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Amerika und der Brexit : Bangen um die Grenze

  • -Aktualisiert am

Proteste der Organisation „Border Communities Against Brexit“ in Carrickcarnon auf der Nordseite der irischen Grenze Bild: dpa

Brexit ohne Backstop? Warum die Vereinigten Staaten nicht mitspielen würden, wenn der Friedensprozess in Nordirland durch einen ungeordneten Brexit gefährdet würde. Ein Gastbeitrag.

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          Auch wenn das Gespenst eines „No deal“- Brexits durch die Beschlüsse des britischen Unterhauses in dieser Woche vorerst gebannt scheint, bleibt die irische Grenze, diese umstrittene Trennlinie zwischen Nordirland (mithin dem Vereinigten Königreich) und der Republik Irland, der Knackpunkt bei den Brexit-Verhandlungen. Der „Backstop“ – aus Sicht führender Brexiteers nur ein Vorwand, das Vereinigte Königreich auf unbestimmte Zeit an die Brüsseler Fremdherrschaft zu ketten – ist nach wie vor das Haupthindernis auf dem Weg zu einem geregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

          Nichts deutet darauf hin, dass London, Dublin oder Brüssel einlenken könnten, weshalb ein harter Brexit nach wie vor wahrscheinlich bleibt. Der britische Premierminister Boris Johnson verkündet derweil, die ökonomischen Folgen eines Verzichts auf die Vorteile des EU-Binnenmarkts könnten durch ein umfassendes Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten aufgewogen werden – eine Vorstellung, die von Brexiteers in seiner eigenen Partei ebenso enthusiastisch mitgetragen wird wie vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Tatsächlich hat Trump ein „substantielles Handelsabkommen“ zwischen beiden Ländern in Aussicht gestellt, das zu einem vier- bis fünfmal höheren Handelsvolumen führen soll.

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