„Es ist doch eigentlich eine schräge Geschichte“
Die Tage der deutschsprachigen Literatur werden wegen Corona erstmals nicht in Klagenfurt, sondern virtuell ausgetragen. Petra Gruber vom ORF erklärt, wie man trotzdem Aufmerksamkeit erzeugen will.
Die Tage der deutschsprachigen Literatur werden wegen Corona erstmals nicht in Klagenfurt, sondern virtuell ausgetragen. Petra Gruber vom ORF erklärt, wie man trotzdem Aufmerksamkeit erzeugen will.
War doch gar nicht so schwer: Das Wettlesen um den Bachmannpreis wird in diesem Jahr nicht in Klagenfurt, sondern im Internet stattfinden. Und wie das aussehen soll, weiß man beim ORF auch schon.
Erst abgesagt, dann vielleicht doch nicht: Der ORF hat eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die das Wettlesen um den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis ins Internet holen soll – zumindest für ein Jahr.
Ein junger Mann begibt sich in die Hände einer Frau – nicht als Ersatz, sondern als Reinkarnation des verlorenen Sohnes. Doch es gibt kein richtiges Leben im falschen Film. In Cemile Sahins Debütroman „Taxi“ wird Trauerarbeit zum großen Rollenspiel.
Zwischen 1986 und 1989 gab es beim Bachmannpreis vier aus der DDR stammende Gewinner. Was hatte das literarisch und politisch zu bedeuten? Ein Berliner Symposium brachte die Protagonisten von damals jetzt zusammen.
Ein mäßiger Jahrgang in Klagenfurt, aber beim Bachmann-Preis entspann sich dennoch eine Debatte: über das Wesen der Literatur.
Die Schriftstellerin Birgit Birnbacher erhält den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Yannic Han Biao Federer kam nach vier Stichwahlen noch zu einer Auszeichnung, Ronya Othmann zum Publikumspreis.
Ein spielerisch-lässiger, dabei profund und glänzend komponierter Ritt durch die Kulturgeschichte von Cervantes bis zu Kevin Spacey: Clemens Setz’ Rede beim Bachmannpreis war ein Meisterstück.
Sieben Jahre nach ihrem Tod steht Whitney Houston möglicherweise vor einer Wiederauferstehung als Hologramm. Neue Hoffnungen ähnlicher Art machen sich auch die Organisatoren von Woodstock 50 nach einem Gerichtsurteil: Kurze Kulturmeldungen im Überblick.
Vor zwei Jahren gewann Sharon Dodua Otoo den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Priscilla Layne hat ihren Siegertext jetzt im Lichte des Afrofuturismus interpretiert.
Eine Erzählerin von stoischem Naturell, die nirgends eine Heimat findet: Gianna Molinaris Roman „Hier ist noch alles möglich“ verstört und betört.
Kaum Polemik, kein Gebrüll, viel Sachlichkeit: Die Ukrainerin Tanja Maljartschuk gewinnt den Bachmannpreis – auch weil die Jury wenig Lust am Enträtseln hat.
Tanja Maljartschuk, Bov Bjerg, Özlem Dündar, Anna Stern, Raphaela Edelbauer: Die Gewinner der Tage der deutschsprachigen Literatur stehen fest.
Drei Favoriten machen das Rennen: Die Gewinnerin des Bachmannpreises 2018 heißt Tanja Maljartschuk. Bov Bjerg bekommt den Deutschlandfunkpreis. Und die Literaturtage in Klagenfurt enden aufregungsfrei.
Nicht alles, was komisch ist, ist auch lustig. Eine haushohe Favoritin hat der dritte und letzte Lesungstag in Klagenfurt aber dann doch noch aufzubieten.
Der zweite Lesungstag in Klagenfurt brachte endlich die heißersehnten Favoriten. Vor allem Tanja Maljartschuk und Bov Bjerg begeisterten die Jury.
