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Mar-a-Lago : Kanye West berichtet von Streit mit Donald Trump

  • Aktualisiert am

Ex-Präsident Donald Trump und der Rapper Kanye West Bild: AFP

Der wegen Antisemitismus umstrittene Rapper deutet eine Präsidentschaftskandidatur an – und berichtet von einer empörten Reaktion Donald Trumps beim Abendessen. Dieser hat das Treffen offenbar anders in Erinnerung.

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          Bei einem Abendessen in Florida ist es nach Angaben des Rappers Kanye West zu einem Streit mit Ex-Präsident Donald Trump gekommen. In einem auf Twitter veröffentlichten Video ließ der unter dem Namen „Ye“ arbeitende Künstler durchblicken, dass er bei der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 abermals antreten und Trump dafür als Vize-Kandidaten haben will. Darüber habe er Trump bei dem Dinner in dessen Anwesen Mar-a-Lago informiert. Der Ex-Präsident reagierte laut West empört. Trump habe ihn angeschrien und ihm eine Niederlage prophezeit. „Ich sagte: Warte mal, Trump, du sprichst mit Ye“, sagte West.

          Der Musiker war bereits im Jahr 2020 bei der Präsidentschaftswahl angetreten, hatte aber weniger als 70.000 Stimmen erhalten. Trump hatte vor kurzem seine abermalige Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 bekannt gegeben.

          „Er äußerte keinen Antisemitismus“

          Trump stellte das Treffen mit West anders dar. Er beschrieb es auf seiner Plattform Truth Social als „ereignislos“. Trump bestätigte jedoch, dass es bei dem Abendessen auch um Wests Präsidentschaftsambitionen ging. Er habe ihm geraten, auf keinen Fall für das Amt des Präsidenten zu kandidieren, schrieb Trump. Er fügte hinzu: „Wir kamen gut miteinander aus, er äußerte keinen Antisemitismus.“

          West hatte zuletzt mit umstrittenen Aktionen und antisemitischen Äußerungen Empörung ausgelöst. Für Aufsehen sorgte auch, dass an dem Teffen mit Trump auch der rechtsextreme Nationalist Nick Fuentes teilgenommen haben soll. Er habe Fuentes nicht gekannt, schrieb Trump.

          West behauptete, Trump sei „beeindruckt“ von Fuentes gewesen. Fuentes verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien und äußert sich regelmäßig rassistisch. Die Anti-Rassismus-Organisation Anti-Defamation League nennt ihn einen „White Supremacist“. „White Supremacy“ beschreibt die Ideologie der Vorherrschaft von Weißen. Der im Netz aktive Veranstaltungsorganisator stellt sich außerdem gegen Frauenrechte und diskriminiert die LGBTQI-Gemeinschaft. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen.

          Trump dementierte nun nicht Fuentes Teilnahme an dem Essen – bestätigte sie aber auch nicht explizit. West habe ihn wegen eines Abendessens angerufen, schrieb er auf Truth Social. „Kurz darauf tauchte er unerwartet mit drei seiner Freunde auf, von denen ich nichts wusste.“ Bei dem Essen seien auch noch weitere Menschen dabei gewesen, schrieb Trump.

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