Bachmann-Preis für Birnbacher : Wo ein Schrank, da Platz für eine Trophäe

Die Schriftstellerin Birgit Birnbacher erhält den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Yannic Han Biao Federer kam nach vier Stichwahlen noch zu einer Auszeichnung, Ronya Othmann zum Publikumspreis.
In einem insgesamt eher durchwachsenen Jahrgang mit einigen sehr kryptischen, teils unfertig wirkenden Texten ist der mit 25.000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis zurecht an Birgit Birnbacher verliehen worden. Die 1985 in Schwarzach geborene Österreicherin hatte in ihrer Erzählung „Der Schrank“ über moderne Großstadteinsamkeit schon in der Diskussion am Lesetag fast einhelliges Lob erhalten. Juror Stefan Gmünder, der den Text vorgeschlagen hatte, sprach in seiner Laudatio über Einflüsse Samuel Becketts und den sich auf die Leser übertragenden Wunsch zu singen, den das erzählerische Ich darin äußert.





