Vulkan-Terror in Berlin: Ist das die neue Klima-RAF?
Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz laufen die Ermittlungen gegen die linkextremistische Vulkan-Gruppe auf Hochtouren. Da werden Erinnerungen an die RAF wach.
Jean-Raoul Austin de Drouillards Autobiographie setzt auf die Lockungen von Sex und Politik. Sein Lebensweg führte den Autor aus Haiti nach Europa und auch nach Berlin, wo er die Mitglieder der „Rote Armee Fraktion“ traf.
Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz laufen die Ermittlungen gegen die linkextremistische Vulkan-Gruppe auf Hochtouren. Da werden Erinnerungen an die RAF wach.
Die RAF führt im Deutschland der Siebziger einen brutalen Mordfeldzug. Niki Stein und Stefan Aust zeigen in ihrem Dokudrama „Stammheim - Zeit des Terrors“ die Verirrung der Täter auf. Ein Kammerspiel im Knast.
RAF-Terroristen sollen freigepresst werden, Strauß hält Kohl für unfähig, und in der SPD nehmen die Flügelkämpfe kein Ende. Erinnerungen an eine bewegte Zeit – vor fünfzig Jahren.
Nahaufnahme mit verstörender Wirkung: Andreas Mühes meisterhafte Fotoinszenierungen zu RAF und NSU verleiht dem Terror ein zweites Gesicht.
Hier spuken die Geister von Andreas Baader und Moby-Dick: Niki Stein dreht im Gefängnis in Stammheim einen Film über die RAF – der Setbesuch hinter Gittern wird zur Zeitreise in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
Die verhaftete Terroristin Daniela Klette könnte viele wichtige Fragen beantworten. Die dritte RAF-Generation, der sie angehörte, war nämlich besonders rätselhaft.
Ernst-Wolfgang Böckenförde sollte über den Atheismus der CDU schreiben und der „Sex-Rummel“ für ein ganzes Heft gut sein: Robert Spaemann und Heinrich Böll konzipierten 1966 eine katholisch inspirierte Kulturzeitschrift für dtv.
Oft gescheitert, immer noch erstrebt: Claudia Kühn erzählt in „Eins & Eins“ von der Paarbildung, Nadia Budde illustriert sie. Und die Musik spielt dazu.
Vor 50 Jahren wird in Frankfurt ein US-Soldat bei einem Bombenanschlag der RAF getötet. Friedrich Hucke, damals erst seit ein paar Wochen im Polizeidienst, hat den Sterbenden in den Armen gehalten.
Die Staatssicherheit der DDR nutzte die Entführung Hanns Martin Schleyers für ihre perfide Desinformationsarbeit aus – und setzte dafür auf die Hilfe eines früheren SS-Manns.
Christian Ströbele ist im Alter von 83 Jahren einer Krebserkrankung erlegen; die Grünen trauern um einen eigenwilligen linken Bürgerrechtler
Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele ist tot. Er starb am Montag im Alter von 83 Jahren, wie sein Rechtsanwalt Johannes Eisenberg am Mittwoch mitteilte.
Vor 50 Jahren wurde die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin in einer Hamburger Boutique festgenommen. Dem Streifenpolizist Ulf-Jörg Millhahn gelang damit, was zahlreiche Sonderermittler vor ihm nicht geschafft hatten.
Am 1. Juni 1972 wurden die Terroristen Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe verhaftet. Die spektakuläre Aktion in einem Wohnviertel am Dornbusch in Frankfurt beendete die „Mai-Offensive“ der Roten Armee Fraktion.
Am 11. Mai 1972 töten Bomben der RAF vor dem Offizierskasino des US-Hauptquartiers in Frankfurt den Soldaten Paul Bloomquist. Mit dem Anschlag beginnt die sogenannte Mai-Offensive der Terroristen gegen die Amerikaner wegen des Vietnamkriegs.
Zum Prozess gegen die erste RAF-Generation ist schon viel geschrieben worden. Umso beeindruckender ist, was diese Neuerscheinung leistet. Sie macht erstmals die Protokolle des Verfahrens zugänglich und gibt wüste Einblicke.
Die Redaktion „Technik und Motor“ blickt seit mehr als 20 Jahren im Januar auf die Autos vor 50 Jahren zurück. Was kam damals auf den Markt und was hat die Welt bewegt? Die wichtigsten europäischen Neuheiten des Jahres 1972.
