Plötzlich ist der Sahel wieder auf Trumps Radar
Die US-Regierung zeigte lange kaum Interesse an Mali, Burkina Faso und Niger. Dass islamistische Terroristen dort an Einfluss gewinnen, verändert die Lage.
In Mali verüben Dschihadisten derzeit heftige Terrorangriffe. Obwohl die EU sich bis vor einigen Jahren stark engagierte, konnte sie nicht verhindern, dass sich die Sahelländer destabilisierten. Die Frage ist, ob Brüssel dort noch etwas erreichen kann.
Die US-Regierung zeigte lange kaum Interesse an Mali, Burkina Faso und Niger. Dass islamistische Terroristen dort an Einfluss gewinnen, verändert die Lage.
Die Fußballer der Elfenbeinküste überzeugen beim Afrika-Cup und treffen nach dem Achtelfinal-Sieg gegen Burkina Faso nun auf Rekordsieger Ägypten. Algerien und seine Bundesliga-Stars tun sich hingegen schwer.
Torhüter Luca Zidane hat sich mit Algerien schon den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Gabun mit Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang bleibt beim Afrika-Cup auch gegen Mosambik ohne Punkt.
Georgi Minoungou sieht nach einer schweren Entzündung nur noch auf einem Auge. Trotzdem stürmt er beim Afrika-Cup für Burkina Faso – und trifft.
Algerien beginnt den Afrika-Cup mit einem deutlichen Sieg. Die Augen richten sich dabei vor allem auf den Torwart – und seinen berühmten Vater, der in Marokko auf der Tribüne bejubelt wird.
Auch Senegal startet erfolgreich in den Afrika-Cup. Beim Sieg über Botswana steht ein Bundesliga-Spieler im Mittelpunkt: Nicolas Jackson vom FC Bayern trifft zweimal. Nigeria und Tunesien siegen auch.
Das Operndorf war das letzte große Projekt des Künstlers und vielleicht sein radikalstes. 15 Jahre später steht in dem kleinen Ort in Burkina Faso immer noch kein Opernhaus. Und doch ist etwas gewachsen. Ein überraschender Besuch in Laongo.
Mali, Burkina Faso und Niger wenden sich vom Internationalen Strafgerichtshof ab. Die Regierungen werfen dem Gericht neokoloniale Voreingenommenheit vor – andere sehen darin den Versuch, sich der Strafverfolgung zu entziehen.
Desinformation ist in der von Terrorismus geplagten Sahelzone weit verbreitet. Der burkinische Chef der Militärregierung inszeniert sich dabei als panafrikanischer Präsident, der auch gegen die Ukraine kämpft.
Die Militärregierungen von Mali, Niger und Burkina Faso kämpfen gegen Islamisten. Kontrolliert werden wollen sie dabei nicht. Journalisten, die kritisch berichten, müssen mit Verfolgung rechnen.
Die Bedrohung im Norden des kleinen Küstenstaats in Westafrika wird immer schlimmer. Für die blutigen Attacken ist vor allem eine Gruppe verantwortlich.
Burkina Faso und Mali gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Beide Staaten sind weit entfernt von Weltraumwaffen. Was sollen also die Verträge mit Russland?
In Burkina Faso sind Dutzende Menschen, darunter Frauen, Kinder und Alte, bei einem Überfall getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Ein Minister spricht von einem „barbarischen Angriff“.
Das entspreche mehr als 180 Millionen Kindern, erklärte das UN-Kinderhilfswerk. Kindern, die nur zwei Lebensmittelgruppen – etwa nur Reis und Milch – zu sich nähmen, drohten ernste gesundheitliche Schäden.
In der Sahelzone ist das westliche Engagement auf dem Rückzug, Russland dagegen auf dem Vormarsch. Die Bundesregierung gibt die Region aber nicht auf – und kommt zu einer Übereinkunft mit Niamey.
Das „schlimmste Verbrechen“ seit Jahren: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Armee in Burkina Faso Massaker an Zivilisten vor. Dutzende Kinder sollen unter den Toten sein.
