Dschihadisten starten neue Offensive
Flammen und Rauch sind über Kobane zu sehen: Beobachter melden heftige Gefechte aus der syrischen Grenzstadt. IS-Kämpfer würden „an allen Fronten“ angreifen.
Flammen und Rauch sind über Kobane zu sehen: Beobachter melden heftige Gefechte aus der syrischen Grenzstadt. IS-Kämpfer würden „an allen Fronten“ angreifen.
Während amerikanische Flugzeuge Waffen an die Verteidiger der Stadt Kobane liefern, schließt die Türkei entsprechende Unterstützung weiter aus. Peschmerga-Kämpfern aus dem Irak will Ankara nun aber die Durchreise in die umkämpfte Stadt erlauben.
Die Vereinigten Staaten haben kurdische Kämpfer in Kobane mit Waffen versorgt. Die Türkei kündigt an, Peschmerga-Kämpfern aus dem Irak die Durchreise in die umkämpfte Stadt zu erlauben.
Mehr als 1500 Menschen haben am Wochenende in Frankfurt und Kassel für eine größere Unterstützung der nordsyrischen Kurden in Kobane demonstriert. Sie fordern unter anderem, das Verbot der PKK aufzuheben.
Kurdischen Politikern und Aktivisten zufolge ist es den Verteidigern der Stadt Kobane gelungen, eine Offensive der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zurückzuschlagen. Der türkische Präsident Erdogan schließt Waffenlieferungen an Kurden kategorisch aus.
Warum bomben die Amerikaner die IS-Kämpfer nicht einfach weg? Weil das eben nicht so einfach ist. Die Gruppen sind autonom und extrem beweglich. Der Westen antwortet jetzt mit dezentral organisierten Spezialkräften.
Seit einigen Tagen versuchen die internationale Allianz und die Kurden, ihre Strategie in der Verteidigung der Stadt Kobane besser zu koordinieren. Jetzt zeigten sich erste Erfolge.
Kurden und Amerikaner melden Erfolge im Kampf gegen die Terrormilizen des „Islamischen Staats“ in Kobane. Mehrere hundert IS-Kämpfer seien bei Luftangriffen getötet worden, sagte ein Pentagon-Sprecher.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei hat sich ohnehin eingetrübt. Neue Kämpfe mit Kurden im eigenen Land wären auch dafür Gift - ein ehemaliger Zentralbanker schlägt nun Alarm.
Gemischte Bilanz der Luftangriffe auf die Terrormiliz IS: Die Kurden in Syrien melden Erfolge, im Irak bringen die Dschihadisten aber weitere Gebiete unter ihre Kontrolle.
Es ist verständlich, dass Obama keine Kampftruppen gegen den „IS“ ins Feld schicken will. Aber auch er kann nicht ignorieren, dass der Einsatz von Bodentruppen unerlässlich ist – wer auch immer sie stellt.
Nach einem Treffen mit Militärchefs der internationalen Koalition spricht der amerikanische Präsident von „wichtigen Fortschritten“ im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Mit einer „schnellen Lösung“ rechnet er aber nicht.
Mitten in der ohnehin aufgeheizten Lage in den Kurdengebieten hat die türkische Luftwaffe Stellungen der PKK bombardiert. Droht nun eine Rückkehr zur alltäglichen Gewalt?
Wegen der Untätigkeit der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz IS im kurdischen Kobane spricht die PKK von einem Abbruch des Dialogs und droht damit, zum bewaffneten Kampf zurückzukehren. Doch ein Rückfall in alte Zeiten ist kaum vorstellbar.
Irakisch-kurdische Kämpfer dürfen weiterhin nicht über türkisches Territorium gehen, um die bedrängten Verteidiger Kobanes zu unterstützen. PKK-Führer Bayik droht, die Freischärler könnten ihre Waffen gegen die türkische Armee erheben.
Ihre zögerliche Haltung im Kampf gegen die Terrormiliz IS hat der türkischen Regierung zuletzt viel diplomatischen Ärger eingebracht. Nun macht Ankara Zugeständnisse: Die internationale Allianz darf künftig die Militärbasen im Land nutzen.
Der französischer Philosoph Bernard-Henri Lévy hat die Türkei für ihre Untätigkeit im Kampf um die syrische Stadt Kobane scharf kritisiert. „Wenn Kobane fällt, wird die türkische Regierung dafür direkt verantwortlich gemacht werden müssen“, schreibt Lévy in einem Gastbeitrag für mehrere Zeitungen.
