Immergrüner Psychoterror
Bei sonnigen Höchsttemperaturen bekommen beim Bachmannpreis in Klagenfurt gleich mehrere Autoren die Schärfe des Kritikerurteils zu spüren. Von Bonsai-Barock und einem riesigen Floskel-Haufen war da die Rede.
Bei sonnigen Höchsttemperaturen bekommen beim Bachmannpreis in Klagenfurt gleich mehrere Autoren die Schärfe des Kritikerurteils zu spüren. Von Bonsai-Barock und einem riesigen Floskel-Haufen war da die Rede.
Wenn Germanisten sterben, hinterlassen sie mehr W-Fragen als andere Leute: Was heißt das für die Reportageliteratur? Wohin mit diesen Figuren? Und wie wird der Auftritt einer Umstrittenen? Rückblick und Ausblick in Klagenfurt.
Die Eröffnungsrede war persönlich-konkret statt poetisch-grundsätzlich, die Zeit des Krawalls sei vorüber, hört man vom Jury-Vorsitz: An diesem Donnerstag beginnt das Wettlesen um den Bachmannpreis.
Die beliebteste Bachmannpreis-Jurorin geht. Das ist ja wohl ein Skandal! Da muss man doch etwas tun! Sonette schreiben zum Beispiel.
Gerade erst voriges Jahr war er noch einmal mit viel Glück und Chuzpe gerettet worden. Jetzt steht es wieder steht schlecht um den Literaturwettbewerb in Klagenfurt. Aber ein Sieger fand sich mit Tex Rubinowitz dennoch.
Sein Text trug die Überschrift „Wir waren niemals hier“: Beim Wettlesen in Klagenfurt hat der Zeichner und Schriftsteller Tex Rubinowitz den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.
Die Jury wacht auf und beharkt nicht nur die Autoren, sondern auch sich selbst. Die Texte werden besser - und unterschätzt. Beim Bürgermeister wird gemunkelt. Der zweite Tag beim Wettlesen um den Bachmannpreis.
Ein ahnungsloser Autor beim Finanzamt, der Wutschrei einer Mutter, ein Mord aus Mitleid - und ein Text, der keinen Preis gewinnen kann, auch wenn er der bislang beste war: Der erste Tag des Wettlesens um den Bachmannpreis.
Ein resignativer Vergleich, ein Krankheitsfall und eine Rede über das Trauma des Sprachwechsels: In Klagenfurt haben die Tage der deutschsprachigen Literatur begonnen, das Wettlesen um den Bachmannpreis.
Kürzlich sorgte sie mit kritischen Äußerungen zur künstlichen Befruchtung für Aufsehen. Ihre literarische Klasse sollte man darüber nicht vergessen. Der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff zum Sechzigsten.
Erst mal mit einer Gewissheit anfangen, so machen wir’s. Es werden hier gleich noch genug Ungewissheiten eine Rolle spielen.
Eine würdige Preisträgerin, eine bei der literarischen Sache bleibende Jury und zuletzt noch ein Kärntner Sittenstück: Triumph und Groteske beim Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb.
Die Klagenfurter Preisträgerin ist verkündet: Die in Berlin lebende Schriftstellerin Katja Petrowskaja erhält den 37. Ingeborg-Bachmann-Preis. Und der Wettbewerb selbst bleibt nun doch erhalten.
Man muss nicht im Hawaiihemd lesen, um aufzufallen - manchmal gelingt das mit einer ganz leicht erzählten Geschichte. Bei allen Tiefpunkten scheint doch eine höhere Macht dem „Bewerb“ gnädig zu sein.
Wer stiehlt den heutzutage noch Bücher? Der Erzähler aus Joachim Meyerhoffs Geschichte, die der Autor und Schauspieler beim Bachmannwettbewerb vortrug. Was die Jury in den Text hineinlas, las der Autor in seinem Schlusswort wieder heraus.
Der Bachmann-Wettbewerb wird in diesen Tagen, womöglich zum letzten Mal, in Klagenfurt ausgetragen. Zur Eröffnung gab es Vorschläge, Forderungen, Fin-de-Siècle-Gedanken. Und eine Jurorenbeschimpfung.
Am 3. Juli beginnt der Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Es könnte der letzte sein, denn der ORF will das Wettlesen nicht mehr ausrichten. Aber es darf nicht abgeschafft werden.
Eitelkeit ist ihr fremd, Eigensinn ist es nicht. Die Wahl-Frankfurterin und Schriftstellerin Eva Demski vertraut der inneren Stimme, die sie durchs Leben führt.
An diesem Dienstag hält der Dichter Michael Lentz die letzte seiner Frankfurter Poetikvorlesungen. Wir haben ihn zum Kern seines Literaturverständnisses befragt und präsentieren einen zentralen Auszug aus der Vorlesung.
Ein literarisches Thema hat jedes Jahr neu Konjunktur: das Erwachsenwerden. Auch in diesem Herbst versuchen sich vier Autoren daran - ihre Adoleszenzpfade umspannen die ganze Welt.
Wovor heute Länder zittern, das erleben Leute jeden Tag: Jemand erklärt, dass er nichts mehr auf dich gibt. Und dann? Geschichten vom Herabgestuftwerden.
balk. Frankfurt. Die Frankfurter Autorin Olga Martynova hat gestern im österreichischen Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.
Klagenfurter Dichterrennen: Ein schwacher Jahrgang stellte sich in diesem Jahr der Jury und acht von vierzehn Texten behandelten das Familienleben. Die höchste Auszeichnung bekam darum Olga Martynova für ihre elegante Künstlererzählung.
Die aus Russland stammende Lyrikerin und Essayistin Olga Martynova erhält den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis für ihre Erzählung „Ich werde sagen ‚Hi’“.
Von einer merkwürdigen Frage Mirjam Richners, einer bekannten Antwort Ingeborg Bachmanns und von Kritik mit Beißhemmungen: So startet das Wettlesen in Klagenfurt.
Am Donnerstag beginnt in Klagenfurt das Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Doch was hat der eigentlich noch mit seiner Namenspatronin zu tun?
Als in diesem Sommer in Klagenfurt der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben wurde, da erklang es wieder, das Gejammer über die deutsche Literatur: Wo denn die Bücher seien, die mal etwas Neues wagten? Wo sich der Autor finde, dessen ...