Prigoschin ist tot. Aber der Expansionsdrang der russischen Söldnergruppe auf dem afrikanischen Kontinent ist auch ohne ihren Anführer ungebremst. Menschenrechtsorganisationen berichten von neuen Greueltaten an Zivilisten.
Mali, Burkina Faso und Niger wollen mit der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS nichts mehr zu tun haben. Doch der Austritt könnte für die Länder selbst Nachteile bringen.
Eine Dschihadisten-Gruppe, die der Al-Qaida nahesteht, hat im Norden Burkina Fasos mindestens 40 Zivilisten ermordet. Die burkinischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in einer Gegenoffensive über 400 Terroristen getötet.
Nachdem in einem Dorf in Burkina Faso über 70 Menschen getötet wurden, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Unter den Toten sind vor allem Kinder und Ältere. EU-Außenbeauftragter Borrell spricht von einem Massaker.
Übergangspräsident Ibrahim Traoré putschte sich im letzten Jahr an die Macht des afrikanischen Landes. Nun musste die regierende Militärjunta nach eigenen Angaben selbst einen Putschversuch vereiteln.
Der Rückzug aus Niger ist nur das jüngste Symptom: Die Stellung Frankreichs gerät in Afrika unter Druck, auch weil Russland und China ihren Einfluss ausdehnen. Dabei gäbe es Ansätze für eine gedeihliche Entwicklung.
Der Absturz des Transportflugzeuges nahe Gao hat am Wochenende Spekulationen ausgelöst. Quellen vor Ort zufolge sollen Mitglieder der russischen Söldnergruppe an Bord gewesen sein.
Mit dem Abzug der UN-Friedensmission MINUSMA nehmen die Angriffe von Islamisten und Tuareg-Rebellen in Mali wieder zu. Vor allem in Timbuktu ist die Lage dramatisch.
Frankreichs Außenministerium stoppt die kulturelle Zusammenarbeit mit Mali, Niger und Burkina Faso – sehr zum Unmut der Kulturszene.
Die Verbindungen von Air France nach Niger bleiben „bis auf Weiteres“ ausgesetzt.
Der Umsturz in Gabun unterscheidet sich zwar von den vorangegangenen. Aber auch hier ist der Jubel groß. In Afrika ist die Demokratie weiter auf dem Rückzug. War der Freiheitskampf umsonst?
In Ländern wie Niger sind die Eliten keine westlichen Marionetten. Staatsstreiche haben andere Ursachen. Die Aussichten bleiben düster, Entwicklungshilfe ist nur eine Art internationaler Sozialhilfe. Ein Gastbeitrag.
Die ECOWAS-Staaten drohen Niger mit einer Militärintervention. In der Hauptstadt des Landes melden sich Tausende junge Männer, um der Armee beizutreten.
Deutschland hat große Teile der Entwicklungshilfe an Niger eingefroren und fordert eine friedliche Rückkehr zur Demokratie. Eine militärische Intervention der ECOWAS scheint derweil immer unwahrscheinlicher.
Die Tage des französischen Einflusses im subsaharischen Afrika scheinen gezählt. China und Russland stehen als Nachfolger des Westens schon bereit.
Der Putsch in Niger hat sich angekündigt. Doch in Europa wurde lange nicht wahrgenommen, wie sich in den Sahel-Staaten eine antifranzösische Stimmung ausbreitete.
Der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, prescht nach dem ECOWAS-Gipfel mit Äußerungen vor. Es ist jedoch unklar, ob er für die gesamte Staatengruppe spricht.
Mohamed Bazoum befindet sich weiterhin in Gefangenschaft. Unterdessen berät die ECOWAS noch einmal über Reaktionen auf den Putsch in Niger.
Das Auswärtige Amt richtet eine klare Botschaft an die Putschisten in Niger: Sie müssten „mit scharfen persönlichen Konsequenzen“ rechnen, sollte dem abgesetzten Präsidenten und seiner Familie etwas zustoßen.
Die Lage nach dem Putsch in Niger bleibt angespannt, Slowenien kämpft mit einer schweren Naturkatastrophe und der Bundesgerichtshof beschäftigt sich mit der Altersgrenze für Notare. Der F.A.Z.-Newsletter.