Während sich der Belagerungsring des IS um Kobane schließt, fordern deutsche Politiker ein Eingreifen des türkischen Militärs. Amerikas Verteidigungsminister bezeichnet den Kampf gegen die Dschihadisten als schwierig und kompliziert.
Die kurdischen Verteidiger von Kobane fürchten die vollständige Einnahme der Stadt durch den „Islamischen Staat“. Sie bitten dringend um mehr Unterstützung durch Amerika und seine Partner in der Allianz gegen die Dschihadisten.
In Sichtweite der Kämpfe in Kobane stehen türkische Panzer - und greifen nicht ein. Kritik daran will Präsident Erdogan nicht zulassen. Er vermutet internationale „Sabotage“.
Mehr als 20.000 Kurden protestieren in Düsseldorf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und die Angriffe auf die nordsyrische Stadt Kobane. Nach Polizeiangaben verlaufen die Proteste bisher friedlich.
Kurdische Kämpfer geraten in der syrischen Grenzstadt Kobane zunehmend in die Defensive. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ greift inzwischen von drei Seiten an - auch mit Selbstmordattentätern.
Trotz des Verlustes ihres Hauptquartiers ist es kurdischen Kämpfern offenbar gelungen, weitere Vorstöße der IS-Miliz in der umkämpften nordsyrischen Stadt zunächst abzuwehren. Die UN warnt derweil vor einem Massaker an der Zivilbevölkerung.
Allein in Düsseldorf werden in den nächsten Stunden wohl 12.000 Kurden für ein härteres Vorgehen gegen die Terrormiliz IS demonstrieren. Der Verfassungsschutz warnt derweil vor einer Gewalteskalation in Deutschland.
Die Weigerung der Türkei die kurdischen Kämpfer zu unterstützen, könnte noch auf sie zurückfallen. Denn ohne Hilfe wird es keinen Frieden zwischen den beiden Seiten geben.
Bis zu 40 Prozent von Kobane sollen in der Hand des „Islamischen Staates“ sein. Gefallen ist die Stadt damit aber noch nicht. Seit Tagen toben erbitterte Straßenkämpfe.
Die Debatte über eine mögliche Pufferzone in Nordsyrien hilft den in Kobane eingeschlossenen Zivilisten nicht weiter. Hilfsorganisationen dringen darauf, den Flüchtlingen freies Geleit über türkisches Territorium zu gewähren. Die IS-Miliz bringt weitere Stadtteile unter ihre Kontrolle.
Mit einer kurzzeitigen Besetzung des SPD-Hauses in Kassel haben zwei Dutzend Kurden auf die Massaker der Miliz „Islamischer Staat“ in Kobane aufmerksam gemacht.
Amerika und die Türkei streiten über die richtige Strategie im Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Als Bedingung für ein militärisches Eingreifen fordert die Regierung in Ankara offenbar eine Flugverbotszone an der Grenze zum Nachbarland.
Die Terrormiliz Islamischer Staat drängt die sich verzweifelt wehrenden Kurden in der Grenzstadt Kobane immer weiter in die Enge. Trotz der amerikanischen Luftangriffe konnten die Dschihadisten weitere Viertel der Stadt erobern.
Militärisch wäre der Fall von Kobane kein schwerer Schlag. Mit einem Sieg würden die Extremisten zwar an Prestige gewinnen. Aber es passt trotzdem nicht in die Strategie der Anti-IS-Koalition, die Stadt zu retten.
Auch beim Besuch des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg macht die türkische Führung klar, dass sie nicht allein am Boden in Syrien einrücken wird. Und erst recht werde man nicht mit der PKK zusammenarbeiten.
Der Einmarsch der Dschihadisten des IS in die syrische Grenzstadt Kobane scheint nicht aufzuhalten zu sein - weder durch kurdische Kämpfer noch durch amerikanische Luftangriffe. Wie erklärt sich der militärische Erfolg der Terrormiliz?
Im Schatten der Kämpfe um Kobane macht der „Islamische Staat“ auch im Irak wieder Geländegewinne. Die Dschihadisten können sich dabei auf Unterstützung anderer Sunniten verlassen.
Kobane ist mehr als eine weitere Etappe auf dem brutalen Eroberungszug des „Islamischen Staats“. Es ist zum Symbol für die Unfähigkeit der Staatengemeinschaft geworden, die Dschihadisten zu stoppen. Die Interessen der westlichen und prowestlichen Staaten sind zu verschieden.
Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ haben in der Nacht zum Donnerstag mehr als ein Drittel von Kobane an der Grenze zur Türkei besetzt. Ankara ist weiter nicht bereit mit Bodentruppen in der syrischen Grenzstadt vorzurücken.