Bruch mit dem System
Nach der Parlamentswahl in Irland und der langwierigen Auszählung könnte auch die Regierungsbildung lange dauern. Steht die Wahlsiegerin, Mary Lou McDonald von Sinn Fein, dann auch an der Spitze einer Regierung?
Nach der Parlamentswahl in Irland und der langwierigen Auszählung könnte auch die Regierungsbildung lange dauern. Steht die Wahlsiegerin, Mary Lou McDonald von Sinn Fein, dann auch an der Spitze einer Regierung?
Gespräche mit den konservativeren Parteien schließt die Chefin der Sinn-Féin-Partei nicht aus. Doch für eine Koalitionsbildung sei ein Referendum über die Wiedervereinigung Irlands mit Nordirland eine Voraussetzung.
Die Iren haben gewählt – und ihren Volksvertretern eine knifflige Aufgabe hinterlassen: Den Nachwahlbefragungen zufolge liegen die drei „Großen“ nahezu gleichauf. Vor allem für eine Partei ist das ein Erfolg.
Irland ist wieder obenauf. Es gibt Rekordbeschäftigung. Regierungschef Varadkar muss trotzdem um seine Wiederwahl zittern, die Wohnungskrise droht ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen.
In Irland könnte die vorgezogene Parlamentswahl ein politisches Erdbeben auslösen. Denn die beiden Parteien, die die Politik seit Jahrzehnten bestimmen, dürften verlieren – und die Sinn Fein der große Sieger sein.
Das Wochenende in Dublin verbringen und in Zeiten von Greta und Klimakrise auf dem Land- und Wasserweg anreisen: Das dauert neunzehn Stunden. Ein Protokoll.
Hundert Jahre nach Einführung der Prohibition eröffnen vor allem im angloamerikanischen Raum immer mehr Lokale, die freiwillig auf Alkoholausschank verzichten. Warum „Sober Bars“ unter Millenials boomen.
Nach drei Jahren ohne Selbstverwaltung haben sich die protestantisch-loyalistische DUP und die katholisch-republikanische Sinn Fein auf eine Regierungsbildung geeinigt. Sie stimmten dem Kompromissvertrag zu, den London und Dublin vorgelegt hatten.
Ein Kompromissvorschlag könnte Nordirland bald zu einer neuen Regierung verhelfen. Doch um Neuwahlen zu verhindern, müssen sich die unionistische DUP und die republikanische Sinn Fein bis Montag einigen.
Die Zugfahrt von Hamburg nach Kopenhagen führte jahrzehntelang mit der Fähre über die Ostsee. Das war mal ein Verkehrsprojekt der Superlative. Nun ist die Verbindung über das Schiff Geschichte. Eine letzte Fahrt.
„Wir sind erst drei Stunden in Deutschland, und schon ist alles falsch“: In ihrem Jugendroman „Elektrische Fische“ erzählt Susan Kreller von einer unfreiwilligen Reise.
In Nordirland hilft nur noch Galgenhumor: Die britische Provinz fühlt sich von allen Seiten verkauft. Die bitterste Ironie ist die Zwickmühle, in die Boris Johnson die nordirischen Konservativen gebracht hat.
In „Dublin Murders“ wirft ein Fall zwei Ermittler auf ihre eigene Kindheit zurück. Die Serie ist düster, psychologisch dicht, das Gegenteil der heiteren Geschichten, die bei uns sonst von der grünen Insel erzählt werden.
Hier ist noch viel salzige Seeluft nach oben: Im „Irland-Krimi“ verleiht Désirée Nosbusch einer Polizeipsychologin eine glaubwürdige Erscheinung, muss die grüne Insel aber mit wenig Personal bespielen.
Bislang war das Dublin-Abkommen einfach nicht tot zu kriegen. Denn ein noch so mangelhaftes Abkommen war besser als gar keines. Ist jetzt etwas Besseres gefunden worden?
Sein Treffen mit Boris Johnson führte zu einem Stimmungswechsel in Brüssel – und hat damit das neue Brexit-Abkommen ermöglicht: Doch die persönlichen Berechnungen des irischen Premierministers im Spiel sind dabei nicht zu unterschätzen.
Das Verhalten der Briten macht einen ungeregelten Brexit immer wahrscheinlicher. Besonders EU-Ratspräsident Donald Tusk ist verärgert über Johnsons „blödes Spiel mit dem Schwarzen Peter“.
