Belarussischer Blogger zu acht Jahren Haft verurteilt
Für ihn zwang der belarussische Präsident Alexandr Lukaschenko ein Flugzeug zur Landung. Nun ist der Blogger Roman Protassewitsch zu acht Jahren Straflager verurteilt worden.
Mit der Axt zur Einheit: Vor den Präsidentschaftswahlen in Belarus am 26. Januar verschärft das Regime die Repressionen. Es nutzt den offenbar in der Haft gebrochenen Oppositionellen Protassewitsch, um zu zeigen, dass es alles kontrolliert.
Für ihn zwang der belarussische Präsident Alexandr Lukaschenko ein Flugzeug zur Landung. Nun ist der Blogger Roman Protassewitsch zu acht Jahren Straflager verurteilt worden.
Im Mai vergangenen Jahres hatte Belarus ein Passagierflugzeug zur Landung in Minsk gezwungen. Grund soll eine Bombendrohung gewesen sein. Es ging jedoch nur um die Verhaftung eines Regimekritikers, sagt die Staatsanwaltschaft in New York.
Alles Klischee? Wer das Spiel totalitärer Macht nicht mitspielen will, kommt als Übersetzer ohne Sprachkritik nicht aus. Ein Gastbeitrag.
In der belarussischen Hauptstadt Minsk wächst der Unmut über die Migranten, die Machthaber Lukaschenko ins Land lässt. Wladimir Putin dementiert jede Beteiligung. Bereitet das Regime einen orchestrierten Ansturm vor?
Das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Auslandsdienst beenden ihre Arbeit in Belarus. In Berlin spricht man von einem Schritt, der Belarus international weiter isolieren werde.
Wie kein anderer westlicher Konzern wirbt Nestlé auf Lukaschenkos Propagandasendern. Damit werde das Regime gestützt, kritisieren Menschenrechtsorganisationen.
Das Lukaschenko-Regime in Belarus benutzt den inhaftierten Journalisten Roman Protassewitsch weiter für seine Propaganda-Inszenierungen. Doch in den öffentlichen Vorführungen regt sich nun auch Widerspruch.
Sanktionsdrohungen wie nach der Verhaftung Roman Protassewitschs genügen nicht, um den Menschen in Belarus und Russland zu helfen. Internationale Wissenschaftler fordern die Gründung einer Osteuropäischen Universität.
Nach der Zwangsvorführung des inhaftierten Journalisten Roman Protassewitsch in Belarus ist der renommierteste Politologe aus dem Land geflohen. Putin kokettiert unterdessen damit, selbst Flugzeuge zur Landung zu zwingen.
Die EU will nach der erzwungenen Umleitung der Passagiermaschine mit dem Regimekritiker Protassewitsch den Druck auf den belarussischen Machthaber Alexandr Lukaschenko erhöhen. Weitere Strafmaßnahmen werden derzeit vorbereitet.
Das Regime in Belarus führt den gefangenen Regimegegner Roman Protassewitsch in einem Fernsehinterview vor. Details lassen erahnen, wie er zu Aussagen im Sinne von Machthaber Alexandr Lukaschenko bewegt wurde.
In dem 90-minütigen Film bekennt sich der belarussische Regimekritiker Roman Protassewitsch unter Tränen dazu, unerlaubt Massenproteste gegen Lukaschenko organisiert zu haben.
Das belarussische Staatsfernsehen strahlt ein Interview mit dem inhaftierten Journalisten Roman Protassewitsch aus. Seine Familie ist überzeugt, dass es unter Zwang entstanden sein muss. Die Bundesregierung verurteilt es scharf.
Jeder, der sich an Protesten gegen die gefälschte Präsidentenwahl beteiligt hat, muss fürchten, jederzeit festgenommen zu werden. Lukaschenko lässt selbst Kinder einsperren.
Das belarussische Staatsfernsehen strahlte Ausschnitte aus einer Vernehmung des aus einem Ryanair-Flugzeug entführten Regimekritikers aus. Seine Aussagen dürften unter Zwang entstanden sein.
Steht hinter der erzwungenen Landung von Flug FR4978 in Minsk auch ein Plan des russischen Präsidenten Wladimir Putin? Bislang spricht vieles dagegen.
Die Verhaftung von Roman Protassewitsch zeigt nicht nur, dass Alexander Lukaschenko vor nichts haltmacht. Sie demonstriert, wer ihm Opposition macht: junge, mutige Journalisten im Netz.
Alexander Lukaschenko verstrickt sich bei der Erklärung der Entführung des Journalisten Roman Protassewitsch in Widersprüche. Der Diktator in Belarus bemüht ähnliche Feindbilder wie Russlands Präsident Putin.
Machthaber Lukaschenko droht dem Westen mit Gegensanktionen und nennt den Vorwurf einer erzwungenen Landung der Ryanair-Maschine eine Lüge.
Die mit Roman Protassewitsch am Sonntag festgesetzte Russin Sofija Sapega ist jetzt ebenfalls in einem Video vorgeführt worden. Die Aufnahme dauert knapp eine halbe Minute.
Deutsche Politiker sind empört über die erzwungene Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk. Außenexperte Norbert Röttgen und der Europapolitiker Manfred Weber glauben, dass Moskau beteiligt war.
Trotz heftiger Kritik aus aller Welt hält Belarus den Oppositionellen Protassewitsch weiter gefangen, Wladimir Putin nimmt eine Einladung Joe Bidens an und Deutschland bereitet sich auf Cyberangriffe vor. Der F.A.Z.-Newsletter.
Das belarussische Regime führt den festgenommenen Journalisten Roman Protassewitsch in einem Video vor – und entlarvt sich selbst.
Der in Belarus festgenommene Journalist Protassewitsch hat für das Online-Medium Nextra gearbeitet. Das muss seine kritische Berichterstattung seit Monaten aus dem Warschauer Exil fortsetzen. Auch hier gibt es Drohungen.
Der deutsche Außenminister wendet sich mit scharfen Worten gegen den Präsidenten von Belarus. Zuvor hatte die EU das Land mit weitreichenden Sanktionen belegt.
Immer mehr Fluggesellschaften meiden den belarussischen Luftraum. Minsk lädt internationale Luftfahrtexperten für eine Untersuchung ein.
Der Oppositionelle Roman Protassewitsch könnte in Belarus mit Gewalt zu einem Schuldeingeständnis gezwungen worden sein, befürchtet sein Vater. Die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja äußert den Verdacht, dass der Journalist gefoltert werde.
Die EU reagiert auf die erzwungene Landung in Minsk, Russland lobt Lukaschenko. Forderungen nach Impfungen für Kinder, und nach dem Seilbahnunfall ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Angela Merkel nennt nach der „Flugzeug-Entführung“ die belarussischen Erklärungen unglaubwürdig. Im Europäischen Rat werden schnell weitere Sanktionen gegen das Land verhängt.
„Hier erwartet mich die Todesstrafe“, sagte Roman Protassewitsch, kurz nachdem der Ryanair-Flug in Minsk zur Landung gebracht wurde. Lukaschenko geht es nicht nur um Rache an dem Oppositionellen, sondern auch um Abschreckung.
Wegen einer falschen Bombendrohung landet ein Flugzeug mit einem Exil-Oppositionellen an Bord in Belarus. Machthaber Lukaschenko prahlt mit der Abfangaktion – das Flugzeug ist mittlerweile in Vilnius gelandet.