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Belarussische Journalisten : „Aber wir müssen weiter kämpfen gegen dieses Regime“

Der belarussische Journalist Stepan Putilo, Chefredakteur des Online-Mediums Nextra am Montag in Warschau Bild: Reuters

Der in Belarus festgenommene Journalist Protassewitsch hat für das Online-Medium Nextra gearbeitet. Das muss seine kritische Berichterstattung seit Monaten aus dem Warschauer Exil fortsetzen. Auch hier gibt es Drohungen.

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          Für Zehntausende Arbeitsmigranten ebenso wie für eine Handvoll Aktivisten aus Belarus ist das Nachbarland Polen seit langem ein wichtiger Anlaufpunkt. So arbeitet auch das Online-Medium Nexta seit Monaten von Warschau aus. Sein zeitweiliger Chefredakteur Roman Protassewitsch wurde als Ryanair-Passagier am Sonntag in Minsk festgenommen. Das auf Telegram und Youtube aktive Nexta erscheint den Herrschern von Belarus offenbar so gefährlich, dass sie zu der beispiellosen Aktion griffen, ein überfliegendes Passagierflugzeug wegen (angeblicher) Bombendrohung – in Wahrheit offenbar wegen Protassewitsch – zur Landung zu zwingen.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Wer nach den Räumen von Nexta suchte, der stieß noch im vergangenen Herbst auf ein winziges Büro. Inzwischen hat Polens Regierung der belarussischen Opposition eine lange leerstehende Villa aus der Vorkriegszeit zur Verfügung gestellt, die einst Residenz des französischen Botschafters war.

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