Der britische Premierminister will den Norden aus der Zollunion mit dem Süden herauslösen. Damit zieht er eine neue Grenze in Irland. Das gefährdet die Existenz vieler Landwirte – und den mühsam errungenen Frieden.
Trotz des bevorstehenden Brexits behauptet sich die City als führendes Finanzzentrum. Befürchtungen, der Austritt aus der EU könne den Finanzplatz London ruinieren, bewahrheiten sich bisher nicht.
Der britische Premier hält Grenzkontrollen auf der irischen Insel für unausweichlich – und sieht die Verantwortung bei der EU. Irlands Außenminister hält gegenüber der F.A.Z. vehement dagegen und droht: „Dann wird es keinen Deal geben“.
In Dublin schlägt Boris Johnson versöhnlichere Töne an als zuletzt. Er bringt sogar eine alte Lösung für die Grenze wieder ins Spiel. Doch seine Gegner trauen ihm noch immer nicht.
Der britische Premier Boris Johnson hat bei seinem Antrittsbesuch in Dublin der irischen Regierung keine Alternative zur umstrittenen Auffanglösung für die Grenze zu Nordirland vorgelegt.
Brexit ohne Backstop? Warum die Vereinigten Staaten nicht mitspielen würden, wenn der Friedensprozess in Nordirland durch einen ungeordneten Brexit gefährdet würde. Ein Gastbeitrag.
Wie eine Geburtstagsparty bei Freunden, deren Wohnung zu klein ist: Auf der „Worldcon“, dem Welttreffen der Science-Fiction, wird um Geschlechterrollen und den Klimawandel gestritten – und natürlich um die Zukunft.
War es richtig, über die Bloggerin Marie Sophie Hingst und ihre erfundene Familiengeschichte zu berichten? Der „Spiegel“-Journalist Martin Doerry erklärt, warum er über die junge Frau, die Mitte Juli gestorben ist, geschrieben hat.
Das dürfte in Ländern wie Italien gut ankommen: Als EU-Kommissionspräsidentin will Ursula von der Leyen das Dublin-Verfahren für Asylanträge ändern.
Kaffee statt Bier aus dem Zapfhahn, alkoholfreier Wein und Cocktails ohne Prozente: In Dublin gibt es jetzt Irlands erstes Pub, der keinen Alkohol ausschenkt. Der Laden läuft überraschend gut.
Die meisten Irland-Touristen bereisen nur den Süden. Dabei gibt es alles, was den Charme der Insel ausmacht, auch im Norden – und vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Dublin könnte das neue London werden - zumindest was den Status als Finanzmetropole angeht. Wegen des bevorstehenden Brexits verlassen immer mehr Firmen die britische Hauptstadt und gehen in die irische, um mit dem Firmensitz in der EU zu bleiben.
In Dublin ist in der St.Michan-Kirche eine Mumie enthauptet und ihr Kopf gestohlen worden. Die Kirche ist berühmt, weil Bram Stoker bei einem Besuch der Krypta zu „Dracula“ inspiriert wurde.
In Nordirland fühlen sich gerade die Katholiken von London im Stich gelassen und hoffen auf Brüssel. Bedeutet Brexit Bürgerkrieg oder kommt das Karfreitagsabkommen ohne die EU aus?
Der Ire Philip Lane wird nächster Chefvolkswirt der EZB. Er gilt als hochkompetent, aber auch als „Taube“. Wie Draghi steht er für eine lockere Geldpolitik und Niedrigzinsen.
Einst kämpfte Andrew Rawding als britischer Soldat im nordirischen Coalisland gegen Terroristen der IRA. Vor einiger Zeit kehrte er als Pfarrer zurück. Liebt eure Feinde, predigt er. Seine Gemeinde hört das nicht gern.
Der Brexit verändert den Londoner Rechtsmarkt, viele Anwälte schaffen ihren eigenen Backstop und registrieren sich in Irland. Deutsche Kanzleien mit eigenem Büro in London sind dagegen noch optimistisch.
In den Tresoren eines Schließfach-Betreibers in der irischen Hauptstadt Dublin schlummern unzählige Goldbarren. Brexit-besorgte Anleger aus Nordirland haben sie dort deponiert.
Kein EU-Mitglied wird die Folgen des Brexits so stark spüren wie Irland. Das Land bemüht sich, die Auswirkungen abzufedern – und sucht den Kontakt nach Berlin.