Manchmal wirkte er wie Samuel Jackson in „Pulp Fiction“, der den Zorn des alttestamentlichen Gottes heraufbeschwört, bevor er seine Feinde niedermäht: Feridun Zaimoglu eröffnet den Bachmannpreis-Wettbewerb mit einer Predigt.
Nach einer furiosen Eröffnungsrede von Feridun Zaimoglu beginnt der erste Lesetag ohne echte Höhepunkte, aber mit einer erfreulich streitbaren Jury.
Am Mittwoch beginnt der Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Wir bloggen mit.
Immer Tod, immer irgendwas Skurriles! Ferdinand Schmalz schöpft aus vermeintlichen Abgeschmacktheiten etwas gänzlich Neues. Der frisch gekürte Bachmannpreisträger ist nicht das einzig Bemerkenswerte des diesjährigen Wettlesens.
Am letzten Lesetag besticht der Autor Eckhart Nickel mit einem verstörenden Text, der ästhetizistisches Erzählen gewitzt mit gegenwärtigen Phänomenen der Lebensmittelindustrie konfrontiert.
So abwegig sie auch zunächst klingen mochten: Einigen Geschichten dieses zweiten Tages war dann doch so manche interessante - und auch durchaus welthaltige - Facette abzugewinnen.
Vor über zwanzig Jahren hat Franzobel in Klagenfurt den Bachmannpreis gewonnen. Seine Eröffnungsrede heuer wirkt seltsam abgestanden. Doch nach dem ersten Schrecken brachte der erste Tag durchaus Erfreuliches.
Sie war Kulturkorrespondentin der F.A.Z. in London und München und beschrieb gerade ihre letzte Station mit der unverblümten Ironie der Zugereisten. Nebenher schrieb sie Romane. Zum Tod von Renate Schostack.
Dass man ausgerechnet im virtuellen Raum um den realen Körper nicht herumkommt! Wie sich die Schriftsteller Thomas Glavinic und Stefanie Sargnagel am Zeug flicken.
In Klagenfurt hat soeben eine ziemlich unentdeckte Autorin den Bachmannpreis gewonnen – mit ihrem zweiten Text in deutscher Sprache.
Mit Deutsch als Fremdsprache geht es doch auch: Sharon Dodua Otoo gewinnt den Bachmann-Wettbewerb. Auch der Rest überzeugt mit Texten aus ungewohnter Perspektive.
Ein Frühstücksei probt den Aufstand: Mit einer unangestrengten Satire über den deutschen Alltag gewinnt die britische Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo den Bachmannpreis in Klagenfurt.
Was war diesmal wirklich neu beim Bachmannwettbewerb in Klagenfurt? Die hitzigste Jury-Diskussion gab einen Hinweis: Es war der Text Tomer Gardis, der sich um eine korrekte deutsche Schriftsprache nicht mehr scherte.
Viel Likör, aber kaum etwas zu essen! Fressrekorde im Trainingslager! Beschwipste Krähenverscheucher! Während fünf Autoren in Klagenfurt die Wirklichkeit vertrösten, tut der ORF etwas für die Einschaltquote.
In den ersten Beiträgen beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt wird geplappert und geplaudert, wo man es nie erwartet hätte: ob mit einem Hasen im Kopf oder mit Junkfood.
Das Wettlesen in Klagenfurt hat wieder begonnen. Nach den Worten des Juryvorsitzenden soll der Bachmann-Preis quer zum Markt stehen. Bei der Auftaktveranstaltung war davon aber noch nichts zu bemerken.
Als Sohn eines Schriftstellerehepaars kam der Regisseur Oskar Roehler früh in Kontakt zur Gruppe 47. Sollte es sie wiedergeben? Besser nicht, findet er.
In Buxtehude möchte man nicht begraben sein und in Klagenfurt kein Bein verlieren. Deshalb hat Nora Gomringer mit ihrer „Recherche“ den Bachmann-Wettbewerb verdient gewonnen.
Sie galt nach ihrer fulminanten Lesung als Favoritin bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt: Am Sonntag hat die Jury Nora Gomringer den Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen.