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KD Wolff im Porträt : Der sanfte Revolutionär

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Die Tode von Dutschke, Kennedy und Martin Luther King prägten den heutigen Verleger KD Wolff. Bild: Frank Röth

1968 und kein Ende: Der Verleger und frühere SDS-Vorsitzende KD Wolff verspürt auch heute noch Lust gegen die Pressekonzentration oder die durchgeknallten Banken auf die Barrikaden zu gehen.

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          KD Wolff will sich nicht darauf festlegen lassen, den 68er zu spielen. Jenes Jahr der wechselnden Gefühle hatte eine Vor- und eine Nachgeschichte. Das gilt für Wolff persönlich, der sich schon in der Schule KD („Ka-De“) rufen ließ. Die Vornamen Karl Dietrich erinnerten ihn zu unangenehm an seinen Vater, der in der verdrängten Nazi-Zeit Amtsrichter im nordhessischen Battenberg gewesen war.

          Vor- und Nachgeschichten hatten auch die Höhe- und Tiefpunkte des Jahres der geballten Fäuste: Erst wurde am 4. April 1968 der amerikanische Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King ermordet, der seit den fünfziger Jahren der Repräsentant des Civil Rights Movements gewesen war und 1963 die Herzen aller Anhänger eines gewaltlosen Widerstands mit seiner Rede „I have a dream“ hatte höher schlagen lassen.

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