmut entlädt sich auf vielfältige Weise – die Aufschrift „Ausgangssperre brechen“ an einer Wand in Hamburg am 1. April. Bild: Reuters

Niemand weiß mehr genau, was wo warum gilt in Sachen Corona. Der Appell an die Eigenverantwortung der Bürger verfängt nicht mehr. Ratgeber der Politik fordern, es müsse endlich eine Gesamtstrategie her.

          7 Min.

          Selten schien die politische Bewältigung der Corona-Pandemie so verfahren wie in diesen Tagen. Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung sowie der Ministerpräsidenten ist auf einem Tiefstand. Die Kakophonie der Bund-Länder-Treffen nährt die Politikverdrossenheit. Begonnen hat die Erosion des Vertrauens allerdings schon im Oktober, als die Kanzlerin Zweifel an den Beschlüssen der Ministerpräsidenten erkennen ließ, weil sie ihr nicht konsequent genug schienen.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Angesichts des exponentiellen Wachstums der Infektionszahlen haben sich als weiterer Kardinalfehler die Öffnungsbeschlüsse vom 3. März erwiesen. Denn von der Notbremse wollte plötzlich niemand mehr etwas wissen. So wird am Montag kommender Woche kaum etwas anderes übrigbleiben, als einen weiteren harten Lockdown zu beschließen, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen, die eigentlich eine ganz neue Pandemie ist, weil die britische Mutante B.1.1.7 inzwischen vorherrscht.

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