Die Terroristen der RAF wollten einst Frankfurt zu ihrem Hauptquartier machen. Der Fotograf Olaf Jahnke ist für ein Buchprojekt ihren Spuren in der Region gefolgt.
In seinem Buch widmet sich Hansgeorg Bräutigam drei großen Berliner Strafprozessen. Nicht nur die RAF verstand es, das Kammergericht zur Bühne zu machen.
Der Zufallsfund der Terrordokumente im Wald von Seevetal erinnert daran, wie viele Verbrechen der RAF und der Revolutionären Zellen nicht aufgeklärt sind. Wir sollten uns damit nicht abfinden.
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert hat sich der Terrorismus in vier einander überlappenden Wellen von je etwa vierzig Jahren Dauer entwickelt. Wenn sich das Großeltern-Enkel-Muster fortsetzt, müsste die fünfte Welle wieder auf Systemkritik basieren – diesmal als Reaktion auf die Globalisierung. Das Erstarken von antiliberalen bis hin zu rechtsextremen Kräften ließe sich damit erklären.
Im Mai 1970 gründete sich die „Rote Armee Fraktion“. Geschichte ist sie nicht. Noch immer harren zahlreiche Morde der Aufklärung. Aber die Propaganda verfing niemals. Ein Essay.
Frankfurter Kriminalfälle der vergangenen 70 Jahre ergeben ein Mosaik, das den Wandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erkennen lässt. Fünf markante Prozesse der Epoche, nachgelesen in der Rhein-Main-Zeitung – von Rosemarie Nitribitt bis Jürgen Schneider.
In Stammheim wurden die Prozesse gegen die RAF, islamistische Terroristen und Rockergruppen geführt. Nach 44 Jahren bleibt die Frage: Was tun mit einem Gebäude, in dem deutsche Geschichte geschrieben wurde?
Der ehemalige Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger und Hans-Christian Ströbele begegnen sich in Berlin erstmals für eine Debatte. Der eine hat dem anderen wenig entgegenzusetzen.
Der Film „7 Tage in Entebbe“ erzählt die Geschichte der Flugzeugentführung von 1976. Die Täter waren Linksextremisten aus Frankfurt. Von dort kamen auch andere Terroristen dieser Zeit.
1968 und kein Ende: Der Verleger und frühere SDS-Vorsitzende KD Wolff verspürt auch heute noch Lust gegen die Pressekonzentration oder die durchgeknallten Banken auf die Barrikaden zu gehen.
Am 2. April 1968 zündete er gemeinsam mit Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Horst Söhnlein zwei Kaufhäuser in Frankfurt an. Im Interview spricht Thorwald Proll über diese Tat und über die Anfänge der RAF.
Noch wurde niemand getötet. Doch die Kaufhaus-Brandstiftung in Frankfurt vor 50 Jahren bereitete die Anschläge und Morde der Roten Armee Fraktion vor.
Dieses Buch leistet eine Menge. Aber es bleibt noch viel zu tun. Die RAF-Sympatisantenszene bleibt zum Beispiel deutlich unterbelichtet.
Der am Sonntag ausgestrahlte „Tatort“ über die RAF von Dominik Graf ruft heftige Kritik hervor. Stefan Aust spricht angesichts der gezeigten Mordkommando-These von „RAF-Propaganda“. Der SWR wiegelt ab.
Das Schmollen hat in der deutschen Gesellschaft eine lange Tradition. Über eine Neigung, die zum Merkmal eines Nationalcharakters taugt.
Vom RAF-Gründer zum NPD-Anwalt: Horst Mahler sollte wieder wegen Holocaustleugnung ins Gefängnis und trat die Flucht an. Sie endet im ungarischen Sopron – mit einer Festnahme zur Frühstückszeit.
Gerade ist eine Biographie des grünen Politikers Hans-Christian Ströbele erschienen. Der fühlt sich darin falsch dargestellt, vor allem, was seine Zeit als Anwalt der RAF angeht. Ein Gespräch.
Während in Brüssel das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen ist, diskutiert man hierzulande über das „Terrorziel Deutschland“. Die Runde bei Jauch bemühte sich um Wirklichkeitssinn.
Aus der Perspektive eines Jugendlichen erzählt Frank Witzel über den Sommer 1969 und die Fragwürdigkeit einer Gesellschaft. Wer sich darauf einlässt, wird feststellen, dass achthundert Seiten dafür nicht zu lang sind.