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Erster „Town Hall“-Auftritt : Ein Präsident, der nicht zu viel verspricht

  • -Aktualisiert am

Jovialer Auftritt in Milwaukee: Joe Biden in seiner ersten Town-Hall-Sendung Bild: AP

„Wo zur Hölle sind wir, Jill?“ In seiner ersten „Town Hall“-Sendung macht Joe Biden Scherze, spricht den Bürgern Mut zu und appelliert an moralische Werte. Seinen Vorgänger kritisiert er nur indirekt – und hofft auf eine neue Corona-Lage bis Weihnachten.

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          Es war seine erste offizielle Reise seit Amtsantritt – und das erste Mal, dass sich Joe Biden als Präsident persönlich den Wählerinnen und Wählern stellte. Bidens „Town Hall“-Sendung bei CNN wurde aus Milwaukee in Wisconsin übertragen. Hier hatte er die Wahl im November mit um die 20.000 Stimmen Vorsprung gewonnen. Und hier wollte er sich sowohl volksnah geben, als auch der Bevölkerung unmittelbare Erleichterung in der Coronavirus-Krise versprechen. Die Fragestunde mit Moderator Anderson Cooper fand vor Zuschauerinnen und Zuschauern statt, die weit genug voneinander entfernt saßen. Man hörte sie trotz ihrer verringerten Zahl lachen, wenn Biden Witze über sein neues Leben machte. Im Weißen Haus zu wohnen, sei noch sehr ungewohnt für ihn, sagte er etwa: „Ich wache morgens auf und frage Jill: Wo zur Hölle sind wir?“

          Im Zentrum des Auftritts stand die Strategie gegen das Coronavirus. Biden und die Demokraten sind dabei, das 1,9 Billionen Dollar schwere Hilfspaket durch den Kongress zu bringen – und zwar durch einen Prozess, der sich „budget reconciliation“ nennt und keine republikanischen Stimmen erfordert. Biden bekräftigte auch das Ziel, bis Ende Juli 300 Millionen Amerikaner, also den Großteil der Bevölkerung, impfen zu lassen.

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