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Wissenschaftler schreiben EU : Gründungsaufruf für eine Osteuropäische Universität

  • Aktualisiert am

Demonstration der belarussischen Community vor der Universität Warschau Bild: dpa

Sanktionsdrohungen wie nach der Verhaftung Roman Protassewitschs genügen nicht, um den Menschen in Belarus und Russland zu helfen. Internationale Wissenschaftler fordern die Gründung einer Osteuropäischen Universität.

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          In einem Schreiben an die Europäische Kommission und die europäischen Regierungen ruft eine Gruppe von internationalen Wissenschaftlern, Journalisten und Schriftstellern zur Gründung einer Osteuropäische Universität nach dem Vorbild des Europäischen Hochschulinstitutes (EUI) in Florenz oder der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder auf. Die Festnahme des Journalisten Roman Protassewitsch habe zuletzt gezeigt, dass Unterstützungserklärungen, die Schließung von Lufträumen und Boykottdrohungen seitens der Politik nicht ausreichten, um wirksam gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen in Russland, Belarus und der Ukraine vorzugehen.

          „Was wir benötigen, ist ein integrativer ostpolitischer Ansatz, der die traditionelle Diplomatie ergänzt, indem Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden“, heißt es in dem von Eva Illouz, Timothy Snyder, Olga Tokarczuk, Judith Butler, Slavoj Žižek und mehr als fünfzig weiteren Wissenschaftlern unterzeichneten Aufruf. Die „Osteuropäische Universität“ solle „den Entlassenen, Unterdrückten und Verfolgten neue Möglichkeiten eröffnen sowie Studierenden eine Ausbildung nach europäischem Standard ermöglichen“. Die Finanzierung müsse über öffentliche und private Institutionen erfolgen, Standort soll ein Land der Europäischen Union sein.

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